Frischer WOM zu Ostern

Die Vögel zwitscherten es ja bereits von allen Bäumen, dass sich bei MR. WOM einiges tut seit rund einem Vierteljahr. Zeit es nun auch offiziell zu verkünden.

Die Kooperation zwischen MR. WOM und der Word of Mouth Marketing Plattform Kjero.com – einem der führenden Qualitäts-Anbieter für individuelle WOM Kampagnen in Europa – wurde seit Ende letzten Jahres weiter vertieft: Neu ist MR. WOM – in persona Mark Leinemann – jetzt auch Managing Partner bei Kjero.com für die Schweiz und Deutschland.

Kjero-Screenshot01

Durch die Zusammenarbeit kann MR. WOM seinen Kunden für alle strategischen WOM Marketing Bereiche – Markenintegriertes WOM, WOM Touch- & Talkingpoint Planung, WOM Kampagnen und Brand Advocacy sowie WOM Systeme – passende Lösungen aus einer Hand anbieten. Umgekehrt verstärkt Kjero.com durch das Strategie- und Seminarangebot von MR. WOM seine Beratungskompetenz und erweitert sein Serviceportfolio.

Kjero.com mit erfolgreichem Start in der Schweiz

Zusammen mit MR. WOM konnte Kjero.com Ende 2013 seine Empfehlungsplattform auch in der Schweiz starten und kann damit Marken nun auch länderübergreifende Kampagnen in Deutschland, Österreich und der Schweiz anbieten.

Mit guten Erfolg: Im ersten Quartal 2014 konnte Kjero.com in der Schweiz bereits die ersten Schweizer WOM Kampagnen durchführen. So erzielte die Kampagne für den Fotobuchservice von ifolor eine Weiterempfehlungsrate von 92% und hohe Konversionen bei Neukunden. Aktuell startet gerade eine WOM Kampagne für ein neues Haarpflegemittel der Marke Rausch.

Kostenlose WOM PR für Marken bei Kjero.com

In den letzten Monaten wurde Kjero.com zudem mit den KjeroNews und der umfangreichen Kjero Produktbühne weiter in Richtung Marken- und Konsumentenportal ausgebaut, auf dem Marken umfassend mit Konsumenten in Dialog treten können.

Damit gehört Kjero.com in der Schweiz neben der vornehmlich auf Migros eigene Produkte fokussierten Plattform Migipedia und der mobilen Markenapp cooala zu den einzigen Portalen, auf denen Schweizer Konsumenten Marken, Produkte und Services umfassend entdecken, testen, bewerten und mit diesen in Interaktion treten können.

Verbunden mit der Weiterentwicklung ist der neue Service WOM PR, den Kjero vorerst kostenfrei anbietet: Marken können auf der kjero.com Produktbühne und in den Kjero News kostenlos ihre neuen Produkte vorstellen und bei den Kjero Weiterempfehlern in Deutschland, Österreich und der Schweiz für Gesprächsstoff sorgen. Marken wie u.a. Dr. Oetker konnten bereits erste positive Erfahrungen mit der WOM PR via Kjero sammeln.

Neugierig? Dann kontaktieren Sie MR. WOM für weitere Informationen.

Mehr Gesprächsstoff durch Events

“Probieren weckt die Lust am Kauf”, das wusste bereits Euripides. Bei schnelldrehen-den, niedrigpreisigen Konsumgüter Marken kann man teilbare Probier-Erlebnisse bei Kunden durch den Einsatz von Samples (Mustern) oder Gratisprodukten – etwa im Rahmen von  WoM Kampagnen über Mund-zu-Mund-Marketing Plattformen wie Kjero.com -  noch relativ leicht erzeugen.

Rausch-Kjero

 

 

 

 

Bild: Aktuelle Rausch Testkampagne bei Kjero.com

Doch was machen Word of Mouth Marketer bei Produkten und Marken, die sehr hochpreisig sind (und daher keine Muster bereitstellen können) oder schwer teilbar sind? Und wie sieht WoM für wirtschaftliche, gesellschaftliche oder politische Personen und deren Ideen und Themen (die physisch nicht greifbar und damit nicht teilbar sind) aus?

Wie können hier Markenerlebnisse erzeugt werden, die als persönliche Stories von “Kunden” via Word of Mouth weiterverbreitet werden?

