Word of Mouth zur #DSGVO – Best of „Datenschutz“ Buzz

Bildquelle: Dennis van der Heijden | Creative Commons Lizenz | CC BY 2.0

MR. WOM weiss, das Thema nervt mittlerweile ein wenig. Aber nun ist sie da, die DSGVO. Und mit Ihr – davor wie auch danach – jede Menge Gerüchte, Mundpropaganda, negative Bewertungen, positive Befürwortungen, Social Buzz, Erheiterndes und auch Nachdenkliches – sprich eine Menge Word of Mouth.

MR. WOM hat einige schöne Beispiele zusammengestellt, die zeigen, dass Fimen das Thema DSGVO auch gut nutzen können, um positiv für eigenen Gesprächsstoff zu sich selber zu sorgen:

Ein Metzger aus Österreich setzt auf DSGVO konformes Fleisch:

Zwei Buchhandlungen und zwei #DSGVO Buzz-Ideen:

Wenn kleine Firmen schon so was können, dann dürfen die „Grösseren“ nicht fehlen, vor allem wenn Lustiges & Provokantes sozusagen zum Markenkern gehört, wie bei Truefruits:

Und auch Werber spielten mit dem Thema kreativ, wie diese mobile Plakatkampagne der Agentur Strobinski und dem geschätzten Thomas Koch für Caesar+Cleo zeigt:

Selbst mit der Art und dem Inhalt ihrer Datenschutzerklärung konnten Selbständige und Firmen für Word of Mouth sorgen. Etwa Andreas W. Ditze, der Klartext sprach oder der Chefblogger mit seiner „ehrlichsten Datenschutzerklärung der Welt“, die wohl schon von 39 anderen Webseiten übernommen wurde.

Mit der DSGVO als Personenmarke Buzz und PR erzeugen

Auch das Netz hatte viel zu sagen zur DSGVO – immerhin konnte man sich und seine persönliche (Influencer) Marke damit gut in´s Gespräch bringen. Auf Twitter findet man die „Perlen der DSGVO“ unter #DSGVOWahnsinn.

Wer so von sich Reden machte, der schaffte es dann auch in die Presse – viele Medien machten „bunte Best of“ Listen – wie etwa Buzzfeed oder heise.de, die ein DSGVO-Absurditätenkabinett auflisteten.

Und die Politik war natürlich auch mit dabei – auch wenn sie mit solchen Beispielen eher für „bad buzz“ sorgten:

MR. WOM und die DSGVO

MR. WOM hat die DSGVO natürlich auch pünktlich umgesetzt: Neben dem Entfernen bestimmter Tools gehörten auch ein Menge Anpassungen dazu – hier ein kleiner Aufriss dazu:

Hilfreich war hier u.a. eine Zusammenstellung des Blogs „Datenschmutz“aus Österreich (Danke dafür!).

MR. WOM´s aktuelle Datenschutzerklärung können Sie hier im Detail anschauen. Ob Ihnen die Fehler darin wohl auffallen? Aber Sie lesen sie ja eh nicht…

Und Sie?

Was sagen Sie zur DSGVO? Kennen Sie weitere gute Beispiele, wie Firmen, Marken oder Menschen mit dem Thema DSGVO für Word of Mouth und Buzz gesorgt haben? Oder haben Sie selber mit dem Datenschutz für Buzz gesorgt?

MR. WOM sammelt Ihre Beispiele hier im Blog – ein Kommentar hier oder ein Post via #DSGVOWOM auf Twitter genügt.

 

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WOM beginnt mit W – wie Wertschätzung

MR. WOM wird immer wieder gefragt, wie man eigentlich Menschen zum Weiterempfehlen motivieren kann.

Eine der wichtigsten Grundlagen hierfür ist die Wertschätzung, die man seinen Nutzern, Kunden, Fans, potentiellen Konsumenten, Mitarbeitern und Geschäftspartnern entgegenbringt.

Anne Schüller schreibt dazu in Ihrem Buch „Das neue Empfehlungsmarketing„, Marken sollten „Spitzenleister der Herzen“ sein und ihren Fans etwas „Lohneswertes geben“:

  • ernst und wichtig genommen werden
  • das, Gefühl, jemand Besonderes zu sein
  • die Möglichkeit, sinnvolle Beiträge zu leisten
  • eingebettet in eine große Gemeinschaft zu sein
  • Teil von etwas ganz Großem zu sein

Wer das heute optimal umgesetzt hat ist Twitter mit seiner Dankesmail (die heute wahrscheinlich rund 300 Mio. Menschen bekommen dürften).

