Scharfes WOM Food in Konstanz

Letzte Woche durfte MR. WOM einen Word of Mouth Marketing Strategie Workshop in Berlin für eine nationale Restaurant Marke durchführen.

CurryConstanz

Da passt es ganz gut, dass am gestrigen Samstag die Eröffnung eines neuen Gastronomie-Anbieters in Konstanz stattfand, der sicher in Zukunft von sich Reden machen wird: Dem Curry Constanz.

Zusammen mit seinem Crowdfoods Partner Jay F. Kay hat MR. WOM das Curry Constanz ausprobiert und auch mal aus WOM Sicht begutachtet.

Scharf, Schärfer, Curry Constanz?

Der Macher des Curry Constanz – Tom Kuschel, der auch schon mit dem Massanzug-Geschäft Massnahme für Gesprächsstoff sorgt – wollte die beste Currywurst der Stadt in Konstanz etablierten.

WurstderStadt

Also entwickelte er zusammen mit der lokalen Metzgerei Müller eine Wurst mit sowie dem 2-Sterne Koch Dirk Hoberg vom Konstanzer Ophelia eine entsprechende Sauce und mietete sich in Räumlichkeiten bei der Sportsbar Abseits ein.

Neben dem Curry Constanz Laden startet an 25.5. dann auch noch ein Lieferservice und einen Imbisswagen gibt´s noch dazu. Leider wurden MR. WOM die tollen Roller nicht gezeigt, aber man findet sie hier auf der Instagramseite:

Der Geschmackstest

Aber schauen wir zuerst mal auf die Wurst (denn um die geht es ja schliesslich bei einem Currywurst Laden). Die 1. Frage bei der Currywurst ist ja immer…

Dazu meint Betreiber Tom, dass in Süddeutschland oft die Currywurst auch als rote Wurst verzehrt wird und man es hier nicht so sehr gewohnt ist 1. eine Kalbswurst als Currywurst und 2. noch dazu diese ohne Darm zu essen. Dennoch sollte sie zart im Biss sein – daher ist folgerichtig die Curry Constanz Wurst..

Facebook

Bilder: Screenshot Facebook Seite Curry Constanz

Was sicher noch scharf von den Gästen diskutiert werden wird.

Dazu gibt es die mit Hoberg auf Tomatenbasis entwickelte Sauce, die man dann mit drei Schärfegraden (Pussy, Rambo & Killer) an Currypulver kombinieren kann. Ergänzend dazu gibt es Brötchen (Weckle, Schrippen), Pommes oder Salat. Insider essen die sogenannte „Armageddon-Platte“.

Menü

Es gibt zwei Sorten Currywurst: die klassische mit Kalbsfleisch (Kenner wissen, dass da aber auch immer Schweinefleisch enthalten ist) und eine Geflügelwurst als Halal-Variante. Jay und MR. WOM machten den Test und probierten beide (links die mit Geflügel-, rechts die Kalbsfleisch).

KalbvsGeflügel

MR. WOM´s Meinung im Geschmackstest:

Die Kalbs-Currywurst war richtig lecker, sehr fein, knackig aber doch nicht zu fest im Biss. Die Geflügelwurst fand MR. WOM etwas zu grob und hart im Biss  (obgleich der Darm der Gleiche ist, da liegt es sicher auch an der gröberen Füllung) und zudem war diese Wurst einen Ticken zu salzig für MR. WOM´s Gaumen. Hier ist sicher noch Luft nach oben für eine Optimierung.

Die Sauce ist wirklich sehr schmackhaft, im harmonischen Gleichgewicht von Säure und Süsse. Die Schärfegrade beim Currypulver waren alle gut verträglich – selbst der schärfste („Killer“) war noch gut verzehrbar.

Dem Jay hat´s auch gut geschmeckt, und das will was heissen bei einem Currywurst-Profi-Degusteur.

CurryLike

Aber die Geschmäcker sind ja verschieden – am besten Ihr probiert selber.

Last but not least der Service: Trotz des bei jeder Eröffnung üblichen Start-Chaos (und dem grossen Andrang) war der Service freundlich und schnell. Das Team ist zudem offen für konstruktive Kritik und Verbesserungen und die Kommunikation ist bezüglich der Produkte und ihrer Zutaten sehr transparent (klar: das Rezeot der Sauce bleibt logischerweise geheim).

TOPWOM oder NOWOM?

Nach dem dem kulinarischen Test kommt nun der WOM Test – ist das alles weitererzählbar und wodurch? Curry Constanz hat hier neben dem Produkt (was einfach gut sein muss, sonst wird es nicht empfohlen) schon ganz gut die Hausaufgaben gemacht.

Was macht das Curry Constanz „wommig“?

Sprache & Storytelling: Eine eigene, provokante Sprache – z.B. bei den Curry-Typen („bist Du Pussy, Rambo oder Killer?“) oder die „Armageddon Platte“

Schärfegrade

Der Hintergrund des Produktes („Die Soße“ usw.) wird via Storytelling im Laden dargestellt (siehe Bilder oben zu den Produkten). Und auch vor dem Laden wird die spezielle Sprache gepflegt:

SuppedesTages

Gesprächstarter: Die Schärfegrade und ihre Bezeichnungen selbst dienen als Gesprächsstarter. Man hat schnell ein Thema mit Freunden („welcher Typ bist Du?“) und kann sich im „sportlichen“ Wettkampf vergleichen (gerade Männer, die eher mal eine Currywurst essen, lieben diese Art des sportlichen Wettstreits).

