Mehr Gesprächsstoff durch Events

„Probieren weckt die Lust am Kauf“, das wusste bereits Euripides. Bei schnelldrehen-den, niedrigpreisigen Konsumgüter Marken kann man teilbare Probier-Erlebnisse bei Kunden durch den Einsatz von Samples (Mustern) oder Gratisprodukten – etwa im Rahmen von  WoM Kampagnen über Mund-zu-Mund-Marketing Plattformen wie Kjero.com –  noch relativ leicht erzeugen.

Rausch-Kjero

 

 

 

 

Bild: Aktuelle Rausch Testkampagne bei Kjero.com

Doch was machen Word of Mouth Marketer bei Produkten und Marken, die sehr hochpreisig sind (und daher keine Muster bereitstellen können) oder schwer teilbar sind? Und wie sieht WoM für wirtschaftliche, gesellschaftliche oder politische Personen und deren Ideen und Themen (die physisch nicht greifbar und damit nicht teilbar sind) aus?

Wie können hier Markenerlebnisse erzeugt werden, die als persönliche Stories von „Kunden“ via Word of Mouth weiterverbreitet werden?

Word of Mouth durch Marken Events

Ein gutes Mittel, nicht greifbare oder nicht leicht teilbare Güter und Services, erlebbar zu machen, ist die Veranstaltung oder Nutzung von Events. Wichtig dabei ist, dass diese Event besondere Wow Erlebnisse für die Teilnehmer bieten, damit diese auch zu Weitererzählern werden.

Die Marke IKEA macht dies bereits seit Jahren erfolgreich vor mit ihren Übernachtungsevents – welche zu jede Menge „Pillow Talk“ – zu Bettgeflüster – führen.

Pillow-Talk-Ikea

Photo der Präsentation von Sahar Hashemi, Mitbegründerin von Coffee Republic, am Schweizerischen Marketingtag 2014.

Die frisch gegründete Marke „Schwarz“, Hersteller des ersten digitalen Röhrenverstärkers der Welt, startete mit der „Taufe“ der ersten vier digitalen Röhrenverstärker Ende März 2014 eine Reihe von Events, die den Teilnehmern nicht nur einen musikalischen wie auch kulinarischen Genuss bot, sondern einen besonderen Wettstreit.

Der „Schwarz“ Verstärker verspricht ein ausserordentliches Klangerlebnis: Über den „Schwarz“ können  Studio Tapes in gleicher Klangqualität wie eine Liveaufnahme wiedergegeben werden. Um den Beweis zu führen, traten daher bei der „Taufparty“ zuerst das preisgekrönte Jazz Duo Lutz Häfner und Rainer Böhm live mit ein paar Stücken auf. Danach wurden die Studiotapes der gleichen Stücke über den Schwarz Röhrenverstärker dem Publikum vorgespielt. Und – quod erat demonstrandum – man konnte keinen Unterschied feststellen (zumindest für MR. WOM´s Ohren).

Schwarz-Event-Jazz

Die Eventserie der Marke Schwarz ging am Samstag nach der Taufe dann weiter mit einem Live Konzert der Soulband „Reana & her Soulmates“ im Agenturhotel „Ermatinger Hof„. Die Newcomer Band bot eigene Stück mit jede Menge Passion & Soul – jedes Stück für sich äusserst hörenswert – leider noch nicht auf CD oder iTunes verfügbar (aber hoffentlich bald) – hier mal eine kleine Hörprobe:

 

WOM auf Events

Marken und Personen haben als 2. Option aber auch die Möglichkeit, auf öffentlichen Events selbst für Gesprächsstoff zu sorgen.

Hierbei funktionieren insbesondere kleine Gesprächsstarter für Aufmerksamkeit und Weitererzählen, wie z.B. der Glückpilz mit seinem Namensschild, den MR. WOM dieses Jahr auf dem Schweizer Marketingtag in Luzern traf.

Glückspilz

Man kann als wirtschaftliche oder politische Personen-Marke zudem Events an öffentlichen Orten nutzen, um in den Dialog mit seiner Zielgruppe zu kommen und dabei von sich Reden zu machen.

So machte es vergangenen Freitag der österreichische Spitzenkandidat der Europawahlen Otmar Karas von der ÖVP. Im Rahmen seines Wahlkampfes zieht er von Stadt zu Stadt, trifft Wähler, aber auch Institutionen und Verbände. Für den Dialog mit den jungen Wählergruppen haben sich Wahlkampfmanager unter dem Motto „Go Europe“ spezielle Get Together Events je Stadt überlegt, auf denen Otmar Karas in öffentlichen Szene Lokalitäten des Bar- und Nachtlebens bei Bier und Wein zum persönlichen Gespräch einlädt.

Go-Europe-Karas

Dabei wird er natürlich von seinem Team begleitet, das beim Auftritt dann auf „Go Europe“ Schilder als Gesprächsstarter setzt. MR. WOM durfte das live erleben, als er vergangenen Freitag in der adlers Bar über den Dächern von Innsbruck weilte und völlig überraschend in den „Go Europe“ Dialog der Europapolitikers geriet, der wie ein „Popup“ Event plötzlich die adlers Bar „enterte“.

Karas
Eine weitere Variante bietet sich Marken und deren Vertreter auf Veranstaltungen, auf denen viele Weitererzähler zusammentreffen – Menschen, die ein grosses soziales Netzwerk haben und als „Hubs“, als Netzwerkknoten, eine hohe soziale Interaktivität mit ihrem Umfeld pflegen. Hierzu gehören insbesondere Twitterer oder Blogger, die man u.a. auf Barcamps treffen kann.

Marken, die als Sponsoren auf Barcamps auftreten, sollte sich dabei genau überlegen, wie sie vorgehen wollen. Das reine Sponsoring durch Namensnennung macht hier noch kein Weitererzählen. Vielmehr ist es der Dialog mit den Teilnehmern ohne Werbebotschaft, der den WoM erzeugt, wie man in diesem Whitepaper nachlesen kann und sinnigerweise gleich am Barcamp Bodensee vom 5. – 6. Juli 2014 ausprobieren kann.

Fazit

Events bieten viele gute Chancen, um Word of Mouth zu erzeugen. Wichtig ist für Wow Erlebnisse und authentische Insights zu sorgen, um sich als Marke in´s Gespräch zu bringen.

MR. WOM nutzt diese Möglichkeit auch für sich selber. Ob nun als Sponsor und Sessionanbieter beim Barcamp Bodensee oder mit der eigenen WOMMup Eventreihe zum Thema Word of Mouth Marketing. Übrigens: Der nächste WOMMup findet am 24.04.2014 in Ravensburg statt zum Thema „Mundpropaganda durch Storytelling“.

 

Mach MR. WOM glücklich - sei der erste Weitererzähler dieses Beitrags. Danke!

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