Twitter

 

Kritiker werden nun sicher sagen, das ist ja nichts Besonderes. Und sie liegen richtig damit: Es ist keine grosse Sache, einfach mal „Danke“ zu sagen. Oder einem Kunde die Bestätigung zu geben, dass er mitgeholfen hat, Wirkung gehabt hat oder man Dank eines Feedback etwas verbessern konnte.

Dennoch hapert es gerade in punkto genau dieser Wertschätzung noch bei vielen Marken, wie eine Studie von Edelman zeigt:

Wertschätzung

Es sind oft nur die kleinen Dinge, die es ausmachen, empfehlenswert zu sein – wie MR. WOM auch schon selber erleben durfte.

In diesem Sinne: Danke an alle Leser für das Feedback, die Empfehlungen, Likes, Shares, (Re)Tweets. Bleibt wertschätzend und dankbar Euren Stakeholdern gegenüber.

 

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Weitererzählbares und weniger Empfehlenswertes am #twfondue im Baracca

Am Samstag des vergangenen Wochenendes ist MR. WOM wieder dem Ruf von @swissky zum Twitterer Fondue Treffen (#twfondue) in´s Barraca gefolgt.

Nachdem letztes Jahr das #twfondue im Baracca am Flughafen stattfand, trafen sich die Twitterer dieses Jahr eher in kleiner Runde im Barraca auf dem Zürichberg.

Der WOM zum #twfondue und zum Barraca

Viel gezwitschert wurde übrigens nicht, dazu waren wir viel zu sehr in unsere Gespräche vertieft und mit dem Käse Fondue beschäftigt – wer was dazu lesen will, schaut hier nach. Der Offline WOM untereinander war also wichtiger.

Zu Beginn sassen wir bequem am Feuer zusammen, auch Weinauswahl, Käsefondue und Desserts wie auch das Ambiente und der Blick von der Terrasse auf Zürich hinunter waren gut und stimmig und machen die Location durchaus zu einem weitererzählbaren Erlebnis.

Allerdings war der Service doch etwas „speziell“: Zuerst gab es Seltsamkeiten bei der Auswahl der normalen und der grossen Tavolata (Vorspeise), dann ein wenig Durcheinander beim Dessert (gross-Bestelltes kam erst klein daher) und zu guter Letzt mussten wir sehr viel Ausdauer haben bei der Bezahlung. Übrigens: wer im Barraca mit der Postkarte (oder teils ähnlichen Zahlungsmitteln) zahlen möchte, sollte gute Freunde mit Bargeld mit dabei haben.

Was auch ein wenig wundert – zumindest MR. WOM: Das Barraca verrechnet für 0.5 l Hahnenwasser 5 Franken. Ob das jedem schmeckt und positiven WOM erzeugt?

Gute Inspiration zum Schluss

Abseits des Service wurde MR. WOM dann doch gütlich gestimmt. Der Grund lag in dem analogen Weitererzähltool des Barraca. Dort bekommt man nämlich zum Schluss des Essens einen Korb mit Postkarten, mit denen man Freunden einen Fondue-Gruss (o.ä.) senden kann – einfach Postkarte schreiben, Adresse drauf und das Barraca versendet dann die Karten gratis.

https://pbs.twimg.com/media/CU7LrvoUwAACQaY.jpgEine einfache, aber gelungene Idee, um zum Weitererzählen anzuregen. Allerdings sollte dann auch der Service passen, sonst könnten die guten Weiterzähltools eher das Gegenteil erzeugen…

Danke allen Teilnehmern des #twFondue 2015 für die tollen Gespräche und @swissky für die Organisation.

 

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Weitererzählbares an Weihnachten

Keinmal werden wir noch wach, heissa, dann ist Weihnachtstag… Zeit also, zu schauen, was der Weihnachtsmann denn dieses Jahr so alles „WOMMiges“ uns beschert hat.

