Scharfes WOM Food in Konstanz

Letzte Woche durfte MR. WOM einen Word of Mouth Marketing Strategie Workshop in Berlin für eine nationale Restaurant Marke durchführen.

CurryConstanz

Da passt es ganz gut, dass am gestrigen Samstag die Eröffnung eines neuen Gastronomie-Anbieters in Konstanz stattfand, der sicher in Zukunft von sich Reden machen wird: Dem Curry Constanz.

Zusammen mit seinem Crowdfoods Partner Jay F. Kay hat MR. WOM das Curry Constanz ausprobiert und auch mal aus WOM Sicht begutachtet.

Scharf, Schärfer, Curry Constanz?

Der Macher des Curry Constanz – Tom Kuschel, der auch schon mit dem Massanzug-Geschäft Massnahme für Gesprächsstoff sorgt – wollte die beste Currywurst der Stadt in Konstanz etablierten.

WurstderStadt

Also entwickelte er zusammen mit der lokalen Metzgerei Müller eine Wurst mit sowie dem 2-Sterne Koch Dirk Hoberg vom Konstanzer Ophelia eine entsprechende Sauce und mietete sich in Räumlichkeiten bei der Sportsbar Abseits ein.

Neben dem Curry Constanz Laden startet an 25.5. dann auch noch ein Lieferservice und einen Imbisswagen gibt´s noch dazu. Leider wurden MR. WOM die tollen Roller nicht gezeigt, aber man findet sie hier auf der Instagramseite:

Der Geschmackstest

Aber schauen wir zuerst mal auf die Wurst (denn um die geht es ja schliesslich bei einem Currywurst Laden). Die 1. Frage bei der Currywurst ist ja immer…

Dazu meint Betreiber Tom, dass in Süddeutschland oft die Currywurst auch als rote Wurst verzehrt wird und man es hier nicht so sehr gewohnt ist 1. eine Kalbswurst als Currywurst und 2. noch dazu diese ohne Darm zu essen. Dennoch sollte sie zart im Biss sein – daher ist folgerichtig die Curry Constanz Wurst..

Facebook

Bilder: Screenshot Facebook Seite Curry Constanz

Was sicher noch scharf von den Gästen diskutiert werden wird.

Dazu gibt es die mit Hoberg auf Tomatenbasis entwickelte Sauce, die man dann mit drei Schärfegraden (Pussy, Rambo & Killer) an Currypulver kombinieren kann. Ergänzend dazu gibt es Brötchen (Weckle, Schrippen), Pommes oder Salat. Insider essen die sogenannte „Armageddon-Platte“.

Menü

Es gibt zwei Sorten Currywurst: die klassische mit Kalbsfleisch (Kenner wissen, dass da aber auch immer Schweinefleisch enthalten ist) und eine Geflügelwurst als Halal-Variante. Jay und MR. WOM machten den Test und probierten beide (links die mit Geflügel-, rechts die Kalbsfleisch).

KalbvsGeflügel

MR. WOM´s Meinung im Geschmackstest:

Die Kalbs-Currywurst war richtig lecker, sehr fein, knackig aber doch nicht zu fest im Biss. Die Geflügelwurst fand MR. WOM etwas zu grob und hart im Biss  (obgleich der Darm der Gleiche ist, da liegt es sicher auch an der gröberen Füllung) und zudem war diese Wurst einen Ticken zu salzig für MR. WOM´s Gaumen. Hier ist sicher noch Luft nach oben für eine Optimierung.

Die Sauce ist wirklich sehr schmackhaft, im harmonischen Gleichgewicht von Säure und Süsse. Die Schärfegrade beim Currypulver waren alle gut verträglich – selbst der schärfste („Killer“) war noch gut verzehrbar.

Dem Jay hat´s auch gut geschmeckt, und das will was heissen bei einem Currywurst-Profi-Degusteur.

CurryLike

Aber die Geschmäcker sind ja verschieden – am besten Ihr probiert selber.

Last but not least der Service: Trotz des bei jeder Eröffnung üblichen Start-Chaos (und dem grossen Andrang) war der Service freundlich und schnell. Das Team ist zudem offen für konstruktive Kritik und Verbesserungen und die Kommunikation ist bezüglich der Produkte und ihrer Zutaten sehr transparent (klar: das Rezeot der Sauce bleibt logischerweise geheim).

TOPWOM oder NOWOM?

Nach dem dem kulinarischen Test kommt nun der WOM Test – ist das alles weitererzählbar und wodurch? Curry Constanz hat hier neben dem Produkt (was einfach gut sein muss, sonst wird es nicht empfohlen) schon ganz gut die Hausaufgaben gemacht.

Was macht das Curry Constanz „wommig“?

Sprache & Storytelling: Eine eigene, provokante Sprache – z.B. bei den Curry-Typen („bist Du Pussy, Rambo oder Killer?“) oder die „Armageddon Platte“

Schärfegrade

Der Hintergrund des Produktes („Die Soße“ usw.) wird via Storytelling im Laden dargestellt (siehe Bilder oben zu den Produkten). Und auch vor dem Laden wird die spezielle Sprache gepflegt:

SuppedesTages

Gesprächstarter: Die Schärfegrade und ihre Bezeichnungen selbst dienen als Gesprächsstarter. Man hat schnell ein Thema mit Freunden („welcher Typ bist Du?“) und kann sich im „sportlichen“ Wettkampf vergleichen (gerade Männer, die eher mal eine Currywurst essen, lieben diese Art des sportlichen Wettstreits).