Word of Mouth durch Marken Events

Ein gutes Mittel, nicht greifbare oder nicht leicht teilbare Güter und Services, erlebbar zu machen, ist die Veranstaltung oder Nutzung von Events. Wichtig dabei ist, dass diese Event besondere Wow Erlebnisse für die Teilnehmer bieten, damit diese auch zu Weitererzählern werden.

Die Marke IKEA macht dies bereits seit Jahren erfolgreich vor mit ihren Übernachtungsevents – welche zu jede Menge “Pillow Talk” – zu Bettgeflüster – führen.

Pillow-Talk-Ikea

Photo der Präsentation von Sahar Hashemi, Mitbegründerin von Coffee Republic, am Schweizerischen Marketingtag 2014.

Die frisch gegründete Marke “Schwarz”, Hersteller des ersten digitalen Röhrenverstärkers der Welt, startete mit der “Taufe” der ersten vier digitalen Röhrenverstärker Ende März 2014 eine Reihe von Events, die den Teilnehmern nicht nur einen musikalischen wie auch kulinarischen Genuss bot, sondern einen besonderen Wettstreit.

Der “Schwarz” Verstärker verspricht ein ausserordentliches Klangerlebnis: Über den “Schwarz” können  Studio Tapes in gleicher Klangqualität wie eine Liveaufnahme wiedergegeben werden. Um den Beweis zu führen, traten daher bei der “Taufparty” zuerst das preisgekrönte Jazz Duo Lutz Häfner und Rainer Böhm live mit ein paar Stücken auf. Danach wurden die Studiotapes der gleichen Stücke über den Schwarz Röhrenverstärker dem Publikum vorgespielt. Und – quod erat demonstrandum – man konnte keinen Unterschied feststellen (zumindest für MR. WOM´s Ohren).

Schwarz-Event-Jazz

Die Eventserie der Marke Schwarz ging am Samstag nach der Taufe dann weiter mit einem Live Konzert der Soulband “Reana & her Soulmates” im Agenturhotel “Ermatinger Hof“. Die Newcomer Band bot eigene Stück mit jede Menge Passion & Soul – jedes Stück für sich äusserst hörenswert – leider noch nicht auf CD oder iTunes verfügbar (aber hoffentlich bald) – hier mal eine kleine Hörprobe:

 

WOM auf Events

Marken und Personen haben als 2. Option aber auch die Möglichkeit, auf öffentlichen Events selbst für Gesprächsstoff zu sorgen.

Hierbei funktionieren insbesondere kleine Gesprächsstarter für Aufmerksamkeit und Weitererzählen, wie z.B. der Glückpilz mit seinem Namensschild, den MR. WOM dieses Jahr auf dem Schweizer Marketingtag in Luzern traf.

Glückspilz

Man kann als wirtschaftliche oder politische Personen-Marke zudem Events an öffentlichen Orten nutzen, um in den Dialog mit seiner Zielgruppe zu kommen und dabei von sich Reden zu machen.

So machte es vergangenen Freitag der österreichische Spitzenkandidat der Europawahlen Otmar Karas von der ÖVP. Im Rahmen seines Wahlkampfes zieht er von Stadt zu Stadt, trifft Wähler, aber auch Institutionen und Verbände. Für den Dialog mit den jungen Wählergruppen haben sich Wahlkampfmanager unter dem Motto “Go Europe” spezielle Get Together Events je Stadt überlegt, auf denen Otmar Karas in öffentlichen Szene Lokalitäten des Bar- und Nachtlebens bei Bier und Wein zum persönlichen Gespräch einlädt.

Go-Europe-Karas

Dabei wird er natürlich von seinem Team begleitet, das beim Auftritt dann auf “Go Europe” Schilder als Gesprächsstarter setzt. MR. WOM durfte das live erleben, als er vergangenen Freitag in der adlers Bar über den Dächern von Innsbruck weilte und völlig überraschend in den “Go Europe” Dialog der Europapolitikers geriet, der wie ein “Popup” Event plötzlich die adlers Bar “enterte”.

Karas
Eine weitere Variante bietet sich Marken und deren Vertreter auf Veranstaltungen, auf denen viele Weitererzähler zusammentreffen – Menschen, die ein grosses soziales Netzwerk haben und als “Hubs”, als Netzwerkknoten, eine hohe soziale Interaktivität mit ihrem Umfeld pflegen. Hierzu gehören insbesondere Twitterer oder Blogger, die man u.a. auf Barcamps treffen kann.

