US Craft Brauer Ballast Point erlöst eine Milliarde – auch Dank Word of Mouth

Gestern meldete u.a. das Manager Magazin, dass der Getränkekonzern Constellation Brands – der grösste Weinproduzent der Welt und im Biermarkt u.a. mit Corona aktiv – den US Craft Beer Hersteller Ballast Point für ein Milliarde US Dollar übernimmt.

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Bild via Flickr: CC Lizenz by Didriks

Das ist nicht nur für für den Markt der Craft Brauereien eine ziemlich „wommige“ Sache, sondern auch für die Marketing Disziplin Word of Mouth ein grosser Erfolg. Denn Ballast Point – wie viele andere „Handarbeits“-Biere auch, ist eine Marke, die fast ausschliesslich auf Word of Mouth im Marketing setzt.

Der Milliarden WoM

Ob in den USA oder in Deutschland – die Szene der Craft Brauer setzt seit Anbeginn auf Mundpropaganda, Empfehlungen und Kollaboration mit den Kunden statt auf traditionelles Marketing und hat erfolgreich aus der Not fehlender Werbe-Budgets eine Tugend gemacht. Der WoM ist dabei durchaus in der DNA der Craftbrauer verankert – wie bei vielen Graswurzel-Bewegungen:

Getrieben von Konsumenten, die keine Lust mehr auf den Einheitsgeschmack der Massenbiere hatten, fingen einige wenige als Heimbrauer an, entwickelten mehr und mehr Expertise und tauschten sich untereinander aus. Netzwerke und eine sehr kreative und aktive Szene entstanden und mit ihr spezielle Biere mit weitererzählbaren, weil andersartigen, verrückten Marken- und Produktnamen, die man wie Wein verkosten kann. Man probierte neue Bierkreationen, teilte sein Wissen zum Selberbrauchen, tauschte sich aus und bekam Feedback für Verbesserungen und Empfehlungen.

Wie Ballast Point Word of Mouth Empfehlungen generiert

So setzte auch Ballast Point seit dem Start auf spezielle Bier-Events, etwa “Beginner Brew Class” oder „Hoppy Yoga„, bei denen Kunden einen kleinen Betrag zahlten und hinterher ein „Social Beer“ miteinander tranken.

Ja – Sie haben übrigens richtig gelesen – bei „Hoppy Yoga“ macht man zusammen Yoga und trinkt danach ein Bier zusammen. Das Ganze findet direkt in einer der kleinen Craft Brauereien statt – z.B. im Brauerei-Lager.

Auch gab es „Tasting Rooms“, in denen die zahlreichen Biervariationen der Craft Brauer verkostet wurden, ähnlich einer Weindegustation. Hierzu wurden meist noch sogenannte „Food Trucks“ miteingeladen – mobile Imbisswagen mit neuen Foodkreationen wie etwa in Deutschland das Running Mhhh – die Maultaschen als Burger oder „Currywurst“ anbieten.

So wurden verschiedene Szenen und Netzwerke miteinander verknüpft, was es der Mundpropaganda leichter macht, grössere Reichweite und Wirkung zu entfalten.

All diese Events geben den Kunden vertieftes Wissen zum Produkt, beim sozialen Bier bleibt man gerne länger für ein Bier mehr zusammen, bekommt ein spezielles Zusammengehörigkeitgefühl und eine Community entsteht, aus der heraus jede Menge Empfehlungen und Gesprächsstoff über eine Craft Brauerei entstehen. Und das zog natürlich auch eine digital Buzz Welle nach sich:

Bier Aficionados und Blogger teilten ihre Bewertungen von Degustationen und Events auf Facebook, Twitter, Instagram etc.. Ballast Point nutzte dies, in dem sie eigene Seiten in den einschlägigen Social Networks aufbauten, inklusive Linkedin und Youtube. Speziell Youtube ist für Ballast Point dabei ein wichtiger Kanal, auf dem die Marke Brauereiführungen, den Brauprozess und Verkostungs-Test neuer Sorten zeigen.

Dabei spielt die Vielfalt der Sorten und immer neue Experimente mit neuen Geschmacksrichtungen eine wichtige Rolle – sie geben der treuen Kunden-Community stetig jede Menge neuen Gesprächsstoff.