Zudem hat das Curry Constanz eine Reihe von weitererzählbare Werbe-Slogans im Sinne teilbarer Content entwickelt, die sicher gerne auch sozial-medial geteilt werden:

CurryStarter

Bilder: Screenshot Facebook Seite Curry Constanz

Doch ein wenig Optimierung gibt es auch hier noch in Sachen WOM (allerdings auf hohem Niveau):

  • Es gibt schon ein paar tolle Nutzerstories auf Facebook. Diese könnte man durch einfaches Reposting noch sichtbarer machen und den Kunden damit mehr auf die Bühne heben.
  • Auch fehlen MR. WOM noch die Bewertungen (Ratings) auf der Facebookseite.
  • Die Armageddon Platte hat was – es ist sozusagen die Curry Constanz XXL Portion. Aber ihr fehlt in punkto „Auffälligkeit“ noch ein wenig die Sichtbarkeit. Das würde auch den Gast, der „Armageddon“ bestellt, etwas mehr wertschätzen und ihn als besonderen Gast „adeln“. Hier könnte man z.B. die Sichtbarkeit durch Wunderkerzen oder ähnliche „Effekthaschereien“ sehr einfach erhöhen.

Fazit: Curry Constanz ist ein absoluter TOPWOM. Geschmacklich wie auch fachlich.

MR. WOM dankt dem Team von Curry Constanz für die Einladung zur Eröffnung und wünscht weiterhin gute Empfehlungen!

CurryConstanz-Team

Transparenzhinweis in eigener Sache (Disclosure): MR. WOM wurde via Facebook-Einladung auf die Eröffnung aufmerksam und durfte die Currywurst gratis probieren. Curry Constanz ist kein Kunde von MR. WOM.

 

WOM beginnt mit W – wie Wertschätzung

MR. WOM wird immer wieder gefragt, wie man eigentlich Menschen zum Weiterempfehlen motivieren kann.

Eine der wichtigsten Grundlagen hierfür ist die Wertschätzung, die man seinen Nutzern, Kunden, Fans, potentiellen Konsumenten, Mitarbeitern und Geschäftspartnern entgegenbringt.

Anne Schüller schreibt dazu in Ihrem Buch „Das neue Empfehlungsmarketing„, Marken sollten „Spitzenleister der Herzen“ sein und ihren Fans etwas „Lohneswertes geben“:

  • ernst und wichtig genommen werden
  • das, Gefühl, jemand Besonderes zu sein
  • die Möglichkeit, sinnvolle Beiträge zu leisten
  • eingebettet in eine große Gemeinschaft zu sein
  • Teil von etwas ganz Großem zu sein

Wer das heute optimal umgesetzt hat ist Twitter mit seiner Dankesmail (die heute wahrscheinlich rund 300 Mio. Menschen bekommen dürften).

Twitter

 

Kritiker werden nun sicher sagen, das ist ja nichts Besonderes. Und sie liegen richtig damit: Es ist keine grosse Sache, einfach mal „Danke“ zu sagen. Oder einem Kunde die Bestätigung zu geben, dass er mitgeholfen hat, Wirkung gehabt hat oder man Dank eines Feedback etwas verbessern konnte.

Dennoch hapert es gerade in punkto genau dieser Wertschätzung noch bei vielen Marken, wie eine Studie von Edelman zeigt:

Wertschätzung

Es sind oft nur die kleinen Dinge, die es ausmachen, empfehlenswert zu sein – wie MR. WOM auch schon selber erleben durfte.

In diesem Sinne: Danke an alle Leser für das Feedback, die Empfehlungen, Likes, Shares, (Re)Tweets. Bleibt wertschätzend und dankbar Euren Stakeholdern gegenüber.

 

Weitererzählbares und weniger Empfehlenswertes am #twfondue im Baracca

Am Samstag des vergangenen Wochenendes ist MR. WOM wieder dem Ruf von @swissky zum Twitterer Fondue Treffen (#twfondue) in´s Barraca gefolgt.

Nachdem letztes Jahr das #twfondue im Baracca am Flughafen stattfand, trafen sich die Twitterer dieses Jahr eher in kleiner Runde im Barraca auf dem Zürichberg.

Der WOM zum #twfondue und zum Barraca

Viel gezwitschert wurde übrigens nicht, dazu waren wir viel zu sehr in unsere Gespräche vertieft und mit dem Käse Fondue beschäftigt – wer was dazu lesen will, schaut hier nach. Der Offline WOM untereinander war also wichtiger.

Zu Beginn sassen wir bequem am Feuer zusammen, auch Weinauswahl, Käsefondue und Desserts wie auch das Ambiente und der Blick von der Terrasse auf Zürich hinunter waren gut und stimmig und machen die Location durchaus zu einem weitererzählbaren Erlebnis.

Allerdings war der Service doch etwas „speziell“: Zuerst gab es Seltsamkeiten bei der Auswahl der normalen und der grossen Tavolata (Vorspeise), dann ein wenig Durcheinander beim Dessert (gross-Bestelltes kam erst klein daher) und zu guter Letzt mussten wir sehr viel Ausdauer haben bei der Bezahlung. Übrigens: wer im Barraca mit der Postkarte (oder teils ähnlichen Zahlungsmitteln) zahlen möchte, sollte gute Freunde mit Bargeld mit dabei haben.

Was auch ein wenig wundert – zumindest MR. WOM: Das Barraca verrechnet für 0.5 l Hahnenwasser 5 Franken. Ob das jedem schmeckt und positiven WOM erzeugt?