Zudem hat das Curry Constanz eine Reihe von weitererzählbare Werbe-Slogans im Sinne teilbarer Content entwickelt, die sicher gerne auch sozial-medial geteilt werden:

CurryStarter

Bilder: Screenshot Facebook Seite Curry Constanz

Doch ein wenig Optimierung gibt es auch hier noch in Sachen WOM (allerdings auf hohem Niveau):

  • Es gibt schon ein paar tolle Nutzerstories auf Facebook. Diese könnte man durch einfaches Reposting noch sichtbarer machen und den Kunden damit mehr auf die Bühne heben.
  • Auch fehlen MR. WOM noch die Bewertungen (Ratings) auf der Facebookseite.
  • Die Armageddon Platte hat was – es ist sozusagen die Curry Constanz XXL Portion. Aber ihr fehlt in punkto „Auffälligkeit“ noch ein wenig die Sichtbarkeit. Das würde auch den Gast, der „Armageddon“ bestellt, etwas mehr wertschätzen und ihn als besonderen Gast „adeln“. Hier könnte man z.B. die Sichtbarkeit durch Wunderkerzen oder ähnliche „Effekthaschereien“ sehr einfach erhöhen.

Fazit: Curry Constanz ist ein absoluter TOPWOM. Geschmacklich wie auch fachlich.

MR. WOM dankt dem Team von Curry Constanz für die Einladung zur Eröffnung und wünscht weiterhin gute Empfehlungen!

CurryConstanz-Team

Transparenzhinweis in eigener Sache (Disclosure): MR. WOM wurde via Facebook-Einladung auf die Eröffnung aufmerksam und durfte die Currywurst gratis probieren. Curry Constanz ist kein Kunde von MR. WOM.

 

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TOPWOM #1 der letzten Woche: Die Social Media Marketing Konferenz in Zürich

Die #SMM15 – immer wieder gut (auch wenn man nicht live dabei sein kann)

Wer – wie MR. WOM  (drei Events pro Woche sind definitiv einer zu viel) – letzte Woche nicht an der #SMM15 teilnehmen konnte, konnte zumindest online via Social Stream noch ziemlich viel inhaltlich mitbekommen von der Social Media Konferenz in Zürich.

Zum einen Dank der schnellen Live Blogger Su Franke und Walter Schärer die die Vorträge kommentierten, wie etwa den Facebook Vortrag von Thomas Hutter (verbloggt von Walter Schärer und noch mal hier von Su Franke – beide Posts sind lesenswert).

Zum anderen konnte man natürlich über den #smm15 einen ziemlich grossen Inhalte Strom auf Twitter den Event und die Reaktion mit verfolgen.

Wirklich sehr nützlich – vor allem für eine Aufbereitung im Nachgang – war aber der zu Konferenz erstellte Social Hub von cooa.la – dem Startup von Mike Schwede. Hier finden sich nämlich sämtliche Vorträge, der Live Buzz usw. als Zusammenfassung von der Konferenz.

cooala-socialhub Screenshot cooa.la Social Hub #smm15

Über die Social Hub fand MR. WOM dann auch den Vortrag von Mammut zum Thema „Gegentrend Facebook: Die unternehmenseigene Community“ (live verbloggt von Su Franke), der den strategisch richtigen Weg für das digitale Word of Mouth zeigt, das logischerweise auch Offline Empfehlungen generiert: Den Aufbau einer unternehmenseigenen Brand (Advocacy) Plattform.

 

Ausblick: Nächster Word of Mouth Marketing Event am 04.05.2015 im Microsoft Atrium Berlin:

Wer noch mehr zum Thema Word of Mouth Marketing erfahren will, kommt am 4. Mai 2015 (einen Tag vor der re:publica) nach Berlin ins Microsoft Atrium Unter den Linden. Dort findet ab 17 h der AGOF Talk zu Word of Mouth Marketing statt.

Hier findet Ihr mehr Infos zum AGOF #WOMTalk.

 

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Der #TOPWOM der letzten Woche: Drei Konferenzen mit jede Menge Word of Mouth

Eingebetteter Bild-Link

Die vergangene Woche konnte man eigentlich nicht zum Arbeiten nutzen, denn es fanden drei spannende Fachevents statt mit jede Menge WoM „inside“:

  • Mo. 23.3.: Die Social Media Marketing Konferenz #smm15 – der Klassiker unter den Social Media Events von Reto Hartingers Internet-Briefing
  • Di. 24.3.: „Vom Sternchen zum Star“ – die erste Empfehlungsmarketingkonferenz #EMK15 – veranstaltet von sobu.ch – dem Social Referral Tool der Schweizer Post
  • Do. 26.3.: Das SWA Jahresmeeting #swa65 des Schweizerischen Werbeauftraggeberverbandes unter dem Motto „Creativity is King“

Das verdient eindeutig den TOP WOM der Woche – und zwar für alle drei Events.

Die Nachberichte aus MR. WOM´s Sicht zu jedem einzelnen Event erfolgen in Kürze per separatem Blogbeitrag.

Nächster Word of Mouth Marketing Event am 04.05.2015 in Berlin:

Wer noch mehr zum Thema Word of Mouth Marketing erfahren will, kommt am 4. Mai 2015 (einen Tag vor der re:publica) nach Berlin ins Microsoft Atrium Unter den Linden. Dort findet ab 17 h der AGOF Talk zu Word of Mouth Marketing statt.

Hier findet Ihr mehr Infos zum AGOF #WOMTalk.

 

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Weitererzählbares an Weihnachten

Keinmal werden wir noch wach, heissa, dann ist Weihnachtstag… Zeit also, zu schauen, was der Weihnachtsmann denn dieses Jahr so alles „WOMMiges“ uns beschert hat.

