April´s TOPWOM of the Month

For english readers: please read the summary at the bottom of this article.

Nachdem MR. WOM die letzten Wochen u.a. mit dem Osterhasen, dem Besuch von Kongressen und Konferenzen sowie einigen Kundenmandaten beschäftigt war, musste der TOPWOM ein wenig warten. Daher wird aus dem TOPWOM der Woche nun der TOPWOM des Monats April.

April´s TOPWOM

Letzte Woche stolperte MR. WOM bei der Morgenlektüre im Blick über ein Experiment aus den USA, das zeigt, dass sich Frauen selbst ganz anders sehen, als es es andere tun. Hinter dem zitierten Experiment steckt der Markenhersteller Dove, der damit wieder einmal beweist, wie man mit relevanten Stories für Markengespräche, Word of Mouth und jede Menge PR-Buzz sorgen kann.

Das Dove Video entwickelte eine grosse Viralität und zeigt exemplarisch, wie aus einem Video als Touchpoint ein Talking Point für Word of Mouth wird.

Doch zum TOPWOM hat dies leider nicht gereicht. Auf den TOPWOM des Monats April wurde MR. WOM durch eine Morgenmeldung bei seinem Lieblingsradiosender FM4 über die Obststadt Wiener Neustadt aufmerksam.

Im Rahmen der Radioreportage wurde auch das „Incredible Edible“ Projekt erwähnt, das Pate bzw. Vorbild für die Obststadt stand.

Bei beiden Projekten geht es darum, den urbanen Raum als Anbaufläche für Obst und Gemüse für alle Bürger wieder zu erschliessen. Die Projekte sind aus Initiativen von und für Bürger entstanden, bei der jeder Bürger im ungenutzen öffentlichen Raum von Städten Obst und Gemüse anbauen und ernten kann. Die Projekte werden durch den Community-Gedanken getragen und nutzen die Macht der Mundpropaganda. Wie gross die Word of Mouth Power ist, zeigt der Ausbreitungs-Erfolg der „Incredible Edible“ Bewegung: In Todmorden gestartet gibt es mittlerweile in ganz England und vielen Teilen Frankreichs Incredible Edible Projekte.

KarteWie eine aktuelle Karte zeigt, verbreitet sich die Bewegung neben Frankreich aktuell in Deutschland (mit Projekten u.a. in Andernach, Österreich und hat auch schon in der Schweizer Romandie Fuss gefasst, u.a. in Le Locle.

Hier geht´s zur Karte mit allen Incredible Edible Projekten weltweit.

Pam Warhurst, eine der Gründerinnen von „Incredible Edible“, benennt im TED-Video einige der Erfolgsfaktoren, die den WOM Effekt gut erklären:


Hier der Link zum Video des sehr „wommable“ Vortrages von Pam Warhurst.

No NOWOM this month?

Oh doch, leider gab es auch einen NOWOM im April. Auch wenn die Verwendung eines Lieblingsparfums durch den Vater ein NoGo ist, ist das noch lange kein Grund für den NOWOM des Monats, es zeigt allerdings, dass positives Word of Mouth sich bei Trend- und Modeprodukten schnell in´s Gegenteil kehren kann, wenn aus einem Trend eine Mainstream-Nutzung der Massen wird.


Der NOWOM des Monats ist jedoch wesentlich schlimmer und dreht sich diesmal um die bezahlten Fake Reviews von Samsung. Da das Thema umfassender ist, wird der NOWOM des Monats April in einem separaten Artikel behandelt, der in Kürze folgt.

Was wird der #TOPWOM und #NOWOM des Monats Mai ?!

Was wird der TOPWOM und NOWOM nächsten Monat? Was denkt ihr – habt Ihr Vorschläge? Dann bitte hier im Blog posten oder twittern an #TOPWOM oder #NOWOM. Aus allen Vorschlägen wählt MR. WOM dann den TOPWOM und NOWOM des Monats Mai aus, das Ergebnis wird dann Ende Mai veröffentlicht.

English Summary

Talkable stories, topics that work well as conversation starter and an engaged community, that spread the word, are the reasons why the Incredible Edible project of Todmorden  – a movement of citizens to use public space for the social urban gardening of fruits and vegetables in Northern England, that spreads now by Word of Mouth all over the World – became the TOPWOM of this month April.

The NOWOM this month was generated by Samsung´s paid fake reviews on competitors products. Cause of it´s relevancy for the future of WOM, it needs an extra article on its own to be discussed – this article will follow soon on this blog.

Call for the TOP & NOWOM of May: What will be most talkable, what will be not “wommable” next month? You have any suggestions? Post them via Twitter with #TOPWOM or #NOWOM or by comment in this blog.

 

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Gast WOM: Content Marketing – Übertriebener Hype oder Revolution?

Ein Mittel, um Word of Mouth zu generieren und weiterzuverbreiten ist der Einsatz von Content Marketing – z.B. in Form von Infografiken oder viralen Spots. Blickt man in´s tägliche Social Web, könnte man in diesem Zusammenhang versucht sein, einen aktuell Hype zu erkennen – oder doch nicht? Der folgende Gastbeitrag von Paul Bieber nimmt dazu Stellung*.

Content Marketing ist eigentlich nichts Neues. Gewitzte Selbstvermarkter wussten schon vor Jahren, was das Angebot wirklich überragender, relevanter Inhalte für sie tun kann. Was daran nun neu ist? Der Hype. Denn während Content Marketing noch vor einigen Jahren nicht in aller Munde war, hat es inzwischen einen ähnlichen Ruf wie Ruby on Rails unter Webentwicklern – es wird als „the next big thing“ gehyped und jeder will Content Marketing betreiben. Wer es nicht tut, ist out. Ist die vermeintlich neue Werbeform wirklich so groß, wie sie aufgeblasen wird, oder können wir so weitermachen, wie es bisher auch immer funktioniert hat?

content-marketing-infografik-womma-teilQuelle: WOMMA | Vollständige Infografik siehe WOMMA.

Was ist überhaupt Content Marketing?

Content Marketing bezeichnet das Angebot hochwertiger Inhalte für Interessenten und potenzielle Kunden, die man ihnen meistens kostenlos anbietet. Sie holen sich diese Inhalte, da kein anderer sie in so hochwertiger und spezifischer Form anbieten könnte wie man selbst. Dadurch outet man sich unterschwellig als Fachmann fürs eigene Fachgebiet – und überzeugt Kunden, die sich anhand von bisherigen Referenzen oder einer hübschen Webseite nicht überzeugen lassen würden.

Man baut über Content Marketing eine fachliche Beziehung zu den Konsumenten der kostenlosen Produkte auf und überzeugt sie dadurch, zu Kunden zu werden oder sich zu überlegen, welche Synergien sie zum Ersteller des hochwertigen Contents eingehen könnten. Wissenschaftler publizieren Fachartikel über ihre Errungenschaften, Freelancer und Unternehmen profilieren sich über Content Marketing – eigentlich eine Praxis, die gar nicht so innovativ wirkt, wenn man sie aus diesem Blickwinkel betrachtet.