Gute Inspiration zum Schluss

Abseits des Service wurde MR. WOM dann doch gütlich gestimmt. Der Grund lag in dem analogen Weitererzähltool des Barraca. Dort bekommt man nämlich zum Schluss des Essens einen Korb mit Postkarten, mit denen man Freunden einen Fondue-Gruss (o.ä.) senden kann – einfach Postkarte schreiben, Adresse drauf und das Barraca versendet dann die Karten gratis.

https://pbs.twimg.com/media/CU7LrvoUwAACQaY.jpgEine einfache, aber gelungene Idee, um zum Weitererzählen anzuregen. Allerdings sollte dann auch der Service passen, sonst könnten die guten Weiterzähltools eher das Gegenteil erzeugen…

Danke allen Teilnehmern des #twFondue 2015 für die tollen Gespräche und @swissky für die Organisation.

 

US Craft Brauer Ballast Point erlöst eine Milliarde – auch Dank Word of Mouth

Gestern meldete u.a. das Manager Magazin, dass der Getränkekonzern Constellation Brands – der grösste Weinproduzent der Welt und im Biermarkt u.a. mit Corona aktiv – den US Craft Beer Hersteller Ballast Point für ein Milliarde US Dollar übernimmt.

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Bild via Flickr: CC Lizenz by Didriks

Das ist nicht nur für für den Markt der Craft Brauereien eine ziemlich „wommige“ Sache, sondern auch für die Marketing Disziplin Word of Mouth ein grosser Erfolg. Denn Ballast Point – wie viele andere „Handarbeits“-Biere auch, ist eine Marke, die fast ausschliesslich auf Word of Mouth im Marketing setzt.

Der Milliarden WoM

Ob in den USA oder in Deutschland – die Szene der Craft Brauer setzt seit Anbeginn auf Mundpropaganda, Empfehlungen und Kollaboration mit den Kunden statt auf traditionelles Marketing und hat erfolgreich aus der Not fehlender Werbe-Budgets eine Tugend gemacht. Der WoM ist dabei durchaus in der DNA der Craftbrauer verankert – wie bei vielen Graswurzel-Bewegungen:

Getrieben von Konsumenten, die keine Lust mehr auf den Einheitsgeschmack der Massenbiere hatten, fingen einige wenige als Heimbrauer an, entwickelten mehr und mehr Expertise und tauschten sich untereinander aus. Netzwerke und eine sehr kreative und aktive Szene entstanden und mit ihr spezielle Biere mit weitererzählbaren, weil andersartigen, verrückten Marken- und Produktnamen, die man wie Wein verkosten kann. Man probierte neue Bierkreationen, teilte sein Wissen zum Selberbrauchen, tauschte sich aus und bekam Feedback für Verbesserungen und Empfehlungen.

Wie Ballast Point Word of Mouth Empfehlungen generiert

So setzte auch Ballast Point seit dem Start auf spezielle Bier-Events, etwa “Beginner Brew Class” oder „Hoppy Yoga„, bei denen Kunden einen kleinen Betrag zahlten und hinterher ein „Social Beer“ miteinander tranken.

Ja – Sie haben übrigens richtig gelesen – bei „Hoppy Yoga“ macht man zusammen Yoga und trinkt danach ein Bier zusammen. Das Ganze findet direkt in einer der kleinen Craft Brauereien statt – z.B. im Brauerei-Lager.

Auch gab es „Tasting Rooms“, in denen die zahlreichen Biervariationen der Craft Brauer verkostet wurden, ähnlich einer Weindegustation. Hierzu wurden meist noch sogenannte „Food Trucks“ miteingeladen – mobile Imbisswagen mit neuen Foodkreationen wie etwa in Deutschland das Running Mhhh – die Maultaschen als Burger oder „Currywurst“ anbieten.

So wurden verschiedene Szenen und Netzwerke miteinander verknüpft, was es der Mundpropaganda leichter macht, grössere Reichweite und Wirkung zu entfalten.

All diese Events geben den Kunden vertieftes Wissen zum Produkt, beim sozialen Bier bleibt man gerne länger für ein Bier mehr zusammen, bekommt ein spezielles Zusammengehörigkeitgefühl und eine Community entsteht, aus der heraus jede Menge Empfehlungen und Gesprächsstoff über eine Craft Brauerei entstehen. Und das zog natürlich auch eine digital Buzz Welle nach sich:

Bier Aficionados und Blogger teilten ihre Bewertungen von Degustationen und Events auf Facebook, Twitter, Instagram etc.. Ballast Point nutzte dies, in dem sie eigene Seiten in den einschlägigen Social Networks aufbauten, inklusive Linkedin und Youtube. Speziell Youtube ist für Ballast Point dabei ein wichtiger Kanal, auf dem die Marke Brauereiführungen, den Brauprozess und Verkostungs-Test neuer Sorten zeigen.

Dabei spielt die Vielfalt der Sorten und immer neue Experimente mit neuen Geschmacksrichtungen eine wichtige Rolle – sie geben der treuen Kunden-Community stetig jede Menge neuen Gesprächsstoff.

 

WOM @ Suisse EMEX 2015

Anfang des Jahres stellte MR. WOM die Prognose, dass 2015 das Jahr des WOMs in DACH werden könnte. So ganz falsch war das wohl nicht – bis August 2015 wurden bisher über 130 WOM Kampagnen in DACH durchgeführt.