Zum einen war da die zwar inszenierte, aber nichtsdestotrotz für (viralen) Gesprächsstoff sorgende, Kassen-Weihnachtssymphonie von Edeka: Zum anderen versuchten wieder mal jede Menge Marken Ihre eigene Story mit der offiziellen Weihnachtsgeschichte zu verbinden, wie etwa der Media-Anbieter TomorrowFocus. Ob gelungen oder eher verkrampft, überlässt MR. WOM dem Auge des Betrachters.

Besser jedoch fand MR. WOM in 2014 echte Weihnachtsgeschichten, die das Leben schreibt.

Wie etwa die des armen Samariters in England, der einer Studentin 3 Pfund für´s Taxi schenken will und dafür Tausende zurück bekommt. Die Studentin hatte nämlich als Dank via gogetfunding.com einen Spendenaufruf gestartet, der sich in Windeseile rumsprach – auch Dank der Medien, die sich des Thema annahmen.

Das echte Märchen, das MR. WOM an die Geschichte von den Sterntalern erinnert, hatte folglich auch ein Happy End (in Zahlen: über 32.000 britische Pfund wurden gespendet).

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Dass Unternehmen auch mit wenig Aufwand und viel Engagement im ähnlichen Stil Gutes tun können, zeigt seit Jahren Markus Gabriel von Angelink mit seinem „Lotto im Alterszentrum“ – einer Aktion, der sich in diesem Jahr auch der Social Media Berater Aldo Gnocchi anschloss.

Es gibt nichts schöneres als zu Schenken. Damit teilt man Freude und diese verdoppelt sich, wenn man sie teilt – sharing is caring!

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In diesem Sinne: WOMMige Weihnachten allen Kunden, Freunden, Lesern, Fans & Followern.

 

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Zug-Geflüster – was man bei einer Bahnfahrt alles (nicht) so Wommiges erfährt

Wer eine Zugfahrt macht, kann Einiges erleben und über Word of Mouth lernen. Weniger Empfehlenswertes – wie der Kollege Jay F. Kay auf seiner letzten Zugfahrt – aber auch durchaus sehr viel Weitererzählbares. Er kann aber auch einiges „WOMMiges“ über Dritte hören – über offline Mundpropaganda wie auch digitale Gespräche.

Letzte Woche durfte MR. WOM auf dem Weg zu und von seinem letzten AGOF Word of Mouth Seminar in 2014 auch mal wieder das Angebot der Deutschen Bahn nutzen.

Das Wetter war nicht gerade nach Naturbeschau und Landschafts-Spotting – und die Kaminfeueranfrage blieb auch unbeantwortet.

Daher wurde mal die Twitter-Gerüchteküche besucht (leider im Schwarzwald meist begleitet durch nicht nur echtes, sonder auch digitales „Nebelrauschen“).MR. WOM fielen dabei zwei grössere Themen auf.

Einige der Ironblogger vom Bodensee sprachen über matschig-weil-sossen-ertränkte Veggieburger-Erlebnisse (die dennoch lecker schmeckten) und einige Schweizer Twitterer liessen sich über die aktuelle Uber Marketingaktion in Zürich aus.

Letzteres erschien MR. WOM dann doch relevanter, da Uber ja doch immer wieder für Gesprächsstoff sorgt. Leider zuletzt eher durch weniger „WOMMiges“: Ob nun die „nicht angedachte Schmutzkampagne“ gegen Journalisten, das bärbeissig provokante Auftreten des Gründers Kalanik oder die datenschutz-kritische „Gott“ Funktion, mit der Uber seine Fahrgäste tracken kann.

 

Der Uber WOM in Zurich – Top oder No WOM?

Uber – mittlerweile auch als Taxischreck bekannt – startete im November seine Aktivitäten auch in „Zurich“. Zu Beginn noch ohne MarketingmanagerIn.

Ein(e) MarketingmanagerIn war aber dann wohl schnell gefunden und dachte sich dann für den Start einige Aktionen aus (jedenfalls ist es so sichtbar für MR. WOM):

Zum einen die Unterstützung für einen Event u.a. mit Gin Mare (den MR. WOM übrigens nach seiner Zugfahrt später dann in der empfehlenswerten Chaplin Bar in Frankfurt testen durfte – wirklich sehr lecker):

 

Zum anderen eine Sushi Lieferaktion, die am 2. und 3. Dezember stattfand:

Leider gab es hier aber wohl viel zu viel Nachfrage – und bei scheinbar nur 5 Uber Chauffeuren zu wenig Sushi – so dass die Aktion wohl mehr mehr Verärgerung als gutes Word of Mouth produzierte:

Aber immerhin gab es auch ein wenig guten WOM für Uber:

Was man aus dem „Unter“WOM von Uber für einen echten „Über“WOM lernen kann

Uber hätte eigentlich viel Potential für einen positiven „Mega“ (oder wie die US Amerikaner auch manchmal sagen: „Über„) WOM. Die Ansätze mit den Uber-Lieferungen gehen da schon in die richtige Richtung, auch Chauffeurservices bei Events machen Sinn. Und auch das Metathema neuer innovativer Mobilität bietet jede Menge Gesprächsstoff für Nutzer-Stories. Zudem hat Uber es geschafft, dass eine grosse Weitererzähler-Gruppe – nämlich Taxifahrer – über sie spricht – wenngleich allerdings bisher nur negativ.