Der Content Marketing-Hype

Content Marketing ist empfehlenswert. Uneingeschränkt. Wer etwas zu sagen hat und sich zu vermarkten weiß, sollte nicht zögern und sich der Welt mitteilen. Ein eBook, ein gutes Tutorial, ein Video… all das kann funktionieren und wird in einer Zeit, in der das Internet mit hoch- und minderwertigen Informationen überschwemmt wird, immer mehr an Bedeutung.

Krüger

Beispiel Krüger: Der Heissgetränke-Anbieter Krüger bietet Konsumenten nutzwertigen Content zum Teilen in Form von Rezeptideen, Freizeittipps oder Ratgeberinfos

Der Hype allerdings ist übertrieben, denn Content Marketing wird schon seit Jahren gemacht und die neue Begeisterungswelle hat eher dazu geführt, dass die eigentlich hochwertige Qualität dieser Strategie nach und nach verwässert wird. Doch auch darin liegt eine Chance verborgen; hochwertiges Content Marketing wird positiv auffallen und bietet potenziellen Kunden und interessanten Partnern für Synergie-Effekte eine Möglichkeit, den Anbieter aus sicherer Distanz fachlich zu beschnuppern.

Was richtig gutes Content Marketing bewegt

Wenn wir eine neue Fähigkeit erlernen oder uns nur informieren wollen, suchen wir nach hochwertigen Inhalten oder nach Anleitungen und Tutorials mit Hands-on-Mentalität, die praktische Anweisungen geben, die sich tatsächlich umsetzen lassen. Durch Content Marketing kann man sich online einen Namen machen und sich einen guten Ruf als Fachmann im eigenen Gebiet aufbauen.

Content Marketing Beispiel Hornbach: Online Tutorials der HORNBACH Meisterschmiede

Gerade für Freelancer oder Unternehmen mit einzigartigem Konzept ist Content Marketing damit eine gute Idee, deren Chancen sie nicht verpassen sollten. Ein Upgrade zu noch mehr Mehrwert kann man in die kostenlosen Inhalte immer noch einbauen.

infografik_contentmarketing

Infografiken im B2B Bereich – wie z.B. diese hier zum Thema Content Marketing von tlc communications – werden gerne weiterverbreitet

Gastautor Paul Bieber

*Über den Gastautor: Dieser Gastbeitrag stammt von Paul Bieber. Er arbeitet als Social Media Manager bei der Digitalagentur Columbus Interactive und ist u.a. verantwortlich für die Kunden doubleSlash Net-Business GmbH aus Friedrichshafen und die Weba Fahnen GmbH & Co. KG aus Baienfurt.

Redaktioneller Hinweis: MR. WOM bietet in seinem Blog Gastautoren die Möglichkeit fachliche Beiträge zu veröffentlichen. Diese Gastbeiträge stellen die Meinung des jeweiligen Gastautors dar und entsprechend nicht in jedem Fall der Meinung von MR. WOM. Interessierte Gastautoren wenden sich bitte direkt an MR. WOM.

 

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TOP WOM & NO WOM of week 11 (11.03. – 17.03.2013)

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Am meisten wommable waren zuletzt der Swatch Geschäftsbericht auf schweizerdeutsch und MR. WOM´s persönliches Serviceerlebnis mit Bad Dürrheimer. Der NOWOM der Woche 10 kam von UPC Cablecom´s Horizon TV.

Die TOPWOM und NOWOM Anwärter in Woche 11

Erfreulich in der letzten Woche war, dass es keine NOWOM Anwärter gab, sondern nur positive TOPWOM Favoriten. Dabei kommen jeweils nur die Beispiele in die Wochenauswahl, die MR. WOM in der jeweiligen Woche über den Weg gelaufen sind – egal ob schon älter oder hochaktuell.

Der erste Anwärter war die Kampagne von numéro10 (übrigens mit neuer very wommable Website) für das Swisstopo Kartenangebot des Bundesamtes für Landestopografie, von der MR. WOM via @werbewoche erfahren hat. Mit dem Online-Schatzkarten-Spiel „Suche den Geist“ bietet Swisstopo Schulkindern ein spielerische Produkterlebnis.

swisstopoMR. WOM gefällt hierbei insbesondere das Storytelling und die Möglichkeit, dass die Kinder als Weitererzähler ihre Eltern sicher auf Swisstopo hinweisen werden (auch wenn das wohl nicht originär zur Strategie der Kampagne gehört). Hier ist es gelungen, einen Touchpoint zu kreiieren, der mit Sicherheit Word of Mouth bei Kindern und Eltern erzeugt.

Auf den zweiten Anwärter wurde MR. WOM ebenfalls durch @werbewoche aufmerksam: Der Youtube Spot von Duval Guillaume Modem für Carlsberg Beer inszeniert in provokanter Art und Weise das Thema Freundschaft (man nennt sowas wohl „Stuntmarketing-Filme“):

Auch wenn hier dem besten Freund eine Menge zugemutet wird, was „hart an der Grenze“ ist, so bleibt dem um Hilfe ersuchten Freund immer die Wahl – er ist nicht völlig schutzlos der Situation ausgeliefert wie etwa im Nivea Stresstest. Das Thema echte (Männer)Freundschaft ist mit dem Spot in sehr weiterzählbarer Form aufbereitet – der Spot kann viral Gespräche starten und aus dem Touchpoint wird ein Talkingpoint.

Der TOPWOM der Woche 11

Wenngleich grosse Budgets und sehr kreative Agenturen nicht immer ein Garant sind, um gutes Word of Mouth (WOM) zu erzeugen, so ist es zumindest einfacher einen TOPWOM zu kreiieren, wenn man als Unternehmen beides zur Verfügung hat. Das bedeutet jedoch nicht, dass KMU, die beides nicht haben, nicht weniger wommable sind – ganz im Gegenteil. Das beweist das Beispiel des Malers Deck aus Deutschland, der spätestens seit Su Frankes Blogbeitrag im Jan. 2013 nicht nur in Deutschland, sondern auch in der Schweiz als „Mr. Social Media des Handwerks“ bekannt ist.

Maler Deck´s Beiname und sein grosser Erfolg in Social Media (z.B. als @malerdeck) überdecken dabei ein wenig den Kern seines Erfolges: Er sorgt mit guten Kundenerlebnissen und tollen Geschichten für positive Mundpropaganda, die sich Dank der geschickten Social Media Verlängerung als Turbo für seine Bekanntheit weit über den Raum Karlsruhe auswirkt. Dabei versteht es Maler Deck, die im realen Leben austauschbare Leistung vieler vergleichbarer Maler-Anbieter in ein unvergleichliches Wow Erlebnis für den Kunden zu verwandeln, das gerne weitererzählt wird und damit jede Mundpropaganda Offline und Online generiert.

Was macht Maler Deck nun, das ihn so „wommable“ macht? Er nutzt zur WOM Generierung teils sehr einfache, aber intelligent eingesetzte, oft auch handwerker-typische Mittel und bleibt in der Kommunikation stets offen, ehrlich und authentisch. Er zeigt seinen Kunden, dass er ihnen zuhört, sie respektiert und er überrascht sie mit Wow Erlebnissen. So können Kunden, die Maler Deck beauftragen, jeweils für die Dauer der Malerarbeiten kostenlos Mittagessen gehen.