Auch was die Zahl der Vorträge und Fachbeiträge zum Thema anging, war es bisher ein sehr „wommiges“ Jahr in DACH. So durfte MR. WOM u.a. als Referent beim „AGOF Talk zu WOM“ und der w&v Marketing Convention mitwirken – und weitere Termine stehen an.

Wie aktuell am Dienstag, 25.08.2015, an der Suisse EMEX in Zürich, bei der MR. WOM nicht nur eine Keynote halten darf, sondern auch ein kleines  Praxisforum mitgestalten darf.

Word of Mouth und Collaborative Marketing am 25.08.2015 an der Suisse EMEX

Mundpropaganda und Empfehlungen, Social Media Buzz, Online Ratings & Reviews und User generated Content nehmen heute immer stärker Einfluss auf die Kaufentscheidung von Kunden. Warum, wieso und weshalb, zeigt der Vortrag von MR. WOM:

Vortrag „Word of Mouth ist die beste Werbung“ am 25.8.15, 9.30 h, Online Forum, World of Digital Business, Halle 6, Stand 6.400

Link: http://www.suisse-emex.ch/besucher/forenprogramm/

Wie Marken die neue Konsumentenmacht für sich nutzen können, in dem sie ihre Kunden als freiwillige Assistenten im sogenannten Collaborative Marketing einbinden, zeigt danach am Nachmittag dann das Praxisforum zum Thema in vier Impuls-Sessions inklusiv Wissensaustausch und Fragerunde:

  • 14.00 – 14.30 Uhr Intro: Collaborative Marketing – Definition, Relevanz, Anwendungen
  • 14.30 – 15.00 Uhr Impulssession 1: Fallbeispiele zu Erfolgsfaktoren von Word of Mouth Marketing (by MR. WOM)
  • 15.00 – 15.30 Uhr Impulssession 2: Storytelling – Wie man mit Content zum Weitererzählen off- und online anregt (by Markus Gabriel, Angelink)
  • 15.30 – 16.00 Uhr Impulssession 3: Word of Mouth Marketing Kampagnen als neue Mediaform in der Schweiz –Best Cases (by MR. WOM)
  • 16.00 – 16.30 Uhr Impulssession 4: Community driven Communication & Campaigning (by Florian Wieser, The Relevent Collective)
  • 16.30 – 17.00 Uhr Collaborative Marketing Panel: Offene Diskussion und Wissensaustausch mit den Teilnehmern

Praxisforum 2 „Collaborative & Word of Mouth Marketing“ am 25.8.15, 14.00 – 17.00 h Praxisforum 2, World of Digital Business, Halle 6, Stand 6.211

Link: http://www.suisse-emex.ch/besucher/praxisforum-2/

Hallenplan Halle 6: http://s.emex.bwkunden.com/1440073464/emex_hallenplan-halle-6_web.pdf

Karten gibt es unter: http://www.suisse-emex.ch/besucher/ticketing/ – einige Aussteller bieten Gratistickets an, etwa:

10 Fakten zu Collaborative Marketing – eine Grafik zur Einstimmung

Passend zur EMEX15 hat trnd – Europas führender Anbieter für Collaborative Marketing – eine kleine Infografik mit ein paar Zahlen & Fakten zu Word of Mouth und Collaborative Marketing zusammengestellt:

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Aktuelle WOM Dates – Termine rund um Word of Mouth & Collaborative Marketing

Die Sommerpause ist nun (zumindest in der Schweiz) fast vorbei und es stehen wieder ein paar neue spannende Marketing Fachevents für den August und September 2015 an – wiederum mit jede Menge Mundpropaganda, aber auch Collaborative Marketing Themen.

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Word of Mouth Termine im Überblick

  • 14.08. – 16.08.2015: Barcamp Schweiz | Zürich
  • 25.08. – 26.08.2015: Suisse EMEX Marketing Messe | Zürich | Vortrag & Praxisforum zu Word of Mouth / Collaborative Marketing
  • 02.09. – 03.09.2015: Werbewirkungsgipfel | Köln | mit „Collaborative Marketing“ Stand von trnd
  • 16.09. – 17.09.2015: dmexco | Köln | Vortrag von MR. WOM für trnd zu Collaborative Marketing (Vortrag am 16.09.2015 von 16:00 – 16:45 h, Halle 6, Seminarraum 5)
  • 24. – 25.09.2015: NEXT Digitalkonferenz | Hamburg | Themen: How we will live /(move, work, shop, make & play)

Termine im Detail

Am 14. – 16.8. findet wieder das Barcamp Schweiz in Zürich statt – eine gute Möglichkeit nicht nur Digitales zu erleben und kollaborativ zu diskutieren, sondern auch eine hervorraggende Möglichkeit, um digitale Influencer zu treffen. Daher reut es MR. WOM auch ziemlich, dass er dieses Jahr (aus familiären Gründen) nicht wieder an dem gut von Hofrat/Suess und Thomas Gemperle vorbereiteten Event im Zentrum „Karl der Grosse“ teilnehmen kann.

Am 25. & 26. August geht es dann weiter mit der Marketingmesse Suisse EMEX in Zürich. Hier darf MR. WOM am 25.08.2015 um 9:30 h nicht nur eine Keynote zu „Word of Mouth ist die beste Werbung“ halten (Online Forum, Halle 6, Word of Digital Business, Stand 6.400), sondern auch am Nachmittag ab 14 h zusammen mit Markus Gabriel von Angelink und Florian Wieser von The Relevent Collective das Praxisforum 2 zu „Collaborative Marketing“ mitgestalten.