Zum einen war da die zwar inszenierte, aber nichtsdestotrotz für (viralen) Gesprächsstoff sorgende, Kassen-Weihnachtssymphonie von Edeka: Zum anderen versuchten wieder mal jede Menge Marken Ihre eigene Story mit der offiziellen Weihnachtsgeschichte zu verbinden, wie etwa der Media-Anbieter TomorrowFocus. Ob gelungen oder eher verkrampft, überlässt MR. WOM dem Auge des Betrachters.

Besser jedoch fand MR. WOM in 2014 echte Weihnachtsgeschichten, die das Leben schreibt.

Wie etwa die des armen Samariters in England, der einer Studentin 3 Pfund für´s Taxi schenken will und dafür Tausende zurück bekommt. Die Studentin hatte nämlich als Dank via gogetfunding.com einen Spendenaufruf gestartet, der sich in Windeseile rumsprach – auch Dank der Medien, die sich des Thema annahmen.

Das echte Märchen, das MR. WOM an die Geschichte von den Sterntalern erinnert, hatte folglich auch ein Happy End (in Zahlen: über 32.000 britische Pfund wurden gespendet).

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Dass Unternehmen auch mit wenig Aufwand und viel Engagement im ähnlichen Stil Gutes tun können, zeigt seit Jahren Markus Gabriel von Angelink mit seinem „Lotto im Alterszentrum“ – einer Aktion, der sich in diesem Jahr auch der Social Media Berater Aldo Gnocchi anschloss.

Es gibt nichts schöneres als zu Schenken. Damit teilt man Freude und diese verdoppelt sich, wenn man sie teilt – sharing is caring!

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In diesem Sinne: WOMMige Weihnachten allen Kunden, Freunden, Lesern, Fans & Followern.

 

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Zug-Geflüster – was man bei einer Bahnfahrt alles (nicht) so Wommiges erfährt

Wer eine Zugfahrt macht, kann Einiges erleben und über Word of Mouth lernen. Weniger Empfehlenswertes – wie der Kollege Jay F. Kay auf seiner letzten Zugfahrt – aber auch durchaus sehr viel Weitererzählbares. Er kann aber auch einiges „WOMMiges“ über Dritte hören – über offline Mundpropaganda wie auch digitale Gespräche.

Letzte Woche durfte MR. WOM auf dem Weg zu und von seinem letzten AGOF Word of Mouth Seminar in 2014 auch mal wieder das Angebot der Deutschen Bahn nutzen.

Das Wetter war nicht gerade nach Naturbeschau und Landschafts-Spotting – und die Kaminfeueranfrage blieb auch unbeantwortet.

Daher wurde mal die Twitter-Gerüchteküche besucht (leider im Schwarzwald meist begleitet durch nicht nur echtes, sonder auch digitales „Nebelrauschen“).MR. WOM fielen dabei zwei grössere Themen auf.

Einige der Ironblogger vom Bodensee sprachen über matschig-weil-sossen-ertränkte Veggieburger-Erlebnisse (die dennoch lecker schmeckten) und einige Schweizer Twitterer liessen sich über die aktuelle Uber Marketingaktion in Zürich aus.

Letzteres erschien MR. WOM dann doch relevanter, da Uber ja doch immer wieder für Gesprächsstoff sorgt. Leider zuletzt eher durch weniger „WOMMiges“: Ob nun die „nicht angedachte Schmutzkampagne“ gegen Journalisten, das bärbeissig provokante Auftreten des Gründers Kalanik oder die datenschutz-kritische „Gott“ Funktion, mit der Uber seine Fahrgäste tracken kann.

 

Der Uber WOM in Zurich – Top oder No WOM?

Uber – mittlerweile auch als Taxischreck bekannt – startete im November seine Aktivitäten auch in „Zurich“. Zu Beginn noch ohne MarketingmanagerIn.