Leider werden viele Aktionen aber nicht zu Ende gedacht: Die gleiche Sushiaktion nur für wenige handverlesene Kunden, Firmen oder Blogger wäre logistisch steuerbar gewesen, aber offen ausgeschrieben hat es bei der Mehrheit der nicht zum „Zug-gekommenen“ Nutzer Frustrationen ausgelöst.

Wie man es anders machen kann, zeigte letztes Jahr an re:publica das Startup Wundercar. Dort fuhr einer der Investoren und Gründer höchspersönlich im eigenen Auto MR. WOM nach der re:publica zum Hotel zurück. Das war exklusiv und bot spezielle Infos aus erster Hand – und darüber spricht man (MR. WOM) sogar heute noch gerne.

 

Noch mehr Zug-WOM?

Auf der Zufahrt gab es aber noch mehr Marken- & WOM-Gespräche – dazu dann aber mehr in der nächsten Woche.

Fazit: Die Bahn ist ein wunderbarer WOM Ort – leider aber meist nur offline nutzbar, da zu oft entweder kein mobil verfügbares Netz vorhanden ist, oder aber der Zug zu schnell für das T-Spot WLAN Netz zu sein scheint. Würde die Bahn das verbessern, wäre das sicher im positiven Sinne erzählenswerter Gesprächsstoff über die Bahn.

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Restaurant Day – Der TOPWOM des Monats

Wenn Menschen privat gesellschaftliche Aktionen in´s Leben rufen und sich für ein Engagement sozial vernetzen, dann nennt man das auch „Graswurzelbewegung„. Diese Bewegungen haben meist keine Werbebudgets und können sich daher nur per Mundpropaganda herumsprechen.

Ein schönes Beispiel dafür ist der morgen stattfindende „Restaurant Day“ – ein „Karneval des Essens“, geschaffen von tausenden Menschen für Millionen von Gästen – auf den MR. WOM heute via Spiegel online gestossen ist.

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Bildquelle: Restaurant Day – Flickr

Beim größten Festival rund ums Essen kann „Jeder für einen Tag ein Restaurant, ein Café oder eine Bar eröffnen. Und zwar überall: Ob daheim, im Büro, im Park, auf der Straße, in der Garage, im Innenhof, am See – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Der Restaurant Day bietet nicht nur eine tolle Story, er regt zu Gesprächen über das Essen an und setzt dabei auf Crowdsourcing, CoCreation und Markenbotschafter als Instrumente des Word of Mouth Marketings.

Deshalb – und auch damit der Essenskarneval mehr Nachahmer in der Schweiz und in Deutschland findet – vergibt MR. WOM gerne hierfür heute den TOPWOM des Monats.

Vielleicht inspiriert und motiviert das ja einige Leser, entweder spontan noch für Morgen einen eigenen Food Karneval aufzusetzen oder aber in 2015 mitzumachen.

In diesem Sinne – auf gut Schweizerdeutsch – en Guete.

 

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Fondue, D-Prominenz, Politik und ein bisschen Mundpropaganda

Gestern durfte MR. WOM einen wunderbaren Abend beim Twitterer- (und Blogger-) Fondue (#twFondue) im Baracca Zermatt am Zürcher Flughafen verbringen. Das Baracca bringt das alpine Fonduefeeling des Wallis in die Stadt und ist als mobile Saisoninstallation immer im Winter von November bis März in Zürich und Basel anzutreffen.

Organisiert wurde das Treffen von @Swissky (Kevin Kyburz) – Danke und Merci vielmals an dieser Stelle dafür.

Bild via Sonja Keller (@dialogine)

Bei feinem Käse- und Fleischfondue und prasselndem Kaminfeuer konnten sich knapp 20 Twitterer und Blogger in gemütlicher Atmosphäre austauschen und den digitalen Kontakt als persönlichen Kontakt vertiefen.

Was hat das nun mit Word of Mouth zu tun?

Nun wissen die geneigten Leser von MR. WOM, dass er eigentlich bei allem, was er erlebt, immer auch einen Bezug zur Mundpropaganda und zum Word of Mouth (WoM) Marketing sucht. Wo war der WoM und welcher WoM ? – dazu bot das Fondue ein paar spannende neue Erkentnisse:

Erkenntnis 1: Der Fondueplausch = ritualisiertes WoM

Wo Menschen zusammentreffen, um gemeinsam am Feuer aus einem Topf zu essen, tauscht man sich aus und es entsteht zwangsläufig Mundpropaganda.

In grauer Vorzeit teilte man seine Erlebnisse und Geschichten gemeinsam am Lagerfeuer. Später im Mittelalter (bis weit in´s 19 Jahrhundert hinein) ass man gemeinsam am Tisch aus nur einer Schüssel, manchmal gab´s sogar nur einen Löffel für die ganze Familie.

In heutiger Zeit ist davon u.a. der Kaffeeklatsch, Weihnachten (um den „brennenden“ Baum herum) oder das Dinnieren und Grill(ier)en mit Freunden übrig geblieben.

In der Schweiz wurde dabei eine besondere Form des gemeinsamen Essens entwickelt: Das Fondue – üblicherweise in der Art, dass alle um einen Topf herum sitzen, unter dem ein (kleines) Feuer brennt. Ein perfekter Ort / Anlass für ritualisiertes Word of Mouth – made in Switzerland.

Erkenntnis 2: Fondue als Kamingespräch mit der D-Prominenz = Weitererzähler für Mundpropaganda

Marketingleute wissen, wenn sich Twitterer, Blogger und sonstige Digitale treffen, dann treffen sich „Influencer“, digitale Multiplikatoren.