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Bildquelle: www.malerdeck.de

Malerdeck befragt zudem seine Kunden regelmässig nach einem Auftrag mit einem einfachen Formular nach Ihrer Meinung aber auch ihrem Produkterlebnis mit Maler Deck. Und diese oft handschriftlichen und damit sehr authentischen Kundenantworten scannt er ein und veröffentlicht diese Kundenstories in seinem Blog und teilt sie via Social Media.

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Bildquelle: www.malerdeck.de

Last but not least überrascht er seine Kunden mit seinem „Clemens“ als Dankeschön für den Auftrag.

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Bildquelle: www.malerdeck.de

Drei WOW Erlebnisse (und noch viele mehr), die Word of Mouth erzeugen und die zudem noch perfekt via Social Media verlängert werden – damit geht der TOPWOM der Woche an Maler Deck. Und MR. WOM träumt jetzt erstmal von ähnlich empfehlenswerten Handwerkern im Thurgau…

Call for #TOPWOM and #NOWOM of week 12 ?!

Was wird der TOPWOM und NOWOM diese Woche? Was denkt ihr – habt Ihr Vorschläge? Dann bitte hier im Blog posten oder twittern an #TOPWOM oder #NOWOM. Aus allen Vorschlägen wählt MR. WOM dann den TOPWOM und NOWOM von dieser Woche aus, das Ergebnis wird dann am Montag der Folgewoche wieder veröffentlicht.

English Summary

International brands like Carlsberg Beer with it´s famous Spot about friendship or the children´s online game to explore playfully the maps of the federal office for swiss topography swisstopo (created by swiss creative agency numéro10) are good examples how to make Touchpoints into talkingpoints.

But the TOPWOM of last week comes from the small german painter Maler Deck – in Germany also known as „Mr. Social Media of handcraft“ (about 12´000 Followers on Twitter). He generates Word of Mouth (WOM) with a lot of little awesome actions and services and connects this perfectly with social media.

Here are three examples of his WOM: While he is renovating an apartment, he invites his customers for lunch as long as the renovation will take. He asks for feedback with a very simple formular, where his customers can rate and note also their personal service experiences with him. After receiving the feedback, he scans and publishs the hand-filled formular online and spread it via social media. Last but not least he delights his customers with a little bear called „Clemens“ as a „Thank You“ gift – combined with a request for recommendation (btw: the bear is – surprise surprise – hidden somewhere in the apartment).

Call for the TOP & NOWOM of this week: What will be most talkable, what will be not “wommable” this week? You have any suggestions? Post them via Twitter with #TOPWOM or #NOWOM or by comment in this blog.

 

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WOM Marketing für KMU am Lilienberg

Am 27.02.2013 durfte MR. WOM beim Lilienberg Unternehmerforum das erste Word of Mouth Marketing Einstiegsseminar für KMU geben.

Lilienberg-02Das halbtägige Seminar bot den insgesamt 6 Teilnehmern aus den Bereichen Beratung, Interimsmanagement, Industriegewerbe und Personalwirtschaft sowie Vertretern des Lilienberg selbst den praktischen Einstieg in das Thema Word of Mouth Marketing und umfasste praktische Beispiele und Einführungs-Übungen zur Entwicklung eines eigenen Mundpropaganda Marketing Ansatzes. Ein besonderer Fokus des Seminars lag auf Praxisbeispielen aus den Bereichen B2B, Service und KMU sowie der praktischen Erarbeitung eigener WOMM Ansätze zusammen mit MR. WOM und anschliessender Gruppendiskussion.

seminar01Dabei entwickelte sich – dem Lilienberg Prinzip entsprechend – ein reger Dialog und Austausch unter den Teilnehmern selbst und die daraus entstehende Selbstreflexion führte zu neuen Erkenntnissen, die die Teilnehmer gerne mitnahmen.

Axel Bechler, Geschäftsführer der Axing AG, fand seine Erwartungshaltung bestätigt: „Es war ein guter Einstieg in das Thema mit umfassenden Überblick, praktischen Tipps des Referenten und vielen Inspirationen“. Für ihn war dabei auch interessant, eine Bestätigung zu bekommen, dass „die Axing AG bereits Word of Mouth Marketing macht, ohne dass uns das bisher bewusst war“. Die Axing AG machte in der Vergangenheit durch ein besonders weitererzählbares Produkterlebnis von sich Reden: Als Anbieter von Fernseh-Satellitentechnik stellt sie den ausführenden Technikern kostenlos spezielle Hilfsmittel bereit, die eine enorme Zeitersparnis bei der baulichen Installation bieten.

MR. WOM gefiel am Seminar insbesondere, dass die Teilnehmer anfingen in WOMM zu denken und sich gegenseitig Mundpropaganda Tipps gaben. Yvonne Baumgartner Muckly von der Manpower AG berichtete u.a. von Blumen als Wow Erlebnis, was immer für Gesprächsstoff sorgt bei ihren Kunden und riet beispielsweise dem teilnehmenden Interimsmanager zu Swiss-made Storytelling. Für Sie war die Zeit für die praktischen Übungen zu knapp bemessen, aber sie nahm „sehr viele gute Impulse für das Word of Mouth Marketing der Manpower AG“ mit. Ebenso ging es der teilnehmenden Prozessberaterin: „Gut fand ich, dass MR. WOM individuell auf die Bedürfnisse jedes Teilnehmers einging und konkrete praktische Tipps für die unternehmereigene Mundpropaganda gab“.

Neues „wommable“ Seminarkonzept des Lilienberg

seminar02Beim ersten WOMM Seminar am Lilienberg wurde auch erstmals erfolgreich das neue Konzept im Bereich Bildung erprobt, welches u.a. neu im Catering auf lokale sowie hauseigene Produkte setzt. Das war ganz nach dem Gusto von MR. WOM, vor allem da die Lilienberg Organisatoren hierbei mit weiterzählbaren Marken und durch hauseigene Produkte selber Weitererzählbarkeit generierten.

So konnten die Teilnehmer hauseigenes Gebäck und Snacks geniessen, von denen die Schoko-Nuss-Kreationen – kredenzt in kleinen Einmachgläsern – MR. WOM ein besonderes Wow Erlebnis bereiteten.

Die Bio Frucht Smoothies von Traktor – einer Biotta-Tochterfirma – waren ebenfalls sehr empfehlenswert und müssen sich nicht hinter dem bereits stark auf WOM Marketing setzenden Wettbewerber Innocent Smoothies verstecken, da sie zwei WOM Vorteile ggü. Innocent haben: 100% biologische Nachhaltigkeit und lokale Regionalität.

TraktorLast but not least zu erwähnen sind die „wommable“ Produkte der Mineralquelle Gontenbad (GOBA), die die Teilnehmer und MR. WOM nicht nur während des Seminars mit Appenzeller laut & leise erfrischten, sondern auch als kleines Geschenk aus der GOBA Manufaktur erfreuten (die feine Granatapfel-Konfitüre hat MR. WOM schon „weggenascht“).

Goba-01MR. WOM dankt allen Teilnehmern, den Lilienberg Organisatoren und auch Traktor & GOBA für das „wommige“ Seminarerlebnis und freut sich auf das nächste WOM Seminar am Lilienberg.

Nächstes Einstiegs-Seminar WOM Marketing am 22. März 2013 auf dem Lilienberg

Der Bereich Bildung des Lilienberg Unternehmerforums hat die neue halbtägige Seminarreihe „Word of Mouth Marketing für KMU“aufgesetzt, um der mittlerweile hohen Relevanz von Mundpropaganda im Marketing Rechnung zu tragen.