Vom 02.09. bis 03.09.2015 ist dann der Werbewirkungsgipfel in Köln, bei dem trnd mit einem „Collaborative Marketing“ Stand teilnehmen wird. Dort gibt es spannende neue Insights zur Wirkung und Return on Word of Mouth & Collaborative Marketing. MR. WOM wird für trnd ebenfalls am Werbewirkungsgipfel teilnehmen.

Am 16.09.2015 darf Mark Leinemann (alias MR. WOM) dann in seiner Funktion als Sprecher für trnd seinen Vortrag „Warum Collaborative Marketing die Brücke zum Kunden ist – und die Zukunft im Marketing“ an der dmexco halten. Der Vortrag findet am 16.09. von 16:00 – 16:45 Uhr im Seminarraum 5 der Halle 6 der dmexco (KölnMesse) statt.

WICHTIG: Wer zu dmexco 2015 kommen möchte, sollte sich noch bis spätestens 17.08.2015 bei der dmexco um ein kostenloses Messeticket kümmern – denn danach kosten die Tickets nämlich ab 99 € pro Person.

Am 24.09. & 25.09.2015 begibt sich dann die NEXT Digitalkonferenz in Hamburg auf die Suche nach dem Verbraucher von morgen – und behandelt die Zukunfts-Themen: How we will live: move, work, shop, make & play. Ob MR. WOM teilnimmt, ist noch offen (Akkreditierung nur nach Voranmeldung und Einladung). Die NEXT15 wird sicher inhaltlich spannend wie unterhaltsam werden: Erstmals nach 6 Jahren wieder in Hamburg, werden politische mit wirtschaftlichen Zukunftsthemen behandelt und der Event kulturell mit dem Reeperbahn Festival – Deutschlands größtem Clubfestival – verknüpft. Das verspricht ein interessante Mischung zu werden – irgendwo zwischen re:publica, TED(X) Event und dmexco angesiedelt.

Wer von den geschätzten Lesern von MR. WOM ist wann wo bei welchem Event? MR. WOM freut sich auf das persönliche Treffen an einem der o.g. Events.

 

MR. WOM goes trnd – was bleibt und was sich ändert

Nicht nur die Spatzen zwitscherten es mittlerweile „vom DACH“, auch die Medien haben schon darüber berichtet: MR. WOM alias Mark Leinemann ist nun bei trnd an Bord – dem führenden Anbieter für Collaborative Marketing in Europa (siehe Meldungen z. B. von New Business oder der  Handelszeitung sowie die offizielle Meldung von trnd).

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Bildquelle: Martin Kroll W&V

Da darf natürlich – auch im Sinne der Transparenz – eine Stellungnahme von MR. WOM im Blog nicht fehlen (auch wenn diese als MR. WOM im gewohnt typischen Stil der 3. Person singular verfasst ist, ist als Absender damit durchaus Mark Leinemann in der 1. Person singular gemeint):

Zuerst einmal ist MR. WOM sehr glücklich und dankbar, mit und für trnd tätig werden zu dürfen und freut sich auf die erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Kollegen bei trnd.

Die Entscheidung zur Tätigkeit für trnd war wohl überlegt und wurde von MR. WOM´s Mission geprägt, einerseits seinen Kunden optimale „WOMMablity“ (Weitererzählbarkeit) auf hohem Niveau zu bieten und andererseits als „Botschafter“ das Thema Word of Mouth im Markt bekannter zu machen.

In der Position als Client Service & Consulting Director darf MR. WOM nun neben der Beratung und Umsetzung von Collaborative Marketing Lösungen für Marken in Deutschland, Österreich und der Schweiz die trnd DACH GmbH auch als “Erster Botschafter” für Collaborative Marketing in der Öffentlichkeit vertreten – z.B. als Speaker bei Kongressen und Events (wie etwa der W&V Marketing Convention am 16. Juni 2015).

Mitentscheidend war dabei sicher auch, dass MR. WOM – neben seiner Tätigkeit für trnd – auch nach wie vor MR. WOM bleiben darf.

Was bleibt und was sich ändert

Wer MR. WOM besser kennt, der weiss, dass MR. WOM auch in der Vergangenheit zusätzlich zu seiner Tätigkeit als MR. WOM bereits für andere Word of Mouth Anbieter aktiv war.

So unterstützte er u.a. bis Ende 2014 ein österreichisches Word of Mouth (WoM) Startup im Bereich Strategie, Sales und Business Development und verantwortete von 2010 bis 2012 die Vermarktung eines holländischen WoM Anbieters in D A CH.

Diese Kombination macht damals wie heute Sinn, bietet sie interessierten Kunden doch die Möglichkeit eines 360 Grad One-Stop-Services im Bereich Word of Mouth Marketing – vom Knowledge Transfer via Blog, Key Notes, Seminare und der Strategieberatung über die Umsetzung von Kampagnen bis hin zu Systemen und Solutions für Word of Mouth Marketing.

Daran ändert sich auch jetzt nicht viel für Marken und Marketingverantwortliche, die nach dem optimalen WoM suchen. Bestehende und neue Kunden dürfen sich daher auch in Zukunft bei MR. WOM über ein breites Angebot folgender Word of Mouth Marketing Services freuen:

Gleichwohl gibt es auch ein paar Änderungen – zum Vorteil für Kunden von MR. WOM:

Durch die Tätigkeit von MR. WOM für trnd profitieren Kunden von der 10-jährigen Erfahrung von trnd aus mittlerweile 800 WoM Kampagnen.