Einige davon sind zudem die „Influencer der Influencer“, da sie eine grössere Gemeinde an Lesern, Followern & Fans haben, zu denen oft auch Medienvertreter gehören, die dann die digitalen Stories der Multiplikatoren aufgreifen und in den Massenmedien verbreiten.Am twFondue wurde dafür von einigen der Begriff der „D-Prominenz“ – der digitalen Prominenz – verwendet.

Die Frage ist nur, wie kann ich die digitalen Meinungsführer als Weitererzähler für mein Unternehmen, meine Marke, meine Produkte gewinnen – wie kann ich sie zur Mundpropaganda anregen? Darüber konnte man einiges lernen am Fondue.

Leider denken einige Marketingleute ja immer noch, dass  Twitterer und Blogger ein ganz sonderbarer Typ Mensch sind (z.B. Nerds, Geeks usw.) oder, dass Blogger leicht käuflich seien. Das führt dann zu seltsamen Auswüchsen, wie viele Beispiele des Umgangs von Marken mit Bloggern zeigen, aktuell schön dargestellt beim Chefblogger.

Wer es richtig(er) machen möchte, sollte authentisch auftreten.

Denn Twitterer, Blogger und „D-Prominente“ sind (i.d.R.) ganz normale Menschen, die offen und neugierig sind, gerne unabhängig ihre Meinung kundtun und erwarten, dass man sie authentisch wie normale Menschen behandelt (so wie im Cluetrain Manifest gut beschrieben).

Marken & Marketingverantwortliche sind daher gut beraten, Twitterer, Blogger und Co. als wichtige Weitererzählergruppe für „Earned Media“ ähnlich wie Journalisten mit Respekt zu behandeln. Entscheidend ist dabei, dass man Blogger in ihrer Berichterstattung frei und unabhängig belässt und ihnen nichts vorschreibt oder Bedingungen stellt.

Im PR Bereich gibt es ein gutes Instrument, das für die Beziehungspflege mit Journalisten (leider viel zu wenig) genutzt wird und das auch für den Dialog mit digitalen Meinungsführern sehr gut passt: Das Kamingespräch. Und ein Fondue ist dazu eigentlich ein idealer Anlass.

Erkenntnis 3: Über Politik darf (auch) gesprochen werden

Eine der Small Talk Regeln lautet eigentlich ja: Meide politische Themen. Doch die Politik bietet andererseits auch ein grosses Feld für Gesprächsstoff. So auch am twFondue, was im Prinzip mit der Kandidatur von @bloggingtom als 8. Bundesrat zusammenhängt.

Zur Erläuterung für die nicht-schweizer Leser: Die Schweiz hat 7 Bundesräte, sie sind sozusagen die Regierung. Die Boulevard Zeitung „Blick“ hat nach der Abstimmung für den Stopp der Masseneinwanderung eine Aktion gestartet, die lautet: Das Volk muss besser vertreten sein – kandidiert für den 8. Bundesrat (den es so eigentlich lt. Gesetz nicht gibt, es gibt eben nur 7 Bundesräte). Diese Aktion schlägt natürlich auch entsprechende Mundpropaganda-Wellen in der Schweiz – wie man z.B. via Twitter unter #blick8BR verfolgen kann).


Auch wenn am Abend selbst eine offizielle Bewerbungsrede vom Bloggingtom ausblieb, so konnte MR. WOM sich vom Kandidaten ein gutes Bild im persönlichen Gespräch machen – meine Stimme hat er jedenfalls.

Natürlich war auch die Abstimmung ein Thema am Abend. Interessant war dabei das Beispiel der Schweizer Aktion „OhneDich“ für Fremdenfreundlichkeit (Danke @andreajerger für den WoM-Tipp), das schön zeigt, wie man Storytelling und Mundpropaganda für eine politisch-gesellschaftliche Aktion nutzen kann. Bei „OhneDich“ können Schweizer Fotos von sich und Ihren ausländischen Freunden hochladen und beschreiben, wie die Welt „ohne sie“ wäre. Die Fotos werden dann via Facebook und Twitter geteilt.

OhneDich

Erkenntnis 4: Blogger und Twitterer sprechen auch (gerne) über Marken und teilen diese auch offline

Natürlich stand beim twFondue Persönliches im Vordergrund. Man tauschte sich über seine Beweggründe aus und über Twitterer- und Blogger-Tipps. Aber auch über den Job und über Unternehmen und Marken wurde sich unterhalten.

Der eine oder die Andere zeigte interessante Webseiten, man sprach über diverse aktuelle Markenaktionen und erzählte von seinen Erlebnissen mit verschiedenen Dienstleistern und Serviceunternehmen. Einige hatten auch was Feines oder Lustiges zum probieren mitgebracht, was sie gerne mit den anderen teilten. (Wie z.B. @princessCH – Danke für den ultimativen „Ovo-Choc-Test“)


MR. WOM´s Fazit

Das twFondue hat sehr viel Spass gemacht – Danke für die tollen Gespräche und Inspirationen.

Als ganz persönliche Erkenntnis hat der Abend MR. WOM gezeigt, dass jede Menge Word of Mouth passiert, wenn sich Twitterer und Blogger treffen – und dass ein Fondue ein ideales Format für ein solches Treffen ist.

MR. WOM freut sich, wenn Ihr ebenso gute und hilfreiche Erkenntnisse für Euch vom twFondue mitgenommen habt.

PS: Am 14./15.03. findet in Konstanz das grenzüberschreitende Twitterertreffen #tweetupTGKN statt und von 04.07. – 06.07. findet das Barcamp Bodensee in Friedrichshafen statt. Wer mit dabei sein will, ist herzlich eingeladen.