Das nächste Einstiegsseminar Word of Mouth Marketing findet am 22.03.2013 von 13:30 – 19:00 Uhr im Lilienberg Unternehmerforum in Ermatingen am Bodensee statt. Anmeldung und weitere Infos finden sich hier.

 

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TOP WOM & NO WOM of week 10 (04.03. – 10.03.2013)

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Nachdem zuletzt Premium Cola der TOPWOM und Microsoft den NOWOM lieferten, kommt hier nun der TOPWOM & NOWOM der letzten Woche.

Im Laufe der letzten Woche sorgten gleich mehrere Marken und Firmen für Gesprächsstoff. Im deutschsprachigen Raum waren dies

International fielen MR. WOM folgende Marken auf:

  • Slurpee von 7-Eleven für den 7-Eleven-Day WOM
  • Art Director´s WOM von Dove (gefunden Dank Hype5.ch)

The TOPWOM of week 10

Deutschsprachiger WOM: Die Kekswerkstatt, bei der man sich seine eigenen Kekse zusammenklicken kann, hat es nicht ganz geschafft, aber verdient ein Lob für den konsequenten Weg in Richtung 100% WOM, den sie mit ihrem neuen Probierpaket geht. Zalando´s Vorankündigung des Fashion Concept Cars erzeugte zwar jede Menge Aufmerksamkeit und wilde Spekulationen (u.a. bei T3N), doch leider enttäuschte das Ergebnis dann als nicht ganz so „wommable“.

Den TOPWOM der letzten Woche erzielte im deutschsprachigen Raum die Marke Swatch mit ihrem schweizerdeutschen Geschäftsbericht.

swatchDenn dadurch wurde mit einfachen Mitteln ein aktuell grosses Gesprächsthema in der Schweiz von Swatch positiv besetzt: Swissness und die Diskussion darum, wieviel Schweiz in einem swiss made Produkt enthalten sein muss. Der WOM Effekt des schweizerdeutschen Swatch Geschäftsberichtes war dementsprechend gross – die Öffentlichkeit im Web wie auch die Print- und Digitalmedien nahmen das Thema umgehend auf.

Mit zu den TOPWOM Anwärtern gehörte auch ein Wow-Erlebnis, das MR. WOM persönlich erleben durfte. Vor rund 2 Wochen kaufte MR. WOM die Apfelschorle von Bad Dürrheimer. In freudiger Erwartung machte er die Flasche auf, doch was passierte? Nichts, kein Zischen, kein Sprudeln, keine Kohlensäure. Ein NOWOM? Nein, im Gegenteil. MR. WOM teilte das nicht gerade prickelnde Erlebnis mit Bad Dürrheimer auf Facebook und wurde überrascht von schnellem, aufrichtigem und transparentem Service via Facebook wie auch später per Mail (Reaktionszeit 10 Minuten!): Die Ware wird erstattet und es gab als Dreingabe noch eine Einladung zur Werksbesichtigung.

dürrheimerZwar ist die WOM-Wirkung von gutem Service via Facebook – speziell bei Kritik – mittlerweile bekannt, doch von einer regionalen, konservativen Traditionsmarke nicht unbedingt immer mit 100% Performance zu erwarten – daher auch der besondere Wow Effekt. Merke, manchmal sind es die kleinen Aufmerksamkeiten, die „wommable“ sind. Auch wenn MR. WOM in diesem Fall persönlich sehr befangen ist: Auch ein TOPWOM.

Internationaler WOM: Die “Real Beauty”-Positionierung von Dove, die Art Directoren & Kreative als Weitererzähler anspricht, ist schon sehr gute Mundpropaganda, aber fokussiert MR. WOM noch zu sehr auf nur den digitalen WOM Kanal. Daher entschied sich MR. WOM den internationalen TOPWOM der letzten Woche an Seven 11 Australien für das Slurpee Mundpropaganda-Erlebnis zu vergeben. 7-Eleven ist ein Einzelhändler, der von 7 Uhr morgens bis 11 Uhr nachts in meist kleineren Shops eine selektive Auswahl an Produkten des täglichen Bedarfs anbietet – vergleichbar zu deutschen Tankstellenshops, den Kölner „Büdchen“ (Kiosken) oder den Avec-Shops in der Schweiz. Die Word of Mouth Kampagne ist zwar schon älter, doch MR. WOM ist erst letzte Woche darüber in Steve Fogg´s Blog gestolpert.

7-11-dayJedes Jahr – immer am 07.11. – ruft 7-Eleven Australien den „7-Eleven Day“ aus, an dem es für die Kunden etwas gratis gibt, genau der richtige Zeitpunkt vor dem Sommerbeginn der südlichen Hemisphäre (auf der Nordhalbkugel ist dieser Tag immer am 11.7.). Am „7-Eleven-Day“ 2012 gab es pro Kunde je einen Surplee gratis. Der „Surplee“ ist als Seven-11 Eigenprodukt ein überaus beliebter gefrorener Softdrink. Der 7-Eleven-Day ist – ähnlich zum grossen Stricken von Innocent Smoothies – als institutionalisiertes Word of Mouth integraler Bestandteil der Marken Seven 11 & Surplee. Er wird jedes Jahr in unterschiedlicher Form zelebriert – 2012 in Australien dauerte der 7-Eleven-Day vom 7.11. bis 11.11., die Kampagne wurde durch den Download von Vouchern via Facebook und 7-Eleven-Website online verlängert und erzeugte Offline wie Online im Web bei Bloggern und Medien ein grosses Echo. Sie ist ein gutes Beispiel, wie man WOM-Marketing dauerhaft mit einer einfachen Story (7-Eleven-Day) zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort (7-Eleven-POS) erzeugen kann.

The NOWOM of week 10

Leider gab es letzte Woche auch wieder einen NOWOM, auf den MR. WOM der Twitterer @yago1 hinwies: Die nicht einwandfrei funktionierenden neuen Settopboxen der Digital TV Anbieters Horizon / Cablecom und der leider aus Nutzersicht dazu nicht immer gute Service, der hohe Unzufriedenheit und damit negatives WOM auslöst.

cablecom2Wer in der Schweiz lebt, kennt den Kabel-TV-, Telefon und Internet-Anbieter Cablecom und seine bereits lange und leidvolle Geschichte mit negativem Word of Mouth. MR. WOM dachte eigentlich es hätte sich hier etwas geändert. Doch leider generiert der Marktlaunch des neuen Digital TV Dienstes Horizon neue Negativ-Empfehlungen, da scheinbar ein zu wenig getestetes System im Markt nun live am zahlenden Kunden als Versuchskaninchen getestet wird.

cablecom1Zum Ärger der Kunden trägt wohl auch der teilweise wenig informierte Kundenservice bei, der nicht immer weiter weiss, Probleme zum Kunden zurückzuspielen scheint und dabei oft betont, dass das Horizon System einwandfrei und gut funktionieren würde. Dabei würde es Cablecom angesichts der massiven, breiten und mittlerweile auch medialen Kritik wohl eher helfen, Fehler offen einzugestehen (wie es Bad Dürrheimer offen gemacht hat), statt weiter abzuwiegeln.