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 Bild: trnd

Darüber hinaus können Kunden von MR. WOM die im Markt erprobte IT-Lösung trndsphere™ für das Collaborative Marketing mit ihren Konsumenten im Sinne einer Branded Community nutzen. Mit der SaaS (Software as a Service) Lösung von trnd lassen sich Collaborative Marketing Tools als Kampagnen und als Social CRM individuell, schnell und einfach in jede bestehende Marketing- und Softwarelandschaft integrieren.

Kunden von MR. WOM haben dadurch doppelte Vorteile: individuelle und kreative Beratung und Wissensvermittlung in Sachen WoM und umfassende Collaborative Marketing Lösungen für Word of Mouth Marketing Kampagnen, die CoCreation via Realtime Consumer Insights zur Produktentwicklung und die Generierung von Social Content.

Wer noch mehr wissen will, oder auch Interesse an den Möglichkeiten des Collaborative Marketings via trnd hat, der hinterlässt einen Kommentar hier im Blog oder meldet sich direkt bei MR. WOM – denn Word of Mouth beginnt immer mit einem Gespräch 😉

MR. WOM freut sich über Ihr/Euer Feedback.

Marketing mit und für Menschen

Die Marketingbranche steht diese Woche ja bekanntlich ein wenig unter dem Einfluss des Cannes Lions Festivals. Seit 21.6. wird in Cannes über Kreativität, Werbung und Marketing gesprochen und es werden die begehrten Löwen-Award verliehen.

MR. WOM ist natürlich neugierig, wohin dieses Jahr die Marketing (P)Reise geht. Auf Spiegel online stolperte MR. WOM heute über einen Beitrag der Werber Stefan Kolle und Fabian Frese zu den neuen „Kreativtiteln“ in der Branche, die das digitale Business so mit sich bringt.

Dabei wird auch auf die Veränderung der Branche durch die digitale Transformation eingegangen (Zitate aus dem Artikel bei Spiegel Online):

Heute brauchen Marken und Produkte unendlich viele Fachleute, um sich Gehör zu verschaffen. […]

Es reicht nicht mehr, Werbebotschaften für Produkte in die Welt zu senden. Marken wollen selbst zum Gesprächsthema werden. Viele Filme, Apps und Events werden mit hohem technischen Aufwand einzig entwickelt, um im Netz für Gesprächsstoff zu sorgen.

Und es werden auch schöne Beispiele der über 3.000 Wettbewerbsbeiträge im Bereich Film genannt, von denen

mittlerweile weit über die Hälfte ausschließlich fürs Internet konzipiert wurden.

Die Welt des Marketings ist komplexer geworden. Doch auch wenn mit Online. Mobile, Social neue Möglichkeiten der Vernetzung mit dem Kunden bestehen, wird oft immer noch an den alten Denkmuster festgehalten.

Marketing for people

Das zeigt auch das inspirierende Video vom Vortrag von Keith Weed – Marketingleiter von Unilever – der gestern über das „Marketing for People“ gesprochen hat.

Keith Weed zeigt darin tolle Beispiele, was Marketing (oder besser gesagt doch meist nur Werbung, was nur ein Teil des Ganzen ist) wie heute für Menschen machen kann – auch durch den Einsatz neuer Technologien.

Der Ansatz ist die Weiterentwicklung des bisherigen Unilever Denkens auf das Marketing: „Marketing at people – broadcasting“ haben sie bisher gemacht, „Marketing with people“ machen sie gerade (damit meint er sicher vor allem die Social Media Aktivitäten) und in Zukunft geht es um „Marketing for people“.

Dabei geht vor allem um (kreative) Ideen (Ideas), sprich gute Marken-Stories und Storytelling – Vertrauen (Trust), das die Marken durch Vernetzung mit dem Kunden erzeugen müssen – und um Transformation bisheriger Geschäftsmodelle hin zu einem nachhaltigen Zweck und Sinn für Menschen. Er nennt dies „connecting purpose with purchase“ – und er ruft andere Marken auf – „we can do good and well for people“ – dies zusammen, gemeinsam zu machen.

Der richtige Ansatz – aber noch stark werbegefärbt

Unilever geht den richtigen Weg im Marketing – das zeigt auch der Erfolg des Unternehmens. Doch dieser ist immer noch stark aus der Sicht der Marke geprägt: Brand Stories & Storytelling, Werbung als Content (Marketing), Produkte als Sinnstifter und Vernetzung mit dem Kunden, um bei ihm neues Vertrauen aufzubauen. Dabei erinnert „Marketing for people“ etwas an den Ansatz der Kundenorientierung aus den 90er Jahren – was dann eigentlich ein Rückschritt wäre, wenngleich auf anderem Niveau.

Bei der Betrachtung von Keith Weeds fehlt etwas, das eigentlich bei Unilever schon da ist – zumindest sagt Unilever, dass sie es schon tun: Die Kollaboration mit dem Kunden – eben „Marketing with people“.

Und damit schliesst sich der Bogen zum o.g. Spiegelartikel: Gute Brand Stories, tolles Content Marketing, Vernetzung mit dem Kunden in Social Media ist aus Sicht der Werbemacher und Marken sicher erfolgreich, erzeugt jede Menge (sozial-medial skalierenden) Gesprächsstoff und steigert den Absatz mehr als das bisherige traditionelle Marketing.