 

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TOPWOM der Woche: SuperWOM – SuperGeil

Seit genau 7 Tagen tönt es immer lauter aus dem Web: „SuperGeil“. Edeka hat es mit seinem „Supergeil“ Video zu seinen Edeka-Eigenmarken zum viralen Superstar geschafft: Innert einer Woche wurde das Video mehr als 3 Mio. mal angeschaut.

Der Online Hype sorgte schnell auch in der realen Welt für jede Menge Gesprächsstoff. Nicht nur die Marketing-Fachmedien (z.B. persönlich, u.a.), sondern insbesondere auch die Publikumspresse (wie die w&v hier schön darstellt) haben das Thema – ein paar Tage vor der „jecken“ Karnevals-/Fasnachtszeit – dankbar aufgegriffen und brav weitererzählt. Der Hype schaffte es in kurzer Zeit sogar in´s Ausland und wurde selbst in den USA von namhaften Medien- und Blogformaten wie Buzzfeed oder Slate aufgenommen.

Zwar haben die Medien ihren Anteil an dem viralen WoM Erfolg, doch hat sicher auch die auf der Edeka „Supergeil“ Seite eingerichtete Möglichkeit, spezielle „Supergeil“ Grussvideos an Freunde zu versenden mit zum schnellen Erfolg beigetragen.

Ist das nun WOM, Buzz oder einfach nur Viral?

MR. WOM hat sich das Video natürlich mal unter dem WoM Aspekt angeschaut und untersucht, welche Word of Mouth Elemente verwendet wurden. Und natürlich auch überlegt, welches Ziel dahinter stecken könnte.

WoM Elemente:

Der Song selbst, das Wording „Supergeil“ und auch die schräge, humorvolle Überzeichnung der Aktionen (z.B. der Tanz – analog zum Gangnam Style) in dem Video tragen natürlich zu Wow- und Weiterzähl-Erlebnissen bei.

Dabei wird sicher die Verbindung von „Supergeil“ mit der Marke Edeka in den Köpfen hängen bleiben, ähnlich wie es mit dem Claim „Wir lieben Lebensmittel“ schon geschehen ist. Andere Marken wie Ricola (Wer hat´s erfunden?) haben bereits bewiesen, dass diese Slogans ähnlich wie „Meme“ adaptiert werden und damit langfristig zu dauerhaften WoM Markennennungen in der Alltagskommunikationen werden können.

Doch steckte hinter der von Jung v. Matt entwickelten Kampagne wirklich eine echte WoM Strategie von Edeka?

MR. WoM denkt, Jung v. Matt und Edeka zielen lediglich auf kurzfristigen viralen Erfolg in Verbindung mit Medien-Buzz (zum Vergleich von WoM, Buzz und Viral siehe hier) ab, denn wie es meedia darstellt sind sie in Sachen provokanter „Virals“ Wiederholungstäter.

Wie auch die ganze Supergeil Story eigentlich eine Wiederholung, alte Sache, nicht das Original, Kopie oder wie auch immer man es nennen mag, ist – wie Watson rausfand.

Trotzdem ist es SuperGutGemacht.

TOPWOM verdächtig?

Natürlich! Und darum gibt´s dafür auch den SuperTOPWOM der Woche dafür. Warum?

Nun, nicht für die kreative Adaptionsleistung von JvM. Die Vorarbeit hat hat eigentlich ja der Künstler „Liechtenstein“ gemacht, JvM hat lediglich „Liechtenstein“ entdeckt und an Edeka verkauft.

Schon eher für die Idee der Freundes-Gruss-Videos und die PR Arbeit (oder ggf. das bezahlte Seeding im Web vor Start). Und klar: 3 Mio. Views in einer Woche ist echt „wombastisch“.

Den TOPWOM gibt´s aber vor allem für das WoM Potential dahinter und die Kontinuität in der Weitererzählbarkeit der Marke Edeka.

Kontinuität:

Edeka macht bereits seit Jahren von sich Reden, ob mit echten WoM Stories wie dem Slogan „Wir lieben Lebensmittel“ oder ständig neuen viralen Gesprächsstartern wie „Supergeil“.

WoM Potential:

Ein Weiterziehen der „Supergeil“ Story würde echtes WoM Potential für Edeka erschliessen. So könnten die im Spot dargestellten Edeka Eigenmarken statt wenig weitererzählbar „Gut & Günstig“ zu heissen eigentlich ab jetzt „Super“ heissen. Damit würde die „wommige“ Story zum echten WoM Produkt werden.

Zum anderen könnte Edeka die nun ab heute massiv tätigen „Karnevalisten“ als Weitererzähler aktiv stimulieren, in dem es in den Edeka-Filialen „Supergeil“ Kostüme mit den Edeka-Eigenmarken-Verpackungen anbietet – oder zumindest Verkleidungen als „Liechtenstein“ Look-a-like.

Last but not least könnte Edeka smarter im Sinne des Zero Moment of Truth Cusrtomer Journey handeln und tatsächlich ein wenig mehr über SEO und Google nachdenken.

Fazit

Edeka macht gerade einiges richtig in Sachen kurzfristiges Word of Mouth (WoM) Marketing, eine echte WoM Strategie steckt leider (noch) nicht dahinter.

Wer sich näher mit dem Thema „Word of Mouth Strategie“ beschäftigen möchte, dem sei – Achtung Eigenwerbung 😉 –  das AGOF Praxis-Seminar „Word of Mouth Marketing planbar machen“ am 25.03.2014 in Frankfurt a. M. empfohlen.