Ein(e) MarketingmanagerIn war aber dann wohl schnell gefunden und dachte sich dann für den Start einige Aktionen aus (jedenfalls ist es so sichtbar für MR. WOM):

Zum einen die Unterstützung für einen Event u.a. mit Gin Mare (den MR. WOM übrigens nach seiner Zugfahrt später dann in der empfehlenswerten Chaplin Bar in Frankfurt testen durfte – wirklich sehr lecker):

 

Zum anderen eine Sushi Lieferaktion, die am 2. und 3. Dezember stattfand:

Leider gab es hier aber wohl viel zu viel Nachfrage – und bei scheinbar nur 5 Uber Chauffeuren zu wenig Sushi – so dass die Aktion wohl mehr mehr Verärgerung als gutes Word of Mouth produzierte:

Aber immerhin gab es auch ein wenig guten WOM für Uber:

Was man aus dem „Unter“WOM von Uber für einen echten „Über“WOM lernen kann

Uber hätte eigentlich viel Potential für einen positiven „Mega“ (oder wie die US Amerikaner auch manchmal sagen: „Über„) WOM. Die Ansätze mit den Uber-Lieferungen gehen da schon in die richtige Richtung, auch Chauffeurservices bei Events machen Sinn. Und auch das Metathema neuer innovativer Mobilität bietet jede Menge Gesprächsstoff für Nutzer-Stories. Zudem hat Uber es geschafft, dass eine grosse Weitererzähler-Gruppe – nämlich Taxifahrer – über sie spricht – wenngleich allerdings bisher nur negativ.

Leider werden viele Aktionen aber nicht zu Ende gedacht: Die gleiche Sushiaktion nur für wenige handverlesene Kunden, Firmen oder Blogger wäre logistisch steuerbar gewesen, aber offen ausgeschrieben hat es bei der Mehrheit der nicht zum „Zug-gekommenen“ Nutzer Frustrationen ausgelöst.

Wie man es anders machen kann, zeigte letztes Jahr an re:publica das Startup Wundercar. Dort fuhr einer der Investoren und Gründer höchspersönlich im eigenen Auto MR. WOM nach der re:publica zum Hotel zurück. Das war exklusiv und bot spezielle Infos aus erster Hand – und darüber spricht man (MR. WOM) sogar heute noch gerne.

 

Noch mehr Zug-WOM?

Auf der Zufahrt gab es aber noch mehr Marken- & WOM-Gespräche – dazu dann aber mehr in der nächsten Woche.

Fazit: Die Bahn ist ein wunderbarer WOM Ort – leider aber meist nur offline nutzbar, da zu oft entweder kein mobil verfügbares Netz vorhanden ist, oder aber der Zug zu schnell für das T-Spot WLAN Netz zu sein scheint. Würde die Bahn das verbessern, wäre das sicher im positiven Sinne erzählenswerter Gesprächsstoff über die Bahn.

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Empfehlungen & WoM am „Schwarzen Freitag“

Heute beginnt in den USA der sogenannte „Black Friday„, der die Weihnachtskaufzeit einläutet. Und auch bei uns beginnt so langsam die Vorweihnachtszeit und damit eine der wichtigsten Zeiten für den Handel und viel Marken.

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Doch jedes Jahr ist es das Gleiche für den Konsumenten: „Für welches der vielen Angebote soll ich mich nur entscheiden?“ Wie gut, dass die vielen Word of Mouth Empfehlungen anderer Konsumenten hier die Kaufentscheidung leichter machen.

Und die Bedeutung von WoM wird dieses Jahr wohl weiter ansteigen – offline wie im Social Web, wenn man zumindest den aktuellen  Prognosen und vergangenen Analysen glauben darf:

  • So wurden u.a. 278,000 Social Media Postings mit dem Hashtag „#blackfriday“ gekennzeichnet
  • Twitter scheint generell ein beliebtes WoM Conversation Tool für den Black Friday zu sein, wie Zahlen aus 2012 zeigen

Wie im letzten Jahr werden auch dieses Jahr wieder die Marken den Black Friday für sich entscheiden, die mit Word of Mouth am Zero Moment of Truth punkten.

Passend zum anstehenden „Schwarzen Freitag“ hat die WOMMA eine aktuelle Studie über den „Return on Word of Mouth“ veröffentlicht, die zeigt, dass in den USA eines von acht WoM Gesprächen in Käufen resultiert und WoM eine Absatzwirkung auf rund 1/3 aller Käufe hat – oder in Zahlen ausgedrückt: Markenbezogene WoM Gespräche und Empfehlungen geniereren jährlich in den USA 6 Billionen US Dollar Konsumausgaben.

Die ganze Studie findet sich hier bei der WOMMA zum Download.

MR. WOM denkt, es ist nun langsam an der Zeit, dass sich Marketing- und Mediaentscheider im deutschsprachigen Raum langsam der Bedeutung von Word of Mouth bewusst werden sollten und ihre Budgets Ihres Marketing Mix hin zum Influencer Mix umschichten sollten.

