Grüezi Neujahr – ob 2015 das Jahr der Mundpropaganda wird?

Um die gute Nachricht zum neuen Jahr gleich vorneweg zu nehmen: Wer 2015 im deutschsprachigen Raum auf Word of Mouth Marketing setzt, liegt vom Timing her voll im Trend. Und wer als Trendsetter bereits in 2014 auf Word of Mouth Marketing gesetzt hat, sollte dies auch in 2015 weiterverfolgen.

Denn 2015 wird in Deutschland, Österreich und der Schweiz das Thema „WOM“ weiter an Relevanz gewinnen – ob nun persönlich von Mund zu Mund oder online im Social Web.

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 Grafik: Ogilvy Social – Key Trends in Social Media 2015

Einige werden nun sagen: „Klar, der MR. WOM prophezeit das nicht ganz selbstlos, schliesslich lebt er (vom) Word of Mouth Marketing“. Doch MR. WOM kann das auch ein wenig belegen.

Welche Berichte, Blog- oder Newsbeiträge, Charts oder Vorhersagen man über den Jahreswechsel zu den Marketingtrends 2015 auch anschaut, häufig findet man die Schüsselwörter Referrals, Content Marketing (schön von Aldo Gnocchi hier zusammengefasst), Influencer Marketing, Storytelling, Social Share, Mobile und Big Data.

Überall steckt WOM drin

Nun, alle diese „Buzzwords“ haben eine gemeinsame Metaebene bzw. ein Endergebnis: Word of Mouth.

Denn nichts anderes sind die Empfehlungen von Kunden (Referrals) oder digitalen Meinungsführern (Influencer) – identifiziert via Daten-Analyse (Big Data), die als nutzwertige Inhalte (Content Marketing) – idealerweise nutzergeneriert –  via offline-online-Schnittstelle (Mobile) im Social Web (Social Share) mit anderen geteilt werden – wofür sich gute Geschichten (Storytelling) natürlich am besten eignen.

Via Marie-Christine Schindler fand MR. WOM dann noch in den Digital Trends von Ogilvy Social ein paar schöne Thesen, die vieles über uns als Menschen im digitalen Miteinander (und damit die Zukunft von WOM in 2015) sagen:

Digital is an Extension of Identity: „We are what we share“

Trend Churn: „We share what we think others will be sharing“

Als soziale Wesen können wir also gar nicht anders, als (uns mit-) zu teilen. Denn in unserem sozialen (Online) Umfeld werden wir als das angesehen, was wir mit anderen teilen und wir teilen möglichst das, was uns am meisten soziale Anerkennung bringt.

Das kann sogar so weit gehen, dass sich der (zunehmend einflussreiche) Nutzer gegen das wendet, was er nutzt bzw. was ihm nützt – wie der Video-Netzwerk-Betreiber Medienkraft selber erfahren musste mit einem ihrem Top Videoblogger.

Denn auch wenn der Begriff „Social Media“ zwar suggeriert, es wäre je Netzwerk (z.B. Facebook) „ein“ Medienkanal, so besteht das gesamte Social Web (und jedes Netzwerk) tatsächlich aus Milliarden einzelner Medienkanäle (den Nutzern selbst mit einigen sehr reichweitenstarken prominenten Nutzern an der Spitze). Und diese haben zusammengenommen gerade online meist eine grössere Macht als etablierte (Massen)Medien oder Unternehmen.

WOM als Treiber des Marketing-Change

Darum wird Word of Mouth auch weiterhin eine wachsende Bedeutung im Marketing haben. Word of Mouth ist dabei – gerade durch die neue Kundenmacht – der wesentliche Treiber in der Veränderung des Marketings (wie auch der Unternehmen und ihrer Strategien) – weg vom Marketing-Mix hin zum Influencer Mix.

Mehr WOM Wirkung durch Werbung

Gleichwohl wird sich organisches Word of Mouth inbesondere Online schwer tun, eine hohe Sichtbarkeit zu erzielen – die Algorithmen von Facebook und demnächst dann wohl auch Twitter werden (verständlicherweise) etwas dagegen haben. Zudem kann ein oft in Quartalszahlen getakteter Marketingmanager nur schwer darauf warten, bis sich ein neues Produkt dann mal nach etwa einem Jahr erfolgreich organisch herumgesprochen hat.

Die Lösung heisst hier, dem WOM mit gekaufter Reichweite auf die Sprünge zu helfen – sprich die positiven, reputations- und kaufsteigernden WOM Empfehlungen und nutzergenerierten Earned Media Inhalte mit Werbemitteln (Anzeigen, POS Regalstopper, Native Ads etc.) in kurzer Zeit einem Massenpublikum bekannt zu machen.

Die Marketingtrends für 2015 (lt. MR. WOM)

Für MR. WOM gibt es daher in 2015 – neben dem generellen Marketingtrend zu mehr WOM – folgende Trends, die Marketingverantwortliche beachten sollten:

  1. Word of Mouth wird mobil – Smartphones sind der Konnektor zwischen der Offline Face-to-Face Empfehlungswelt und der Online WOM Welt
  2. Die Rolle der Werbung wird sich wandeln – nicht mehr Markenbotschaften stehen im Fokus sondern das Anregen,  Verstärken und die Weiterverbreitung von Word of Mouth und Earned Media Content mittels Storytelling wird Kernaufgabe der Marketingkommunikation werden
  3. Durch Word of Mouth als Treiber verändert sich der Marketing Mix hin zum Influencer Mix

 

2 Comments
  1. Pingback: MR.WOM | WOM @ Suisse EMEX 2015

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