 

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„HERO“ische Dosen Momente zum Weitererzählen – der TOP WOM im Januar

Über die Weihnachtstage erreichte MR. WOM per Mundpropaganda die Kunde vom weiterzählbaren “WOM in Dosen”, den die Marke Hero generiert.

Neugierig durch das Weitersagen in der Familie ging MR. WOM in den Coop und fand die aktuelle Aktion der Schweizer Traditionsmarke Hero, die mit 10 verschiedenen, kreativ getexteten Dosenverpackungen ihr bereits seit mehr als 50 Jahren im Markt bekanntes Ravioli Produkt frisch im Markt präsentierte.

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Die auf den Verpackungen dargestellten “Momente” weckten alte Erinnerungen bei MR. WOM an eigene “Ravioli in Dosen” Erfahrungen. Das dürfte vielen Konsumenten in der Schweiz genauso gehen: Die Ravioli Dosen von Hero sind Kult in der Schweiz und jeder hat so seine Geschichte und weiss von eigenen Ravioli Erlebnissen zu berichten.

Spontan kaufte MR. WOM ein paar Dosen – die es in klein, gross und ganz gross (über 1 kg) gibt – denn ein Neujahrsapero mit Freunden stand an und das war das ideale kleine Geschenk dafür mit dem Moment zum Augenzwinkern. Im Freundeskreis präsentiert, hatte sofort jeder eigene Geschichten zu Dosenravioli parat. Markenbezogene Gespräche entstanden, Word of Mouth wurde generiert und bei einigen kam die Lust auf, es sofort auch zu kaufen (“das muss ich mir unbedingt holen”).

Vom Touchpoint zum weitererzählbaren “Talking” Point

Das Beispiel von Hero zeigt, dass auch für seit Jahrzehnten eingeführte, oftmals als Low Involvement eingestufte Produkte auch Word of Mouth generiert werden kann. In diesem Fall wird strategisch gesehen der Touchpoint “Verpackung am POS” entsprechend weiterzählbar gemacht, in dem die Ravioli Momente alte Erinnerungen wecken und damit zu neuen Kundenstories anregen, die gerne weitererzählt werden. Doch die Marke Hero geht in ihrer Aktion noch weiter.

Sie bietet den Konsumenten an, im Internet die Ravioli Büchsen mit ihren eigenen Momente zu gestalten und mit den Eigenkreationen an einem Voting-Gewinnspiel teilzunehmen:

Hero-BüchsenSite-StartMan beschreibt seinen Ravioli Moment als Büchsenaufschrift auf dem Etikett, dieser wird von Hero geprüft und die Top 10 Momente werden monatlich online gestellt.

HeroMomente

Wer es in die Top 10 des Monats schafft, erhält eine exklusive Ravioli-Büchse, bedruckt mit dem eigenen Spruch. Danach entscheiden die Fans per Mausklick, welcher Lieblingssatz aus den Top 10 einen Sitz in der “Hall of Fame” besetzen darf.

HeroVoting

Und wer nicht warten möchte, kann sich seine eigene Dose auch selber gestalten und direkt bestellen oder Freunden als Geschenk zusenden.

IndividualHeroBestellen

 

WOM Interview mit Hero

MR. WOM wollte natürlich noch mehr erfahren. Darum vereinbarte er heute ein Telefoninterview mit der Produkt Managerin Marisa Engi von Hero.

MR. WOM: „Was ist das Ziel der Hero Kampagne und welche Rolle spielt die Generierung von Word of Mouth dabei?“

Marisa Engi | Hero: „Wir wollten die Marke Hero Ravioli stärker emotionalisieren und auch eine Verjüngung der Zielgruppe erreichen. Dazu setzen wir in der Kampagne darauf, die positiven Erinnerungen aus der Kindheit und Jugendzeit wieder wachzurufen, in dem Konsumenten online ihre eigenen Ravioli Momente kreiieren können. Word of Mouth zu erzeugen war dabei kein primäres Ziel, allerdings hofft man als Produktverantwortlicher bei einer Aktion immer auch auf einen guten Weiterempfehlungs-Effekt.“

MR. WOM: „Wie kam es zu der Idee der Kampagne – wurden Sie dabei durch ähnliche Packaging Aktionen wie etwa die „Friends“ bzw. Namens-Kampagne von Coca Cola inspiriert?“

Marisa Engi | Hero: „Natürlich ist uns die Coca Cola Aktion bekannt, aber sie hatte keine Einfluss auf die Ideenfindung und emotionalisiert die Marke Coca Cola auch anders als wir das bei Hero machen. Der ursprüngliche Ansatz war, die Hero Ravioli als einfachen und schnellen “Problemlöser” in der Küche zu präsentieren. Daraus entstand dann im Gespräch mit unserer Agentur die Idee der Ravioli Momente aus Kundensicht zu entwickeln.“

MR. WOM: „Wird neben der Verpackung und auf der Hero Website selbst die Aktion an weiteren Touchpoints beworben (z.B. Coop Magazin, Plakat)?“

Marisa Engi | Hero: „Der aktuelle Fokus liegt auf dem POS und der Website. Zusätzlich haben wir am POS noch eine Produktbroschüre am Regal. Ob und welche weiteren Massnahmen noch hinzukommen, ist derzeit noch offen.“

MR. WOM: „Ist ggf. etwas auf Facebook geplant?“

Marisa Engi | Hero: „Unsere Aktivitäten auf Facebook sind punktuell je nach Produkt ausgerichtet. Derzeit fokussieren wir unsere Facebook Aktivitäten zur Zeit allerdings nur auf unsere Röstiprodukte.“

MR. WOM: „Welches Feedback der Konsumenten haben Sie bisher erhalten?“

Marisa Engi | Hero: „Aktuell erhalten wir sehr viel Kundenzuspruch – sei es über die Teilnahme am Wettbewerb oder über unsere Konsumenten Hotline. So hat uns ein Kunde berichtet, der gerade frisch Vater geworden war, dass seine Frau ihre anderen Kinder bei ihm gut versorgt weiss Dank unserer “Du schaffst das schon alleine mit den Kids” Büchse.