Vorweihnachtliche Grüsse, gute Empfehlungen und frohes Shopping!

 

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Vom WOMMup zum Tweetup

Letzte Woche gab es zwei Events mit Word of Mouth Beteiligung. Zum einen den WOMMup am Donnerstag im Ravensburger Wirtschaftsmuseum und gleich darauf am Freitag den Tweetup Thurgau-Konstanz.

WOMMup Nummer Drei

Beim 3. Word of Mouth Marketing Event von MR. WOM ging es dieses Mal um das Thema Storytelling und Mundpropaganda. Unterstützt wurde MR. WOM dabei vom Wirtschaftsmuseum Ravensburg – gestiftet von der Kreissparkasse Ravensburg, der Markenagentur kgm und deren Getränkemarke Gletscher Cola sowie von der Produkttest- und Empfehlungsplattform Kjero.com.

Moderiert wurde der WOMMup wieder von unserem Moderator André Böttcher, freier Marketing und Medienberater und Trainer der AGOF, den wie MR. WOM und Martin Gianmoena von Gletscher Cola die Geschichte des gemeinsamen Studiums an der DHBW mit dem Ort Ravensburg verbindet.

Der Storytelling WOMMup zeigte dabei, dass viele Marken noch grosses Potential zum Weitererzählen haben. So erfuhren die rund 40 Teilnehmer, dass die Erfindung des Wohnwagen einer Liebesgeschichte zu verdanken ist.

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Der damalige Skistock- und Reitpeitschenhersteller Arist Dethleffs baute den ersten Wohnwagen aus Liebe zu seiner Frau, damit diese ihn auf seinen Geschäftsreisen begleiten konnte. Leider wird diese „Liebesgeschichte“ jedoch noch nicht ganz so präsent vom heutigen Wohnwagenbauer kommuniziert.

Aber warum eigentlich nicht? Besser könnte man den Markenkern doch nicht transportieren an die Liebhaber der Dethleffs Wohnwagen. Denn es geht um die Liebe zur Familie, die Liebe zum Urlaub und die Liebe zur Qualität bei Dethleffs. Was würde da besser passen, als Slogans wie: „Aus Liebe entstanden, mit Liebe gemacht, für alle die individuellen Familienurlaub lieben“ oder „Perfekt für Ihre Liebesgeschichte“. Das Thema wäre jedenfalls ideal, um Lovestories der Konsumenten anzuregen, die gerne weitererzählt werden.

Hasan-Lisas

Marken, die dies verstanden haben, stellte Martin Gianmoena von kgm dann nachfolgend am WOMMup vor. Ob nun die von kgm betreute Marke Leibinger, die mit ihrer Story „Heimatliebe“ für regionalen Gesprächsstoff sorgt, die Marke Lisa´s Chips, bei der sogar „Chipsbäcker“ Fanpost bekommen oder die eigene Marke Gletscher Cola – jede Marke hat „Geschichte(n), die weitererzählt werden können“, so Martin Gianmoena am WOMMup.

Die vielen Markenstories gaben den Teilnehmer des WOMMup RV jede Menge neue Inspirationen mit auf den Weg, wie sich an den Gästebucheintragungen zeigt:

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Der TweetupTGKN im „Pfannkuchen“

Am Freitag nach dem WOMMup durfte MR. WOM dann am Treffen der Twitterer aus der Bodenseeregion teilnehmen – dem TweetupTGKN.

Bei Pfannkuchen gab es wieder jede Menge guter Gespräche und auch viel Weitererzählbares: Ob es nun das Fairphone war, das sich leider zumindest bei einigen Nutzern aufgrund vielerlei Probleme immer mehr zum #Failphone entwickelt, das „Fräulein vom Amt„, das sozial optimiert Facebook Fans richtig „vermittelt“ oder aber die anstehende re:publica.

MR. WOM konnte auch zu ein wenig Gesprächstoff beitragen, er brachte den Twitterern ein paar Präsent-Tüten vom WOMMup mit.

 

Da im Mai die re:publica ist und im Juni eine Pl0gbar ansteht, wird es erst wieder im Juli einen TweetupTGKN geben, bei der wir erstmals Wandern gehen (hier die Routen).