 

Marketing mit und für Menschen

Die Marketingbranche steht diese Woche ja bekanntlich ein wenig unter dem Einfluss des Cannes Lions Festivals. Seit 21.6. wird in Cannes über Kreativität, Werbung und Marketing gesprochen und es werden die begehrten Löwen-Award verliehen.

MR. WOM ist natürlich neugierig, wohin dieses Jahr die Marketing (P)Reise geht. Auf Spiegel online stolperte MR. WOM heute über einen Beitrag der Werber Stefan Kolle und Fabian Frese zu den neuen „Kreativtiteln“ in der Branche, die das digitale Business so mit sich bringt.

Dabei wird auch auf die Veränderung der Branche durch die digitale Transformation eingegangen (Zitate aus dem Artikel bei Spiegel Online):

Heute brauchen Marken und Produkte unendlich viele Fachleute, um sich Gehör zu verschaffen. […]

Es reicht nicht mehr, Werbebotschaften für Produkte in die Welt zu senden. Marken wollen selbst zum Gesprächsthema werden. Viele Filme, Apps und Events werden mit hohem technischen Aufwand einzig entwickelt, um im Netz für Gesprächsstoff zu sorgen.

Und es werden auch schöne Beispiele der über 3.000 Wettbewerbsbeiträge im Bereich Film genannt, von denen

mittlerweile weit über die Hälfte ausschließlich fürs Internet konzipiert wurden.

Die Welt des Marketings ist komplexer geworden. Doch auch wenn mit Online. Mobile, Social neue Möglichkeiten der Vernetzung mit dem Kunden bestehen, wird oft immer noch an den alten Denkmuster festgehalten.

Marketing for people

Das zeigt auch das inspirierende Video vom Vortrag von Keith Weed – Marketingleiter von Unilever – der gestern über das „Marketing for People“ gesprochen hat.

Keith Weed zeigt darin tolle Beispiele, was Marketing (oder besser gesagt doch meist nur Werbung, was nur ein Teil des Ganzen ist) wie heute für Menschen machen kann – auch durch den Einsatz neuer Technologien.

Der Ansatz ist die Weiterentwicklung des bisherigen Unilever Denkens auf das Marketing: „Marketing at people – broadcasting“ haben sie bisher gemacht, „Marketing with people“ machen sie gerade (damit meint er sicher vor allem die Social Media Aktivitäten) und in Zukunft geht es um „Marketing for people“.

Dabei geht vor allem um (kreative) Ideen (Ideas), sprich gute Marken-Stories und Storytelling – Vertrauen (Trust), das die Marken durch Vernetzung mit dem Kunden erzeugen müssen – und um Transformation bisheriger Geschäftsmodelle hin zu einem nachhaltigen Zweck und Sinn für Menschen. Er nennt dies „connecting purpose with purchase“ – und er ruft andere Marken auf – „we can do good and well for people“ – dies zusammen, gemeinsam zu machen.

Der richtige Ansatz – aber noch stark werbegefärbt

Unilever geht den richtigen Weg im Marketing – das zeigt auch der Erfolg des Unternehmens. Doch dieser ist immer noch stark aus der Sicht der Marke geprägt: Brand Stories & Storytelling, Werbung als Content (Marketing), Produkte als Sinnstifter und Vernetzung mit dem Kunden, um bei ihm neues Vertrauen aufzubauen. Dabei erinnert „Marketing for people“ etwas an den Ansatz der Kundenorientierung aus den 90er Jahren – was dann eigentlich ein Rückschritt wäre, wenngleich auf anderem Niveau.

Bei der Betrachtung von Keith Weeds fehlt etwas, das eigentlich bei Unilever schon da ist – zumindest sagt Unilever, dass sie es schon tun: Die Kollaboration mit dem Kunden – eben „Marketing with people“.

Und damit schliesst sich der Bogen zum o.g. Spiegelartikel: Gute Brand Stories, tolles Content Marketing, Vernetzung mit dem Kunden in Social Media ist aus Sicht der Werbemacher und Marken sicher erfolgreich, erzeugt jede Menge (sozial-medial skalierenden) Gesprächsstoff und steigert den Absatz mehr als das bisherige traditionelle Marketing.