Fazit

Die Beispiele zeigen, dass innovative, aber unausgereifte Produkte (Horizon TV) ebenso wie aufgebauschte Stories (Zalando) und das Dementieren von offensichtlichen Fehlern (Cablecom) keine Word of Mouth Wirkung entfalten und im schlimmsten Fall sogar negative Mundpropaganda erzeugen. Manchmal reichen eine simple, klare Idee (7-Eleven), kontinuität und Charakterstärke (Swatch) oder aufrichtiger ehrlicher Kundenservice (Bad Dürrheimer), um einen grossen Wow Effekt und damit Mundpropaganda auszulösen.

Call for #TOPWOM and #NOWOM of week 11 ?!

Was wird der TOPWOM und NOWOM diese Woche? Was denkt ihr – habt Ihr Vorschläge? Dann bitte hier im Blog posten oder twittern an #TOPWOM oder #NOWOM. Aus allen Vorschlägen wählt MR. WOM dann den TOPWOM und NOWOM von dieser Woche aus, das Ergebnis wird dann am Montag der Folgewoche wieder veröffentlicht.

English Summary

The german speaking TOPWOM of the week 10 was generated by Swatch, who published their annual report in swiss-german dialect to show their close relation to swiss traditions and to sharpen their posioning as swiss brand. The Swatch publication in swiss german provokes a huge Buzz in the web and medias how swiss brands should act and look like. Swatch positioned itself in a positive way within the actual public debate about the swissness of swiss product and the actual consultations on how much swiss should be inside a swiss made product. Seven-11 Australia generated the international TOPWOM of the week. It´s from Nov 2012, but MR. WOM just found it now via Steve Fogg´s Blog (Thanks to Steve), who explains very well 5 learnings from this campaign for Word of Mouth.

The NOWOM came last week from Horizon TV by Cablecom, a swiss Cable-TV- and Internet Company, which launched a new digital TV Settopbox, which doesn´t work well, so that the service is now unfortunately beta-tested by their paying customers. The result is massive negative Word of Mouth not only by customers but also by media now.

Call for the TOP & NOWOM of this week: What will be most talkable, what will be not „wommable“ this week? You have any suggestions? Post them via Twitter with #TOPWOM or #NOWOM or by comment in this blog.

 

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Weitererzählbare Zucchiniblüten – Einstiegsseminare WOM Marketing für KMU

Vor einigen Jahren vertrat ein Freund von MR. WOM einen Gemüsehändler auf dem Wochenmarkt, der krankheitsbedingt zwei Wochen pausieren musste. Dieser Freund überlegte sich, dass es doch toll wäre, wenn man die Wochenmarktbesucher ein wenig mit neuen Gemüsensorten inspirieren könnte. Als passionierter Hobbykoch wollte er u.a. Zucchiniblüten am Stand anbieten. Die Herausforderung dabei war, dass die wenigsten Leute genau wissen wie man Zucchiniblüten zubereitet. Darum schrieb er handschriftlich ein paar Rezepte aus seinen Kochbücher auf, kopierte diese und verteilte sie am Marktstand. Mit grossem Erfolg: Der zusätzliche „Add on“ der kostenlosen Rezepte sprach sich schnell auf dem Markt rum und binnen kurzer Zeit waren die Zucchiniblüten ausverkauft. Mehr noch: In der Folgewoche kamen umso mehr Leute und fragten nach neuen Essens-Inspirationen.

zucchiniDieses kleine Beispiel zeigt, wie einfach und leicht KMUs die Kraft von Word of Mouth für ihren Erfolg nutzen können. Weitere Beispiele inkl. einem praktischen Workshop zum Erlernen der erste Schritte beim Aufbau eines eigenen Word of Mouth Marketings bietet MR. WOM´s Einstiegsseminar „WOM Starter für KMU“, das am morgigen Mittwoch, 27. Februar 2013 ab 13:30 – 19:00 im Lilienberg Unternehmerforum in Ermatingen / Thurgau stattfindet. Lesen Sie dazu auch das Interview des Lilienberg Unternehmerforums mit MR. WOM.

Die Teilnahme-Kosten liegen bei CHF 300.– pro Person (inkl. Dokumentation und Apéro). Im Anschluss besteht die Möglichkeit für ein gemeinsames Abendessen, welches separat zu CHF 80.– gebucht werden kann.

Keine Zeit? Termin zu kurzfristig? Das Einstiegsseminar „WOM Starter KMU“ am Lilienberg Unternehmerforum wird wiederholt am Freitag 22. März 2013 – buchen Sie jetzt!

Über das Lilienberg Unternehmerforum

LilienbergSeit über 20 Jahren fördert die Stiftung Lilienberg Unternehmerforum das Unternehmertum. Sie erhält und wahrt freiheitliches unternehmerisches Gedankengut. Diese Zielsetzung verwirklicht die Stiftung im Lilienberg Unternehmerforum Ermatingen. Nach dem Prinzip des „Unternehmer schulen Unternehmer“ stehen im Zentrum der Lilienberg Veranstaltungen Vergleichspersönlichkeiten, die erfolgreiche Beispiele, Vorgehensweisen und Umsetzungsverfahren aufzeigen, mit denen vielfältige unternehmerischen Herausforderungen bewältigt werden können. Veranstaltungen des Lilienberg Unternehmerforums richten sich an Führungskräfte und Entscheidungsträger sowie unternehmerische Persönlichkeiten aus allen Bereichen von Politik und Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft.

 

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Provokante Markeninszenierung vs. empathische Nutzerinszenierung

Trendhunter-BuchGerade eben ist MR. WOM bei Twitter über den interessanten T3N Artikel von Yvonne Ortmann  gestolpert. Sie beschreibt hier die von Jeremy Gutsche (Gründer des Trendportals TrendHunter.com) in seinem Buch postulierten 4 Erfolgsfaktoren für eine erfolgreiche Innovations-Kultur von Unternehmen. MR. WOM kann diesen 4 Erfolgsfaktoren im Artikel fast komplett zustimmen. Nur nicht den Aussagen des 2. Absatzes des Erfolgsfaktors „Kundenbesessenheit“.

Die Aussage im T3N Artikel:“Viele bieten Dienste und Produkte an, die andere genauso anbieten könnten. Das Wichtigste ist deshalb die absolute Kundenfokussierung und ein starkes Sich-Hineinversetzen in Kunden. Zielgruppen festlegen und Studien durchführen können den direkten Kontakt zu Kunden nicht ersetzen. Gerade wenn sich die Welt im Wandel befindet, erhält man nur durch den direkten Kontakt Einsicht in die Kundenperspektive: Kunden treffen, mit ihnen telefonieren, sie aufsuchen, nachfragen. Und niemals denken, dass man sie schon gut kennt.“ findet noch MR. WOM´s volle Zustimmung wie auch der Aussage im Bezug auf die Vermarktung: „Auch hier muss eine kulturelle Verbindung zu den Nutzern aufgebaut werden. Das Ziel ist nicht, einfach nur in Erinnerung zu bleiben. Menschen sollen das eigene Produkt nicht mehr als Produkt betrachten, sondern sich damit komplett identifizieren.“