Hier finden sich noch weitere Nachberichte zum letzten TweetupTGKN vom:

Apropos Termine – hier noch ein paar „WOMMige“ Termine für alle Word of Mouth Marketing Interessierte:

 

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Fondue, D-Prominenz, Politik und ein bisschen Mundpropaganda

Gestern durfte MR. WOM einen wunderbaren Abend beim Twitterer- (und Blogger-) Fondue (#twFondue) im Baracca Zermatt am Zürcher Flughafen verbringen. Das Baracca bringt das alpine Fonduefeeling des Wallis in die Stadt und ist als mobile Saisoninstallation immer im Winter von November bis März in Zürich und Basel anzutreffen.

Organisiert wurde das Treffen von @Swissky (Kevin Kyburz) – Danke und Merci vielmals an dieser Stelle dafür.

Bild via Sonja Keller (@dialogine)

Bei feinem Käse- und Fleischfondue und prasselndem Kaminfeuer konnten sich knapp 20 Twitterer und Blogger in gemütlicher Atmosphäre austauschen und den digitalen Kontakt als persönlichen Kontakt vertiefen.

Was hat das nun mit Word of Mouth zu tun?

Nun wissen die geneigten Leser von MR. WOM, dass er eigentlich bei allem, was er erlebt, immer auch einen Bezug zur Mundpropaganda und zum Word of Mouth (WoM) Marketing sucht. Wo war der WoM und welcher WoM ? – dazu bot das Fondue ein paar spannende neue Erkentnisse:

Erkenntnis 1: Der Fondueplausch = ritualisiertes WoM

Wo Menschen zusammentreffen, um gemeinsam am Feuer aus einem Topf zu essen, tauscht man sich aus und es entsteht zwangsläufig Mundpropaganda.

In grauer Vorzeit teilte man seine Erlebnisse und Geschichten gemeinsam am Lagerfeuer. Später im Mittelalter (bis weit in´s 19 Jahrhundert hinein) ass man gemeinsam am Tisch aus nur einer Schüssel, manchmal gab´s sogar nur einen Löffel für die ganze Familie.

In heutiger Zeit ist davon u.a. der Kaffeeklatsch, Weihnachten (um den „brennenden“ Baum herum) oder das Dinnieren und Grill(ier)en mit Freunden übrig geblieben.

In der Schweiz wurde dabei eine besondere Form des gemeinsamen Essens entwickelt: Das Fondue – üblicherweise in der Art, dass alle um einen Topf herum sitzen, unter dem ein (kleines) Feuer brennt. Ein perfekter Ort / Anlass für ritualisiertes Word of Mouth – made in Switzerland.

Erkenntnis 2: Fondue als Kamingespräch mit der D-Prominenz = Weitererzähler für Mundpropaganda

Marketingleute wissen, wenn sich Twitterer, Blogger und sonstige Digitale treffen, dann treffen sich „Influencer“, digitale Multiplikatoren.

Einige davon sind zudem die „Influencer der Influencer“, da sie eine grössere Gemeinde an Lesern, Followern & Fans haben, zu denen oft auch Medienvertreter gehören, die dann die digitalen Stories der Multiplikatoren aufgreifen und in den Massenmedien verbreiten.Am twFondue wurde dafür von einigen der Begriff der „D-Prominenz“ – der digitalen Prominenz – verwendet.

Die Frage ist nur, wie kann ich die digitalen Meinungsführer als Weitererzähler für mein Unternehmen, meine Marke, meine Produkte gewinnen – wie kann ich sie zur Mundpropaganda anregen? Darüber konnte man einiges lernen am Fondue.

Leider denken einige Marketingleute ja immer noch, dass  Twitterer und Blogger ein ganz sonderbarer Typ Mensch sind (z.B. Nerds, Geeks usw.) oder, dass Blogger leicht käuflich seien. Das führt dann zu seltsamen Auswüchsen, wie viele Beispiele des Umgangs von Marken mit Bloggern zeigen, aktuell schön dargestellt beim Chefblogger.

Wer es richtig(er) machen möchte, sollte authentisch auftreten.

Denn Twitterer, Blogger und „D-Prominente“ sind (i.d.R.) ganz normale Menschen, die offen und neugierig sind, gerne unabhängig ihre Meinung kundtun und erwarten, dass man sie authentisch wie normale Menschen behandelt (so wie im Cluetrain Manifest gut beschrieben).