Als Absender fungiert dabei jedoch immer noch die Marke, die sich inszeniert. Vielleicht erwartet man aber hier auch zu viel von Werbern und Werbetreibenden – in deren Welt muss das Ergebnis vielleicht auch so sein, sie können es sich nicht anders denken.

Allerdings könnte man noch mehr Potential entfalten, wenn man den Kunden statt der Marke auf die Bühne stellt und ihn tatsächlich auch mit einbezieht: Bei der Vermarktung (Word of Mouth), bei den Stories (User generated Content) und bei der Produktentwicklung (CoCreation).

Das erzeugt nicht nur mehr Vertrauen, sondern loyaleres Engagement und bessere Produkte mit menschengerechterem Nutzen – von Menschen für Menschen – durch und mit Menschen – und nicht nur mit anderen Marken. Denn letztlich weiss der Kunde es immer besser als eine Marke, welche Story er glaubwürdig wem erzählt und was er wirklich braucht.

Update 26.06.2015: Mein Seminarkollege an der Suisse Emex, Markus Gabriel von Angelink, hat speziell das Thema Content Marketing und die Anforderungen an Agenturen in seinem Artikel bei der Medienwoche (ebenfalls gestern) umfassend und treffend vertieft – als Ergänzung zu meinem Beitrag hier sehr empfehlenswert.

TOPWOM #1 der letzten Woche: Die Social Media Marketing Konferenz in Zürich

Die #SMM15 – immer wieder gut (auch wenn man nicht live dabei sein kann)

Wer – wie MR. WOM  (drei Events pro Woche sind definitiv einer zu viel) – letzte Woche nicht an der #SMM15 teilnehmen konnte, konnte zumindest online via Social Stream noch ziemlich viel inhaltlich mitbekommen von der Social Media Konferenz in Zürich.

Zum einen Dank der schnellen Live Blogger Su Franke und Walter Schärer die die Vorträge kommentierten, wie etwa den Facebook Vortrag von Thomas Hutter (verbloggt von Walter Schärer und noch mal hier von Su Franke – beide Posts sind lesenswert).

Zum anderen konnte man natürlich über den #smm15 einen ziemlich grossen Inhalte Strom auf Twitter den Event und die Reaktion mit verfolgen.

Wirklich sehr nützlich – vor allem für eine Aufbereitung im Nachgang – war aber der zu Konferenz erstellte Social Hub von cooa.la – dem Startup von Mike Schwede. Hier finden sich nämlich sämtliche Vorträge, der Live Buzz usw. als Zusammenfassung von der Konferenz.

cooala-socialhub Screenshot cooa.la Social Hub #smm15

Über die Social Hub fand MR. WOM dann auch den Vortrag von Mammut zum Thema „Gegentrend Facebook: Die unternehmenseigene Community“ (live verbloggt von Su Franke), der den strategisch richtigen Weg für das digitale Word of Mouth zeigt, das logischerweise auch Offline Empfehlungen generiert: Den Aufbau einer unternehmenseigenen Brand (Advocacy) Plattform.

 

Ausblick: Nächster Word of Mouth Marketing Event am 04.05.2015 im Microsoft Atrium Berlin:

Wer noch mehr zum Thema Word of Mouth Marketing erfahren will, kommt am 4. Mai 2015 (einen Tag vor der re:publica) nach Berlin ins Microsoft Atrium Unter den Linden. Dort findet ab 17 h der AGOF Talk zu Word of Mouth Marketing statt.

Hier findet Ihr mehr Infos zum AGOF #WOMTalk.

 

Der #TOPWOM der letzten Woche: Drei Konferenzen mit jede Menge Word of Mouth

Eingebetteter Bild-Link

Die vergangene Woche konnte man eigentlich nicht zum Arbeiten nutzen, denn es fanden drei spannende Fachevents statt mit jede Menge WoM „inside“:

  • Mo. 23.3.: Die Social Media Marketing Konferenz #smm15 – der Klassiker unter den Social Media Events von Reto Hartingers Internet-Briefing
  • Di. 24.3.: „Vom Sternchen zum Star“ – die erste Empfehlungsmarketingkonferenz #EMK15 – veranstaltet von sobu.ch – dem Social Referral Tool der Schweizer Post
  • Do. 26.3.: Das SWA Jahresmeeting #swa65 des Schweizerischen Werbeauftraggeberverbandes unter dem Motto „Creativity is King“

Das verdient eindeutig den TOP WOM der Woche – und zwar für alle drei Events.