Allerdings widerspricht MR. WOM der Schlussfolgerung: „Um Kunden anzusprechen, reichen die zwei Grundsätze „kurz und eindeutig“ nicht. Die Botschaft muss etwas Übertriebenes („supercharged“) beinhalten, damit sie aufstört und hängen bleibt. Kein „Fat Burger Cafe“, sondern ein „heart attack grill“!“

In der heutigen vernetzten Welt, geht es nicht nur um Aufmerksamkeit und Kundenansprache, sondern auch um Empathie und sozialen Nutzen für den Kunden. Zwar können „supercharged“ Botschaften wunderbare Gesprächsstarter für Word of Mouth sein. Und klar ist auch, dass nur herausragende Wow Erlebnisse mit einer Marke zu WOM Empfehlungen führen. Aber man muss hier nicht stets das Superlativ als ultimativen Kick verwenden, sondern viel eher als Marke empathisch verstehen, welchen sozialen Nutzen ein Kunde mit einer Marken verbindet. Denn erst dadurch entsteht eine intrinsisch motivierte, soziale, kulturelle Identifikation des Nutzers mit der Marke. Apple schafft dies perfekt, in dem es den sozialen Nutzen der Marke Apple für den Kunden – Status – und damit den Kunden selbst inszeniert. Diese soziale Inszenierung des Kunden erzeugt erst die enge Identifikation der Apple „Jünger“ mit ihrem „iGod“. Das geht ganz ohne Superlative mit grossem Erfolg: Apple war in 2010 die „most talked about“ Marke in den US Social Networks – und das ohne Apple eigene Social Media Präsenz.

Die Empfehlung zur Superlativierung ist daher zu kurz, zu einseitig gedacht und führt nach MR. WOM´s Meinung in die falsche Richtung. Der Trend zum Superlativ setzt nämlich eine gefährliche Spirale in Gang: Die Nutzer werden sehr schnell abgestumpft, man gewöhnt sich ja dran: gestern war es klasse, heute super, morgen mega und übermorgen extrem krass. Marken müssen in diesem Wettlauf um Aufmerksamkeit daher zu immer provokativeren Superlativen greifen, um zu punkten.

Das Beispiel des Nivea Stresstests zeigt eindrücklich, zu was übertriebene Superlativierung dann führen kann.

Zwar hat das provokative Video zum Stresstest eine hohe Viralität (was sicher so beabsichtigt war) und sorgt für eine hohe Anzahl von Reaktionen und Kommentaren, allerdings ist der „SentiMent“ der erzeugten Mundpropaganda gefühlt bei rund 40% negativem WOM – viele Nutzer empfinden das Vorgehen von Nivea als grenzwertig und finden, die Marke geht zu weit (was Nivea sicher so nicht wollte).

Das Problem ist hierbei, dass das Video in uns Menschen einerseits die Amygdala, das Angstzentrum,  anspricht und andererseits Schadenfreude und Sensationslust erzeugt. Die Sensationslust provoziert Aufmerksamkeit und virale Verbreitung. Die Aktivierung des Angstzentrums führt aber häufig dazu, dass wir Menschen den Angst-Trigger (in dem Fall das Anti-Stress Deo bzw. die Marke Nivea) unterbewusst mit etwas Negativem verbinden. Daher taugt Angst als intrinsischer Motivator zwar für Aufmerksamkeit oder zum Kaufabschluss z.B. bei Versicherungen, jedoch nicht für einen kulturelle, soziale Identifikation mit einer Marke oder gar zum positiven Weitererzählen.

 

Mach MR. WOM glücklich - sei der erste Weitererzähler dieses Beitrags. Danke!

Kompetenztag Social Media der Uni Bern @ WOMMFest

Am 19.02.2013 war nicht nur der (inter)nationale Word of Mouth Marketing Tag  – ausgerufen und zelebriert von der WOMMA (Word of Mouth Marketing Organisation) als WOMMFest, sondern es fand auch der erste Kompetenztag der Uni Bern zu Social Media statt (#ktsm13) und hatte damit einen kleinen Anteil daran, aus dem WOMMFest ein internationales Event zu machen.

MR. WOM hatte die Ehre am Kompetenztag über WOM & Social Media zu sprechen, weitere Referenten waren Prof. Weiber, Claude Blatter, Bruno Bucher und der Gastgeber Prof. Harley Krohmer vom IMU der Uni Bern.

Die Referate des Kompetenztags zeigten, dass sehr viel WOM in Social Media steckt und Storytelling, das den Menschen in den Vordergrund stellt, der Schlüssel zum Erfolg in Social Media ist. Schlüssel für den Erfolg ist hierbei das Verständnis, wie soziale Beziehungen von Menschen entstehen.

Source & Thx to: CC Chapman speaks to content and attention-grabbing strategies! #wommfest http://pic.twitter.com/Iu0ITbUW

Prof. Weiber machte den Anfang. In seinem Einführungs-Vortrag machte er noch mal den digitalen Change in der Wirtschaft und im Kundenverhalten und die Auswirkungen deutlich. MR. WOM gefiel dabei besonders die Aussage: „Wer den Kunden in den Mittelpunkt stellt, darf sich nicht wundern wenn er über ihn drüberfällt.“ Denn es geht zukünftig nicht mehr um die Produktvermarktung, sondern um die Nutzungsvermarktung zwischen Bereitstellern und Nutzern und in diesem Zusammenhang auch um Empathie und den sozialen (meint hier nicht: karitativen) Nutzen für den Nutzer.

Quelle & Dank an: Monika Akeret ‏@kommonikation

Claude Blatter zeigte danach eine Vielzahl von Cases erfolgreich in Social Media agierender Unternehmen. Beispiele wie das von Hä? Wear auf Facebook  oder dem @domspitzen Hotel auf Twitter zeigen, dass Marken, die menschlich agieren in Social Media und hinter denen die Menschen als Social Media Vertreter einer Marke erkennbar bleiben auch erfolgreich in Social Media sind. Das erinnert MR. WOM schwer an den authentisch menschlichen Umgang von Sven Beichler von myswisschocolate mit seinen Fans oder an www.daydeal.ch ´s menschliche Waage Malte Polzin.

Quelle & Dank an: Bruno Bucher @bbswiss

Der Vortrag von MR. WOM drehte sich dann vor allem um das Thema, wie man das Word of Mouth Potential von Social Media besser nutzen kann und welche digitalen, sozialen Tools WOM starten können. Betrachtet man die „Sprechen darüber“ Rate vieler Marken auf Facebook, zeigt sich, dass mit Werten von einem bis zwei Prozent hier noch sehr Potential brach liegt. Evt. mag es daran liegen, dass z. Zt. noch die falschen KPI´s als Ziel im Fokus stehen und nicht WOM KPI´s, wie Avinash Kaushik dies sehr treffend analysiert hat:

Um die grossen WOM Potentiale von Social Media zu heben, müssen Unternehmen grundlegend berücksichtigen, dass Menschen vor allem gerne über sich reden und nicht explizit über Marken, was Martin Oetting sehr „wommable“ in diesem Video veranschaulicht:

Mundpropaganda und Social Media: Mythen und Wahrheit from trnd on Vimeo.