Als Absender fungiert dabei jedoch immer noch die Marke, die sich inszeniert. Vielleicht erwartet man aber hier auch zu viel von Werbern und Werbetreibenden – in deren Welt muss das Ergebnis vielleicht auch so sein, sie können es sich nicht anders denken.

Allerdings könnte man noch mehr Potential entfalten, wenn man den Kunden statt der Marke auf die Bühne stellt und ihn tatsächlich auch mit einbezieht: Bei der Vermarktung (Word of Mouth), bei den Stories (User generated Content) und bei der Produktentwicklung (CoCreation).

Das erzeugt nicht nur mehr Vertrauen, sondern loyaleres Engagement und bessere Produkte mit menschengerechterem Nutzen – von Menschen für Menschen – durch und mit Menschen – und nicht nur mit anderen Marken. Denn letztlich weiss der Kunde es immer besser als eine Marke, welche Story er glaubwürdig wem erzählt und was er wirklich braucht.

Update 26.06.2015: Mein Seminarkollege an der Suisse Emex, Markus Gabriel von Angelink, hat speziell das Thema Content Marketing und die Anforderungen an Agenturen in seinem Artikel bei der Medienwoche (ebenfalls gestern) umfassend und treffend vertieft – als Ergänzung zu meinem Beitrag hier sehr empfehlenswert.

Neue Burda Studie bestätigt #WoM Erkenntnisse – setzt aber den falschen Fokus in der Interpretation

Letzte Woche veröffentlichte die Absatzwirtschaft einen Beitrag zu „Bezahlte Werbung und eigene Medien aufeinander abstimmen„, der auf der aktuellen Studie „Converged Media“ von C3 Creative Code & Content und Burdas Vermarkter BCN basiert.

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Befragt wurden 3709 Menschen zu ihrer Mediennutzung (paid, owend & earned media) in Bezug auf die Kaufentscheidungen in den Bereichen Kosmetik, Fashion, Luxus (Uhren und Schmuck), Telekommunikation und Automobile – allesamt Branchen, die – bis auf Autos beim eigentlich Kaufakt – auch stark eCommerce affin sind. Kernaussage des Artikel lt. Absatzwirtschaft dabei ist:

Der Einsatz von bezahlter Werbung (Paid Media) sollte inhaltlich an die eigenen Medien der Marken (Owned Media) gekoppelt sein. Denn mehr als 40 Prozent der Konsumenten nutzen die markeneigenen Kanäle, etwa Händler-Websites oder Newsletter, schon in der Aufmerksamkeitsphase, also zeitlich gesehen weit vor dem eigentlichen Akt des Kaufens. (Zitat Absatzwirtschaft)

MR. WOM hat sich die Studienergebnisse einmal genauer angesehen und festgestellt, dass der Fokus der Grundaussage der Studie wie des Artikels auf „Paid“ und „Owned“ Media ein wenig falsch gesetzt ist.

Neue Studie von Burda bestätigt bisherige Customer Journey Erkenntnisse im Bezug auf Word of Mouth – das ist gut

Es ist natürlich verständlich, dass ein Medien- (sprich Werbeplatz-) Vermarkter lieber den Fokus auf Paid Media bei seinen Studienergebnissen legt.

Aber die Ergebnisse der Studie sagen doch eigentlich etwas anderes aus: Neben den Internetshops (Platz 1: 58%) sind es vor allem Earned Media (also Word of Mouth) Touchpoints (Plätze 2 – 4 mit 42 – 49%), die für den Kaufentscheid zählen, allen voran die persönlichen Empfehlungen von Familie und Freunden. Owned Media (Kundenmagazine) folgt mit 35%, Suchmaschinen (Google – von Burda als „Bezahl Medium“ bezeichnet ) folgen mit 33 %, und dann erst z.B. Werbung in Zeitschriften mit 22% oder in Zeitungen mit 15%.

Damit werden zum einem die Erkenntnisse der Accelerom Touchpoint Studie aus der Schweiz von 2014 bestätigt, andererseits auch die Zahlen zu Word of Mouth von Keller Fay aus den USA oder die Nielsen Glaubwürdigkeitszahlen.

Das ist insofern gut, da nun immer mehr verlässliche Marktdaten zu Word of Mouth auch in Deutschland vorliegen, welche die Daten aus Übersee (dort ist man wesentlich weiter mit der Forschung) bestätigen. Das dürfte auch die Kritiker von Word of Mouth etwas verstummen lassen, die immer gerne behaupten „dass die Erkenntnisse zu Empfehlungen aus den USA nicht auf Europa übertragbar sind, da es andere Kulturen sind“. Daher Danke an Burda für diese Studie.

Unklarheit bei den Studienergebnissen der einzelnen Customer Journey Phasen – das ist weniger gut

Schaut man sich jedoch die Ergebnisse für jede der untersuchten Kaufent-scheidungsphasen (Aufmerksamkeit > Information > Vergleich > Kauf > Nach dem Kauf) an, weist die Studie allerdings ganz andere Werte für Owned und Paid Media Touchpoints aus – nämlich wesentlich bessere als ggü. Earned Media. Und da musste MR. WOM sich schon ein wenig die Augen reiben und wird auch nach dem dritten Durchlesen der Studie nicht schlau draus.