Die Nachberichte aus MR. WOM´s Sicht zu jedem einzelnen Event erfolgen in Kürze per separatem Blogbeitrag.

Nächster Word of Mouth Marketing Event am 04.05.2015 in Berlin:

Wer noch mehr zum Thema Word of Mouth Marketing erfahren will, kommt am 4. Mai 2015 (einen Tag vor der re:publica) nach Berlin ins Microsoft Atrium Unter den Linden. Dort findet ab 17 h der AGOF Talk zu Word of Mouth Marketing statt.

Hier findet Ihr mehr Infos zum AGOF #WOMTalk.

 

Von neuen und alten Hüten – Mundpropaganda für KMU am 18. Unternehmerforum Romanshorn

Am Donnerstag, 15.01.2015, fand das 18. Unternehmerforum der Agentur Ströbele im legendären Romanshorner Autobau statt.

Hüte-Thema

Rund 180 Gäste der lokalen Ostschweizer Wirtschaft durften in drei Runden spannenden Gesprächen mit sechs Experten zum Thema „Sind alte neue Hüte“ lauschen und diese beim Apero dann vertiefen. Moderiert wurde der Abend von Hansjörg Enz sowie Stefan Ströbele, Dieter-Michael Last und Oliver Fried seitens Ströbele Kommunikation (Gesprächsleiter).

Auditorium

Wer nicht mit Hut kam, wurde für einen guten Zweck zur Kasse gebeten

Die erste Runde mit Helen Höhn von der IHK Thurgau und Rémy Sager von der Nemuk AG drehte sich um den „alten“ Hut Postmailing und den neuen Hut eMailing. In der zweiten Runde ging es mit dem PR Experten Christof Lampart, und der Bloggerin Naomi Meran um die Medienarbeit in Print und Digital und das dritte Gespräch drehte sich um Plakat – vertreten von Carlos Lima von der ACE2ACE outdoor media ag – und das guerilla-ähnliche Ambient Media – auf das Martin Minder vom Kältetechniker Zengaffinen AG setzt.

Martin-Minder

MR. WOM hatte die Ehre am Ende des Forums einen Vortrag über Mundpropaganda als „alten neuen Hut“ im Marketing beizusteuern.


Alle Forumsreferenten konnten für Ihre Bereiche interessante und erfolgreiche Beispiele benennen, sodass sich die Frage stellte, was wirkt denn nun am besten?

Auch die abschliessende Podiumsdiskussion konnte das nicht abschliessend klären – obgleich die finale Frage an die Referenten, welche Marketingmassnahme sie denn selbst bevorzugen, für MR. WOM teils überraschende Antworten zu Tage förderte (MR. WOM als Gentleman schweigt und geniesst an dieser Stelle dazu).

Stefan Ströbele hatte dazu dann das passende Schlusswort: Es geht nicht darum, alte gegen neue Hüte zu tauschen, sondern darum, jeweils den Hut aufzusetzen, der in den Marketing-Kontext des Unternehmens am besten passt.

Hutkorb

Am Ende des Abends wurden die Podiumsteilnehmer noch für ihren Auftritt belohnt – mit einem feinen Vesperkorb der Öpfelfarm und einem empfehlenswerten kleinen Büchlein (speziell für „Digital Natives“).

Bloggen Öpfelschoggi   Sweetup-Birnbrot

 

 

 

 

Öpfelschoggi & Birnbrot – das musste MR. WOM dann gleich am nächsten Abend in einem Spontan-Sweetup beim Twitterertreffen in Konstanz teilen:

Danke und Hut ab an das Team Ströbele für das inspirierende Unternehmerforum 2015 – MR. WOM freut sich auf das nächste Unternehmerforum in 2016.

Team-Ströbele

 

Empfehlungen & WoM am „Schwarzen Freitag“

Heute beginnt in den USA der sogenannte „Black Friday„, der die Weihnachtskaufzeit einläutet. Und auch bei uns beginnt so langsam die Vorweihnachtszeit und damit eine der wichtigsten Zeiten für den Handel und viel Marken.