Wenn Menschen über Marken sprechen, dann tun sie das, weil diese Marken ihnen einen sozialen Nutzen bieten: Wir drücken unsere Persönlichkeit über die Art unseres Konsums und unsere Markennutzung aus, in dem wir unseren Freunden persönliche Geschichten über unseren Erlebnisse mit und um Marken herum erzählen und dafür im Gegenzug eine soziale Gratifikation von unseren Freunden erhalten (Lob, Anerkennung, Ansehen etc.). Deshalb reden wir über die neueste iPhone App, die wir als Erste entdeckt haben, die neue Tasche, für die wir Komplimente erhalten oder darüber, dass wir nun Ökostrom nutzen, weil das jetzt jeder macht in unserem Freundeskreis. Bedeutet: Markenerlebnisse mit sozialem Benefit heben vor allem uns Menschen auf die soziale Bühne. Und darum erzählen wir diese gerne weiter.

Daher müssen Marken im Social Web aufhören vor allem erst mal sich selbst zu inszenieren und stattdessen anfangen, den Nutzer und seine Erlebnisse (sprich: Geschichten) in Verbindung mit der Marke in positiver Art und Weise zu inszenieren. Die aktuelle Aktion von Daydeal, bei der die Geschenke der Kunden und Fans zum 4. Geburtstag von Daydeal auf die soziale Bühne gestellt werden, ist hier genau nach der richtige Ansatz.

Nach dem WOM Vortrag sprach dann Bruno Bucher über die Bedeutung von Social Media für soziale Kundenbeziehungen und zeigte auf, dass viele KMU, die kein Social Media machen auch kein CRM nutzen. Interessant fand MR. WOM die von Bruno Bucher dargestellte Entwicklung des Kunden-Marketing von CRM über Customer Centric bis hin zu Social Relationship Management und zukünftig Product Relationship Management. Erläutert wurde dies am Beispiel der Küchenutensilien-Marke JosephJoseph, die in Sachen WOM-Verbreitung stark auf Bilder und Pinterest setzt und bei der Distribution den Affiliate-Weg  geht. Das Referat  spannte den Bogen zurück zum 1. Vortrag, bei dem es um die sozialen Beziehungen der Nutzungsvermarktung geht.

Quelle & Dank an: Bruno Bucher @bbswiss

Zum Schluss stellte Prof. Harley Krohmer Forschungsergebnisse des IMU der Uni Bern zum Umgang mit negativen Online Berichten, sprich mit negativem eWOM vor. Nicht Neues für Social Media Experten, sollte man meinen. Dennoch gab es bis dato höchstens Best Practice Beispiele, wie man es machen bzw. nicht machen sollte, jedoch – zumindest nach MR. WOM´s Kenntnis – keine eine echte Forschung im deutschsprachigen Raum dazu. Wie das aktuelle Beispiel des „Shitstorms“ um die Amazon Leiharbeiter in Deutschland und das tagelange „Aussitzen“ seitens Amazon zeigt, herrscht hier immer noch keine klare Erkenntnis, wie man mit negativem eWOM umgehen sollte.

In dem Online Experiment wurde eine Hotelbewertungsplattform simuliert und 899 Teilnehmer gebeten, sich ein Urteil über eine Hotelbewertung zu machen, die je 2 positive und 1 negative Bewertung in den Ausprägungen glaubwürdige und unglaubwürdige Negativbewertung sowie verschiedene Reaktionen des Hotels beinhaltete. Die Beurteilungen wurden mit einer Kontrollgruppe verglichen, die ausschliesslich positive Bewertungen zu lesen bekommen hatte. Untersucht wurden dann vier Fragestellungen:

  • Wie wirkt sich negatives eWOM auf die Beurteilung einer Marke durch den Kunden aus?
  • Wie werden die Qualitätswahrnehmung, die Kaufabsicht und die Zahlungsbereitschaft des Kunden durch negatives eWOM beeinflusst?
  • Welche Rolle spielt hierbei die Glaubwürdigkeit des negativem eWOM?
  • Wie sollte der Markenführer auf negatives eWOM reagieren?

Die Ergebnisse zeigen zusammengefasst, dass negatives eWOM in jedem Fall die Preisbereitschaft sinken lässt. In allen Fällen ist keine Reaktion die schlechteste Reaktion ist, speziell sank hier die Preisbereitschaft – d.h. die Teilnehmer waren nur noch bereit einen um mind. 10 bis max. 28 Punkte niedrigeren Preis für ein Zimmer zu zahlen, als Nutzer der Kontrollgruppe, die nur positive Bewertungen zu lesen bekommen und dadurch eine höhere Preisbereitschaft hatten.

Bei unglaubwürdigem negativen eWOM brachte eine Entschuldigung zwar ein geringeres Absinken der Beurteilung von Servicequalität und Kaufabsicht, jedoch sank auch hier die Preisbereitschaft. Das geringste Absinken der Preisbereitschaft schaffte nur die Gegendarstellung als Reaktion.  Hier erreichten die Servicequalität und die Kaufabsicht interessanterweise sogar höhere Werte als in der Kontrollgruppe mit nur positivem eWOM. Bei glaubwürdigem negativen eWOM zeigte sich, dass es egal ist, ob man mit einer Entschuldigung oder einer Gegendarstellung reagiert – Service und Kaufabsicht werden gleich beurteilt, einzig die Preisbereitschaft sinkt bei einer Entschuldigung nicht so stark wie bei einer Gegendarstellung.

MR. WOM nimmt daraus mit, dass negatives WOM auch eine Chance für positives WOM sein kann, wenn man richtig reagiert.  Das „Aussitzen“ und Ignorieren von negativem eWOM ist in keinem Fall eine Lösung ist, das gilt auch für unglaubwürdiges Negativ-WOM, auf das oftmals als nicht relevant gar keine Reaktion erfolgt. Im Gegenteil, die richtige Reaktion kann in Zweifel sogar die Beurteilung der Servicequalität und der Kaufabsicht steigern.

Nachtrag vom 21.02.2013: MR. WOM hat gerade zu dem Thema negatives eWOM und Shitstorms eine interessante Beitragsserie von Tim Ebner, freiberuflich bei Primus Inter Pares tätig, entdeckt, die das Thema gut ergänzt bzw. erweitert.

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WOM für Jungunternehmer

Vergangenen Freitag, 9.11.2012, war MR. WOM am Konstanzer Jungunternehmertag 2012 in der Sparkasse Bodensee – veranstaltet von den Wirtschaftsjunioren Konstanz-Hegau und von Bodensee Consulting.

Die rund 100 Teilnehmer bekamen in ca. 30 kompakten 10-Minuten-Vorträgen eine geballte Ladung praktisches Existenzgründer-Wissen vermittelt und konnten in den Pausen mit den Referenten und anderen Teilnehmern ausgiebig netzwerken.

Die Bandbreite der Vortragsthemen war sehr vielfältig: Behörden, Recht, Fördermitteln, Businessplanung, Steuern, Marketing & Verkauf und Management. Mit dabei war auch MR. WOM mit einem Vortrag zum Thema: Wie Existenzgründer von der kostenlosen Mundpropaganda Ihrer Kunden profitieren können.

Dabei hat es MR. WOM besonders gefreut, dass passend zum Thema Word of Mouth gleich drei weitererzählbare junge Unternehmen beim Jungunternehmertag als Sponsoren vertreten waren. Die Teilnehmer konnten sich so direkt ein praktisches Bild machen, wie Mundpropaganda umgesetzt werden kann.