Wichtig für uns ist dabei auch die Bestätigung, dass unsere Ravioli nach wie vor “Kult” sind und durch ihre einfache, schnelle Zubereitung eine gute Alternative in der Küche sind.

Im Sinne der PR hatten wir auch einige individuelle Dosen u.a. an ein paar Prominente versendet, die sich teils mit handgeschriebenen Postkarten bedankt haben.“

MR. WOM: „Wie ist der Erfolg der Kampagne bisher?“

Marisa Engi | Hero: „Für eine genaue Bewertung ist es sicher noch zu früh, denn die Aktion läuft ingesamt noch bis April 2014. Wir sind aber sehr zufrieden, wie sich unsere Aktion bisher entwickelt hat. Die Traffic- und Konversionszahlen auf der Website wie auch die Bestellungen der individuellen Büchsen sind aktuell sehr zufriedenstellend für uns.“

MR. WOM:Vielen Dank für das Gespräch.“

 

Fazit: Der TOP WOM im Januar

Für MR. WOM ist der WOM in Dosen von Hero jedenfalls den TOPWOM des Monats Januar wert. Und der geht nicht nur an Hero, sondern auch an die Agentur Streuplan, welche die Aktion in weitererzählbarer Form umgesetzt hat.

Die kreiierten Ravioli Momente auf den Büchsen sind treffend formuliert – erinnerte schöne Ravioli Momente werden weitererzählt und regen zu neuen Marken Momenten mit Hero an. Dabei werden die Kunden nicht nur emotional involviert, sondern durch das Erstellen eigener Momente aktiv mit einbezogen. Und das erzeugt bekanntlich noch besseren WOM.

 

Mach MR. WOM glücklich - sei der erste Weitererzähler dieses Beitrags. Danke!

Was der Weihnachtsmann empfiehlt – Der TOP & NOWOM im Dezember

Ho Ho Ho – Jetzt stecken wir wieder mitten drin in der Weihnachtszeit. Die Zeit des Schenkens ist verbunden mit dem bekannten Einkaufstress und der Qual der Wahl, die richtigen Geschenke im Überangebot zu finden.

Dabei sorgen Handel und Marken für ein weiteres Stresspotential beim Verbraucher: Gerade jetzt prasseln unzählige Werbebotschaften auf uns als Kunden ein. Was MR. WOM dieses Jahr dabei besonders auffällt: Es wimmelt nur so von werbenden „Empfehlungen“ sogenannter „Weihnachtsmänner und Weihnachts-Experten“.

Als besonders nervig empfand MR. WOM die Online Werbung vom Elektronikhändler Expert (gesehen z.B. bei Spiegel online).

Expert

Das lag nicht nur am Motiv, sondern auch daran, dass das „Experten“ Online Banner irgendwie zu massiv schlechteren Internet-Ladezeiten führte (oder MR. WOM´s Laptop oder sein Breitbandanschluss hatten kurzzeitige Performanceprobleme).

Wie dem auch sei: Für MR. WOM ein klarer NOWOM. Einen anderen NOWOM hat Karstadt sich erlaubt mit seinem ersten TV Werbespot seit drei Jahren. Eigentlich eine gute Chance, nach so langer TV Abstinenz mal wieder mit einem „wommable“ Spot von sich Reden zu machen. Leider sieht das Ergebnis aber so aus:

Angesichts eines solchen „Empfehler-Missbrauchs“ müsste sich der gute alte Weihnachtsmann eigentlich sehr ärgern und Knecht Ruprecht oder – wie man in der Schweiz sagt – das „Schmutzli“ den Werbern der beiden Händler vorbeischicken.

Doch er kann gelassen bleiben: Welcher Konsument glaubt schon, was ihm der Weihnachtsmann in der Werbung empfiehlt? Erwachsene glauben ja gar nicht (mehr) an den Weihnachtsmann. Sondern vertrauen darauf, was Ihnen Ihre Freunde weiterzählen.

Werbung, die für Gesprächsstoff sorgt, ist da schon die bessere Empfehlung. Der Händler Harvey Nichols versucht dies auf die betont britisch kontroverse Art mit seinen aktuellen Weihnachtsspots.

Allerdings ist Kontroverses nicht immer gern gesehen, besonders in der aktuellen Zeit der Liebe und Harmonie. Diese Themen eignen sich viel eher für schöne Weihnachtsgeschichten. Der TOP WOM im Dezember geht daher an den britischen Händler John Lewis und seine wunderbare erzählte Weihnachtsgeschichte (allein schon die Musik ist wommig-weihnachtlich- weitererzählbar):

In diesem Sinne wünscht MR. WOM allen seinen Lesern eine empfehlenswert fröhliche wie auch besinnliche Weihnachtszeit. Lassen Sie sich nicht von falschen Empfehlern beirren, sondern hören Sie auf das, was Ihnen echte Freunde raten und erzählen.

WOMMige Weihnacht & und einen guten Rutsch – Ho Ho Ho.

Mach MR. WOM glücklich - sei der erste Weitererzähler dieses Beitrags. Danke!