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Doch jedes Jahr ist es das Gleiche für den Konsumenten: „Für welches der vielen Angebote soll ich mich nur entscheiden?“ Wie gut, dass die vielen Word of Mouth Empfehlungen anderer Konsumenten hier die Kaufentscheidung leichter machen.

Und die Bedeutung von WoM wird dieses Jahr wohl weiter ansteigen – offline wie im Social Web, wenn man zumindest den aktuellen  Prognosen und vergangenen Analysen glauben darf:

  • So wurden u.a. 278,000 Social Media Postings mit dem Hashtag „#blackfriday“ gekennzeichnet
  • Twitter scheint generell ein beliebtes WoM Conversation Tool für den Black Friday zu sein, wie Zahlen aus 2012 zeigen

Wie im letzten Jahr werden auch dieses Jahr wieder die Marken den Black Friday für sich entscheiden, die mit Word of Mouth am Zero Moment of Truth punkten.

Passend zum anstehenden „Schwarzen Freitag“ hat die WOMMA eine aktuelle Studie über den „Return on Word of Mouth“ veröffentlicht, die zeigt, dass in den USA eines von acht WoM Gesprächen in Käufen resultiert und WoM eine Absatzwirkung auf rund 1/3 aller Käufe hat – oder in Zahlen ausgedrückt: Markenbezogene WoM Gespräche und Empfehlungen geniereren jährlich in den USA 6 Billionen US Dollar Konsumausgaben.

Die ganze Studie findet sich hier bei der WOMMA zum Download.

MR. WOM denkt, es ist nun langsam an der Zeit, dass sich Marketing- und Mediaentscheider im deutschsprachigen Raum langsam der Bedeutung von Word of Mouth bewusst werden sollten und ihre Budgets Ihres Marketing Mix hin zum Influencer Mix umschichten sollten.

Vorweihnachtliche Grüsse, gute Empfehlungen und frohes Shopping!

 

Restaurant Day – Der TOPWOM des Monats

Wenn Menschen privat gesellschaftliche Aktionen in´s Leben rufen und sich für ein Engagement sozial vernetzen, dann nennt man das auch „Graswurzelbewegung„. Diese Bewegungen haben meist keine Werbebudgets und können sich daher nur per Mundpropaganda herumsprechen.

Ein schönes Beispiel dafür ist der morgen stattfindende „Restaurant Day“ – ein „Karneval des Essens“, geschaffen von tausenden Menschen für Millionen von Gästen – auf den MR. WOM heute via Spiegel online gestossen ist.

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Bildquelle: Restaurant Day – Flickr

Beim größten Festival rund ums Essen kann „Jeder für einen Tag ein Restaurant, ein Café oder eine Bar eröffnen. Und zwar überall: Ob daheim, im Büro, im Park, auf der Straße, in der Garage, im Innenhof, am See – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Der Restaurant Day bietet nicht nur eine tolle Story, er regt zu Gesprächen über das Essen an und setzt dabei auf Crowdsourcing, CoCreation und Markenbotschafter als Instrumente des Word of Mouth Marketings.

Deshalb – und auch damit der Essenskarneval mehr Nachahmer in der Schweiz und in Deutschland findet – vergibt MR. WOM gerne hierfür heute den TOPWOM des Monats.

Vielleicht inspiriert und motiviert das ja einige Leser, entweder spontan noch für Morgen einen eigenen Food Karneval aufzusetzen oder aber in 2015 mitzumachen.

In diesem Sinne – auf gut Schweizerdeutsch – en Guete.

 

MR. WOM und die „WOMMIGs“ an der #dmexco 2014

Nach der Suisse EMEX vor 2 Wochen folgt diese Woche nun die dmexco 2014 von 10.09. bis 11.09.2014 in Köln – mit ihren rund 20.000 Besuchern sicher eines der Highlights im digitalen Marketing.

MR. WOM ist dieses Mal von Dienstag bis Freitag in Köln. Und ist dabei auf der dmexco nicht nur als MR. WOM unterwegs, sondern auch als freier Trainer der AGOF Akademie für das Thema Word of Mouth Marketing am Donnerstag am Stand der AGOF präsent.