Kekswerkstatt „in alle Munde“

Die Kekswerkstatt macht nicht nur von sich reden, weil ihre Kekse vom Kunden individuell mitkreiiert werden können, sondern auch weil sie Ihre Kekse von Deutschlands bestem Bäcker backen lässt. Auch werden kreative Gesprächsstarter und Weitererzähltools eingesetzt.

Danke an dieser Stelle an Christian für die Tasse und das Naschtäschle

Neben dem WOM Klassikern Logoshirts und Kaffeetassen – entwickelte die Kekswerkstatt ein „Naschtäschle“, das passend an Kaffeetassen den Keks zum Kaffee aufbewahrt – aber auch andersweitig zum Kekstransport genutzt werden kann.

Wommable Weltpremiere von ZAZOU

Das neue Apfel-Minz-Soda ZAZOU hatte am Jungunternehmertag seine Weltpremiere. Jeder Teilnehmer durfte das einzigartige prickelnde Geschmackserlebnis ausgiebig probieren und erlebte damit exklusiv und als Erster das neue Soda noch bevor es im Januar mit einer Release-Party in limitierter Auflage im Markt lanciert wird.

Dieser WOW Effekt erzeugte spontan und direkt WOM: Einige Teilnehmer nahmen Flaschen für Freunde und Verwandte im Getränke- und Einzelhandel mit, andere verteilten ZAZOU direkt am Tagungsort in anderen Sparkassenabteilungen. Auch die Teilnehmer der abschliessenden Podiumsdiskussion – speziell der Viva Sky Hotelier und Unternehmer Jürgen Wiedemann und Ingo Mayr-Knoch, der Gründer  und Geschäftsführer von DeinBus.de (beides übrigens auch WOMMable Marken) – wurden überzeugte Zazouzis.

VIDA überzeugt Weiterzähler & Crowdfunder vom „Anders-Besser-Smarter-Essen“

Die Gründer des VIDA – eat different Gastro Konzeptes sorgten mit frischen Salaten und exotischen Sandwiches für ein weiterempfehlenswertes leibliches Wohl und nutzen die Begeisterung der Teilnehmer für ihr Crowdfunding, an dem sich auch MR. WOM beteiligte und als Belohung ein kleines Weitererzählpaket mit Weitererzähltools und Eat Different Shirt bekam (Wommigsten Dank dafür an VIDA!).

Angeregt durch so viel WOM Power bei jungen Unternehmen mutierte MR. WOM spontan als Kekswerkstättler, ZAZOUsi und VIDAlist zum multiplen Markenbotschafter und freut sich, dass sein eigener WOM Tipp – mit Vorträgen Mundpropaganda erzeugen – auch in eigener Sache funktioniert, wie die Blogbeiträge von der Kekswerkstatt und Konstranzparency beweisen.

 

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Wie Medien, Werbung und Word of Mouth Hand in Hand zusammen spielen

Vorbemerkung: Der folgende Artikel basiert in Teilen auf einem Artikel der Advertising Week vom 3. Oktober 2012 mit Dank an den Autor Anthony Crupi.

WoM Marketing Insider wissen, dass es viele Arten gibt, wie Word of Mouth entstehen kann und dass fast jeder Marketing Touchpoint wiederum Word of Mouth Gespräche erzeugen kann.

Eine besondere Rolle bei der Erzeugung von Word of Mouth spielen die Medien – allen voran TV als Medium.

Und natürlich trägt auch Werbung in Medien – sofern gut gemacht – als Ursprungsquelle dazu bei Word of Mouth Gesprächen über Marken anzuregen. Man denke hier nur an die Mobiliar Werbung oder bestimmte VW TV Spots.

KellerFay, eines der führenden US Marktforschungsinstitute im Bereich Word of Mouth, hat bereits im März 2012 in einer Untersuchung für CBS research ermittelt, dass sich in rund 20% aller Word of Mouth Gespräche über Marken die Weitererzähler auf bezahlte Werbung in Medien beziehen.

Wie die Advertising Week jetzt in ihrem Artikel vom 3. Oktober meldete, zeigt eine brandaktuelle Untersuchung von KellerFay zusammen mit CBS nun, wie gross der Einfluss von TV Medien, speziell der TV Werbung, auf die realen, offline (im englischen auch als „Meatspace“ bezeichnet im Vergleich zu „Cyberspace“ = online) WoM Gespräche von Konsumenten ist.

TV Media Planer sollten zukünftig auf WoM generierende TV Programm-Formate & Spots achten

Laut der aktuellen Untersuchung ist in den USA TV als Medium die führende Ursprungsquelle für WoM Interaktionen – 20 % aller offline geführten markenbezogenen Gespräche referenzierten auf das Fernsehen als Informationsquelle. Erstaunlich ist dabei der Anteil von TV Werbung als WoM-Inspirationsquelle. Von den 20 % gesamt aus TV angeregten Gesprächen beziehen sich mehr als die Hälfte (11.4 Prozent) auf TV Werbespots und nur 7.6 % auf eigentliche Programminhalte. Im Vergleich dazu liegt die Marken-Website eines Unternehmens als Touchpoint-Quelle für markenbezogene Word of Mouth Gespräche mit 5.2 % weit abgeschlagen auf Platz 3.

Eine spezielle Rolle spielen hierbei die von CBS Chef-Researcher David Poltrack als Media Trendsetters bezeichnete Gruppe „urban, multicultural social diffuser“. 27 Prozent von Ihnen erwähnen TV Werbung in ihren durchschnittlich 97.3 Markengesprächen pro Woche. Lt. Poltrack sind diese die “first adopter of entertainment-based products and technology”, der auch frei nach Adweek als „der geschwätzige Haufen, deren soziales Umfeld auf sie hört, wenn sie etwas sagen oder empfehlen“ bezeichnet werden kann.

Trotz des aktuellen Social Media Hype, bemerkte Pollack übrigens, dass offline Word of Mouth nach wie vor den grössten Anteil alle markenbezogenen Gespräche hat:

“Despite the fact that we’re all glued to our smart phones, Twitter activity and other digital platforms account for just 8 percent of our daily brand conversations, […] People are still talking to each other, and Keller Fay has found an effective way to measure that other 92 percent“.

CBS hat aufgrund dieser Insights ein neues Media-Analyse-Tool entwickelt, das die Nielsen TV-Ratings in den USA KellerFay´s WOM-Daten aus den TalkTrack Studien integriert. CBS kann dadurch Programmformate isolieren, die von Media Trendsettern konsumiert werden und jeweils die TV Umfelder auswählen, die für Marken am besten geeignet sind, um Word of  Mouth Gespräche zu generieren. Damit ist es erstmals möglich, den Umfang von Markengesprächen zu messen, der aus TV Programmformaten und Spots erzeugt wird. Wie die CBS Untersuchung zeigt, ist die Wirkung von TV auf die markenrelevanten WoM Gespräche sehr hoch – populäre Formate wie „American Idol“ oder „Two and half man“ regen US Konsumenten wöchentlich zu rund 700 – 800 Mio. „brand exchanges“ an.

Insbesondere aufgrund dieser Wirkungsmacht sollten TV Media Planer die aktuellen Forschungsergebnisse aus den USA zum Anlass nehmen, ihre bisherigen Mediastrategien um das Thema Word of Mouth Marketing zu erweitern.

 

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