Dazu auszugsweise nur ein Beispiel: In der Phase der „Aufmerksamkeit“ wird die Empfehlung von Freunden von den Befragten mit einem hohen Nutzungsanteil wie auch einer hohen Eignung bewertet – und damit wesentlich besser als alle anderen Paid Media Kontaktpunkte (es wird sogar ausdrücklich festgestellt, dass z.B. Werbung in Zeitschriften eine geringe Nutzung hat). Dennoch wird Paid Media in den Detailanalysen der Phase „Aufmerksamkeit“ mit höheren Werten als Earned Media ausgewiesen.

Nun ja, MR. WOM ist kein ausgewiesener Marktforschungsexperte und kann sich irren, aber evt. möchte ja jemand von Burda/BCN oder C3 diese offensichtliche Diskrepanz – z.B. hier im Blog als Kommentar – aufklären?

Fazit: Die Burda Studie liefert einen wertvollen Beitrag für mehr Erlenntnisse im Bereich Word of Mouth & Earned Media – einige Erkenntnisse sind jedoch zu hinterfragen

Neben den o.g. Unklarheiten stellt sich auch die Frage nach der richtigen Interpretation der Ergebnisse, aber auch der Definition von Suchmaschinen als „Bezahlmedien“. Suchmaschinen sind zwar einerseits mit Werbung (im Fall von Google Adwords) belegbar, wichtiger sind jedoch die Online Bewertungen von Konsumenten als Earned Media Form, die als dynamischer Content gerne vorrangig in den Suchergebnissen angezeigt werden. Darauf weist Google z.B. selber hin in seinen Untersuchungen zum „Zero Moment of Truth„. Suchmaschinen sind also irgendwie beides: Paid wie Earned Media.

Die Aussage, dass Paid und Owned Media Touchpoints miteinander besser abgestimmt werden müssen, ist sicher zu begrüssen. Aber gilt dies nicht auch für Earned Media – sollte dies nicht auch in der Marketingplanung zusammen mit Owned und Paid abgestimmt werden? Und warum wird dies hier nicht in der Studie mit dargestellt?

Hierzu zwei ergänzende Empfehlungen von MR. WOM für alle Marketer:

1. Marketingverantwortliche sollten sich überlegen, wie Ihre aus der allgemeinen Customer Journey abgeleitete Earned Media Journey aussieht und welche Paid und Owned Massnahmen hier zu Earned Media führen können.

WOM-Journey

Denn es ist nun wirklich kein Geheimnis mehr, dass Werbung und Word of Mouth mit Owned Media gemeinsam mehr Absatz erzeugen. Das umso mehr, und da ist MR. bei seiner zweiten Empfehlung, wenn sie konsequent auf einen

2. User Story WoM Loop setzen. Sprich den durch Werbung und z.B. WoM Kampagnen ggf. erzeugten nutzergenerierten Content (Bilder, Ratings, Bewertungen etc.) via owned und paid Media Touchpoints in den Markt zurückspielen.

WOM-Loop

Was denkt Ihr – werte Leser – können die beiden o.g. Empfehlungen von MR. WOM  Marketern ggf. dabei helfen, die von der Absatzwirtschaft beschriebene „entscheidende Aufgabe, Paid, Owned und Earned über die gesamte Strecke des Kaufentscheidungsprozesses einzusetzen und aufeinander abzustimmen“, zu lösen? Oder muss man ganz andere Ansätze verfolgen?

MR. WOM freut sich auf Eure Kommentare dazu hier im Blog.

 

TOPWOM #1 der letzten Woche: Die Social Media Marketing Konferenz in Zürich

Die #SMM15 – immer wieder gut (auch wenn man nicht live dabei sein kann)

Wer – wie MR. WOM  (drei Events pro Woche sind definitiv einer zu viel) – letzte Woche nicht an der #SMM15 teilnehmen konnte, konnte zumindest online via Social Stream noch ziemlich viel inhaltlich mitbekommen von der Social Media Konferenz in Zürich.

Zum einen Dank der schnellen Live Blogger Su Franke und Walter Schärer die die Vorträge kommentierten, wie etwa den Facebook Vortrag von Thomas Hutter (verbloggt von Walter Schärer und noch mal hier von Su Franke – beide Posts sind lesenswert).

Zum anderen konnte man natürlich über den #smm15 einen ziemlich grossen Inhalte Strom auf Twitter den Event und die Reaktion mit verfolgen.

Wirklich sehr nützlich – vor allem für eine Aufbereitung im Nachgang – war aber der zu Konferenz erstellte Social Hub von cooa.la – dem Startup von Mike Schwede. Hier finden sich nämlich sämtliche Vorträge, der Live Buzz usw. als Zusammenfassung von der Konferenz.

cooala-socialhub Screenshot cooa.la Social Hub #smm15

Über die Social Hub fand MR. WOM dann auch den Vortrag von Mammut zum Thema „Gegentrend Facebook: Die unternehmenseigene Community“ (live verbloggt von Su Franke), der den strategisch richtigen Weg für das digitale Word of Mouth zeigt, das logischerweise auch Offline Empfehlungen generiert: Den Aufbau einer unternehmenseigenen Brand (Advocacy) Plattform.

 

Ausblick: Nächster Word of Mouth Marketing Event am 04.05.2015 im Microsoft Atrium Berlin:

Wer noch mehr zum Thema Word of Mouth Marketing erfahren will, kommt am 4. Mai 2015 (einen Tag vor der re:publica) nach Berlin ins Microsoft Atrium Unter den Linden. Dort findet ab 17 h der AGOF Talk zu Word of Mouth Marketing statt.

Hier findet Ihr mehr Infos zum AGOF #WOMTalk.