AGOF

Dort darf MR. WOM am Donnerstag, 11.09.2014, um 15 Uhr am AGOF Stand (Halle 8, Stand C068) einen Auszug seines neuen WOM Ganztages-Seminars bei AGOF Akademie zeigen, wie man Weitererzähl-Zielgruppen – Word of Mouth Marketing Influencer Groups = WOMMIGs –  und die dafür relevanten Medien und Belegungseinheiten mithilfe der AGOF Studie internet facts identifizieren und planbar machen kann.

Akademie

Individuelle WOMMIGs Vorstellung in der Agency Lounge der dmexco

Der Vortrag wird nicht nur am Stand der AGOF gezeigt. Interessierte Mediaagenturen können auch  eine spezielle Präsentation in der dmexco Agency Lounge (oder auch an anderem Ort) anfragen – entweder per Mail an dirk.engel (at) agof.de oder an der dmexco selbst am Stand der AGOF.

 

Werbung als Quelle von Word of Mouth & Empfehlungen

Zwar verzeichnen die Studien von Nielsen nach wie vor mit 64% eine wesentliche höhere Glaubwürdigkeit bei Online WOM ggü. der Online Werbung (mit Maximal-Werten von 30% für bestimmte digitale Werbeformen).

Doch Untersuchungen von KellerFay aus den USA zeigen auch, dass Werbung eine wichtige Quelle für Word of Mouth ist. In den USA werden täglich rund 25% aller Word of Mouth Gespräche durch Werbung initiiert. Werbung kann also auch als Starter und Verstärker für Mundpropaganda dienen und gehört damit zu den vier wichtigen strategischen Optionen im Word of Mouth Marketing.

WOMMIGs

Dies war auch das Hauptargument für MR. WOM zusammen mit AGOF Akademie ein Seminar für den deutschen Online Werbemarkt aufzusetzen, das basierend auf den Daten der AGOF  internet facts relevante „WOMMIGs“ planbar macht.

 

Mehr WOM auf der dmexco 2014

Neben dem Vortrag zu Word of Mouth Marketing in der strategischen Mediaplanung mit den Daten der AGOF steht MR. WOM natürlich gerne auf der dmexco WOM Interessierten Marken und Agenturen auch zu anderen WOM Themen mit Rat und Tat (und WOM Starter Kit)  zur Verfügung – Anfragen gerne auch vor Ort via Twitter.

 

Über die AGOF und die AGOF Akademie:

Die Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (AGOF) wurde im Dezember 2002 gegründet. Aufgabe und Zweck der AGOF ist es, unabhängig von Individualinteressen für Transparenz und praxisnahe Standards in der Online-Werbeträgerforschung zu sorgen. Dafür erarbeitet sie die notwendigen Leistungswerte im engen Austausch mit dem Markt und stellt diese in entsprechenden Studien (etwa der Studie internet facts) zur Verfügung – und dies nicht nur für das klassische Internet, sondern auch für weitere Segmente digitaler Medien. Mit Hilfe des AGOF Auswertungs- und Planungsprogramms TOP stehen die Studieninhalte für eine medienadäquate Planung zur Verfügung.

Parallel zur AGOF bietet die AGOF Akademie praxisorientierte Seminare für den Einsatz von TOP und der Nutzung der AGOF Studiendaten im Planungsalltag an. Darüber hinaus bietet die AGOF Akademie für die Werbe-, Marketing- und Medienbranche relevante Praxis-Seminare für Marken, Agenturen, Medien und Vermarkter an – wie etwa das Word of Mouth Seminar von MR. WOM.

 

Marketing & Empfehlungen – der WOM an der Suisse EMEX 2014

Nun ist die Schweizer Marketingmesse Suisse EMEX auch schon wieder 2 Wochen rum – und die dmexco wartet schon. Hier ein kleiner Rückblick der „wommigsten“ Erlebnisse von MR. WOM auf der #emex14.

WOM Starter Kit – und die Folgen

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MR. WOM ist auf die Messe mit einem kleinen WOM Starter Kit gegangen, das ein paar WOM Tools enthielt, mit denen leichter Gespräche gestartet werden konnten und die das Weitererzählen vereinfachen sollten:

  • WOM Badge zum Weitergeben
  • WOM Markierer zum „Taggen“ von Personen, Ständen oder sonstwie „WOMMigem“
  • Lobchärtli (von Flyerline) zum Verteilen von Lob nach einem Gespräch
  • Ein feiner Keks der Kekswerkstatt für Mundpropaganda-faule Geniesser (Danke an die Kekswerkstatt!)