Marken & Marketingverantwortliche sind daher gut beraten, Twitterer, Blogger und Co. als wichtige Weitererzählergruppe für „Earned Media“ ähnlich wie Journalisten mit Respekt zu behandeln. Entscheidend ist dabei, dass man Blogger in ihrer Berichterstattung frei und unabhängig belässt und ihnen nichts vorschreibt oder Bedingungen stellt.

Im PR Bereich gibt es ein gutes Instrument, das für die Beziehungspflege mit Journalisten (leider viel zu wenig) genutzt wird und das auch für den Dialog mit digitalen Meinungsführern sehr gut passt: Das Kamingespräch. Und ein Fondue ist dazu eigentlich ein idealer Anlass.

Erkenntnis 3: Über Politik darf (auch) gesprochen werden

Eine der Small Talk Regeln lautet eigentlich ja: Meide politische Themen. Doch die Politik bietet andererseits auch ein grosses Feld für Gesprächsstoff. So auch am twFondue, was im Prinzip mit der Kandidatur von @bloggingtom als 8. Bundesrat zusammenhängt.

Zur Erläuterung für die nicht-schweizer Leser: Die Schweiz hat 7 Bundesräte, sie sind sozusagen die Regierung. Die Boulevard Zeitung „Blick“ hat nach der Abstimmung für den Stopp der Masseneinwanderung eine Aktion gestartet, die lautet: Das Volk muss besser vertreten sein – kandidiert für den 8. Bundesrat (den es so eigentlich lt. Gesetz nicht gibt, es gibt eben nur 7 Bundesräte). Diese Aktion schlägt natürlich auch entsprechende Mundpropaganda-Wellen in der Schweiz – wie man z.B. via Twitter unter #blick8BR verfolgen kann).


Auch wenn am Abend selbst eine offizielle Bewerbungsrede vom Bloggingtom ausblieb, so konnte MR. WOM sich vom Kandidaten ein gutes Bild im persönlichen Gespräch machen – meine Stimme hat er jedenfalls.

Natürlich war auch die Abstimmung ein Thema am Abend. Interessant war dabei das Beispiel der Schweizer Aktion „OhneDich“ für Fremdenfreundlichkeit (Danke @andreajerger für den WoM-Tipp), das schön zeigt, wie man Storytelling und Mundpropaganda für eine politisch-gesellschaftliche Aktion nutzen kann. Bei „OhneDich“ können Schweizer Fotos von sich und Ihren ausländischen Freunden hochladen und beschreiben, wie die Welt „ohne sie“ wäre. Die Fotos werden dann via Facebook und Twitter geteilt.

OhneDich

Erkenntnis 4: Blogger und Twitterer sprechen auch (gerne) über Marken und teilen diese auch offline

Natürlich stand beim twFondue Persönliches im Vordergrund. Man tauschte sich über seine Beweggründe aus und über Twitterer- und Blogger-Tipps. Aber auch über den Job und über Unternehmen und Marken wurde sich unterhalten.

Der eine oder die Andere zeigte interessante Webseiten, man sprach über diverse aktuelle Markenaktionen und erzählte von seinen Erlebnissen mit verschiedenen Dienstleistern und Serviceunternehmen. Einige hatten auch was Feines oder Lustiges zum probieren mitgebracht, was sie gerne mit den anderen teilten. (Wie z.B. @princessCH – Danke für den ultimativen „Ovo-Choc-Test“)


MR. WOM´s Fazit

Das twFondue hat sehr viel Spass gemacht – Danke für die tollen Gespräche und Inspirationen.

Als ganz persönliche Erkenntnis hat der Abend MR. WOM gezeigt, dass jede Menge Word of Mouth passiert, wenn sich Twitterer und Blogger treffen – und dass ein Fondue ein ideales Format für ein solches Treffen ist.

MR. WOM freut sich, wenn Ihr ebenso gute und hilfreiche Erkenntnisse für Euch vom twFondue mitgenommen habt.

PS: Am 14./15.03. findet in Konstanz das grenzüberschreitende Twitterertreffen #tweetupTGKN statt und von 04.07. – 06.07. findet das Barcamp Bodensee in Friedrichshafen statt. Wer mit dabei sein will, ist herzlich eingeladen.

 

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