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Das Starter Kit gab´s nicht nur bei sobu.ch Empfehlungsmarketing 2.0 Vortrag, sondern wurde von MR. WOM natürlich auch selbst eingesetzt.

So wurde der Stand von Supertext – die bereits seit Jahren auf Messen mit ihren weissen Anzügen für Gesprächsstoff sorgen – für das Riesen-Scrabble mit einem WOMMIG Markierer „getaggt“.

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Aber auch myswisschocolate gefiel mal wieder mit „WOMMigem“ – etwa den Mini Choco-Greets, die lt. Aussage von Sven Beichler für jede Menge Mundpropaganda und Empfehlungen sorgen.

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Zu guter Letzt erhielt noch Jörg Eugster einen WOMMIG Badge für seine Art des Präsentierens und den Taucherbrillen-Oculus-Glass Vortrag, den er mal eben sc20140827_191133hnell auf dem Smartphone zeigte.

Kundenempfehlungsprogramme – eine der strategischen Optionen für Word of Mouth Marketing

Zwischendrin gab es dann noch die Empfehlungsmarketing 2.0 Session von sobu.ch mit einem Vortrag von MR. WOM.

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Im Nachgang wurden dann alle Vortragsbesucher zum Apero an den Stand der Schweizer Post geladen und bekamen ebenfalls ein WOM Starter Kit zum selber „wommen“.

Die Folien zum Vortrag finden sich hier:

Aktuelle WOM Termine, Messen und Vorträge für „Vormerker“

Die nächsten Wochen sind vollgepackt mit Marketingmessen und einigen WOM Terminen.

BadgeNachdem letztes Wochenende einige Sessionteilnehmer des wirklich sehr gelungenen Barcamps Schweiz (Bericht folgt) in den Genuss von geteilten Wissen zu Word of Mouth Marketing kommen konnten, dürfen sich Besucher der morgen startenden Marketingmesse Suisse EMEX und der dmexco Digitalmesse in Köln (am 10. + 11.09.) auf Word of Mouth Vorträge von MR. WOM freuen.

Hier sind die aktuellen Termine der Spätsommer Touren von MR. WOM:

Suisse EMEX in Zürich vom 26. – 28.08.2014.

MR. WOM wird am 27.8. ganztags an der Messe sein. Am 27.8. um 15:45 gibt es dann die sobu.ch Empfehlungsmarketing Session  in Halle 4 um 15:45 h – u.a. mit einem Vortrag von MR. WOM. Nach Vorträgen und Podiums-Diskussion kann das Gespräch mit MR. WOM und den anderen Referenten und Teilnehmern beim Networking Apero bis 18 h vertieft werden. Die Teilnahme ist gratis und auf 100 Plätze limitiert. Anmelden kann man sich hier: www.sobu-emex.ch.

dmexco 2014 in Köln vom 10. – 11.09.2014.

MR. WOM wird bereits einen Tag vor der dmexco in Köln sein. An der dmexco selbst darf MR. WOM dann am Do. 11.09.2014 als freier Trainer der AGOF Akademie zusammen mit Dirk Engel einen Vortrag zum Thema „Word of Mouth Marketing und Werbung in der strategischen Mediaplanung“ halten. Der Vortrag findet um 15:00 h am Stand C-068 der AGOF in der dmexco Halle 8 statt. Agenturen der dmexco Agency Lounge können bei Interesse auch individuelle Lounge-Präsentationen des WOM Vortrages bei der AGOF Akademie anfragen.  Weitere Infos folgen.

Abseits der Messetermine und -vorträge steht MR. WOM natürlich auch gerne für individuelle Termine und Gespräche rund um die Themen Word of Mouth, WOM Kampagnen via Kjero.com, Buzz oder Empfehlungsmarketing zur Verfügung – Mail oder Anruf genügt.

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PS: Für die Teilnehmer der sobu.ch Empfehlungsmarketing Session an der Suisse EMEX hat sich MR. WOM etwas ganz besonders einfallen lassen: Das WOM Starter Kit – gefüllt mit spielerischen Überraschungen zum selber-wommen.