Marken, die als Sponsoren auf Barcamps auftreten, sollte sich dabei genau überlegen, wie sie vorgehen wollen. Das reine Sponsoring durch Namensnennung macht hier noch kein Weitererzählen. Vielmehr ist es der Dialog mit den Teilnehmern ohne Werbebotschaft, der den WoM erzeugt, wie man in diesem Whitepaper nachlesen kann und sinnigerweise gleich am Barcamp Bodensee vom 5. – 6. Juli 2014 ausprobieren kann.

Fazit

Events bieten viele gute Chancen, um Word of Mouth zu erzeugen. Wichtig ist für Wow Erlebnisse und authentische Insights zu sorgen, um sich als Marke in´s Gespräch zu bringen.

MR. WOM nutzt diese Möglichkeit auch für sich selber. Ob nun als Sponsor und Sessionanbieter beim Barcamp Bodensee oder mit der eigenen WOMMup Eventreihe zum Thema Word of Mouth Marketing. Übrigens: Der nächste WOMMup findet am 24.04.2014 in Ravensburg statt zum Thema “Mundpropaganda durch Storytelling”.

 

#XINGfail oder wie man seine Nutzer linked – der NOWOM des Monats

Irgendwie musste das ja so kommen. MR. WOM hatte gerade eben erst im Februar seinen Premium Xing Account für rund 150 EUR um 2 weitere Jahre verlängert. Denn bei all der Kritik, die er sich immer wieder von vielen Schweizer Digitalen (wie etwa Mike Schwede) anhörte, war MR. WOM eigentlich ganz zufrieden mit Xing. Man hatte sich aneinander gewöhnt, ertrug die Marotten des anderen und fand Wege, die schwache soziale Viralität bei Xing durch andere Vorzüge auszugleichen.

Doch kurz nach der Verlängerung wurde MR. WOM am 12.3. das erste Mal aufgeschreckt durch eine komische Mail von Xing zur Mitgliedschaft, an deren Ende dann stand: “*Das entspricht einem Rechnungsbetrag von 286.80 CHF pro Laufzeit”.

Seltsam, dachte sich MR. WOM: “Hab doch gerade erst viel weniger bezahlt? Was soll denn das heissen jetzt?”. Und er begann zu recherchieren und zu rechnen. Bei Xing Deutschland wurde ihm gesagt, wie hoch der Preis für deutsche Nutzer ist. So langsam dämmerte es dann, der Schweizer Preis ist viel höher. Zudem musste er nun in CHF zahlen, obgleich er doch lieber weiter in EUR zahlen wollte (“schon wieder die Kreditkartendaten ändern”).

Xing-Fail-Grafik-Kosten

Bild: CC Credits an David Blum @dblO_Om

MR. WOM wandte sich an den Xing Kundenservice, was das denn soll und dass er eigentlich alles so beibehalten möchte. Heute kam dann eine lange Antwort von Xing  mit der Aussage, dass Xing nicht vorhat, seine Auffassung zu ändern, was dann breit mit viel Marketing BlaBla versucht wurde zu erklären. Leider war der Versuch aber durchschaubar und wenig glaubwürdig. Ebenso wie das Argument in der ersten Mail, dass “dem vielfachen Wunsch der Schweizer auf Zahlung in CHF entsprochen würde” (MR. WOM wurde jedenfalls nie von Herrn Beer – obgleich digital miteinander bekannt – dazu gefragt).

Als Erklärung wurde allerhand geboten:

Zum einen, dass man ja seit Jahren den Preis nicht erhöht hat. Das ist ja noch irgendwie plausibel und wäre MR. WOM ja ggf. sogar die neu 7.95 € wert. Aber noch mehr – nämlich 65% mehr in der Schweiz – zahlen für die gleiche Leistung?

Xing schreibt dazu: “XING hat in der Schweiz starke Investitionen getätigt. Dadurch hat sich das Netzwerk in der Schweiz enorm verbessert und die Kontaktdichte ist in der Schweiz stark gewachsen und höher als in Deutschland. Entsprechend profitiert der Schweizer von einem optimierten Kontaktnetzwerk und daraus folgend besseren Karrierechancen.”

Jeder, der sich mit skalierbaren Business Modellen auskennt (und Xing Nutzer sind ja Businessleute und sollten rechnen können) weiss, dass je mehr Mitglieder, desto günstiger oder desto mehr Marge. Daher ist weder die erste Erklärung und noch viel weniger die zweite Erklärung glaubwürdig. Sie riecht eben nach dem was andere auch vermuten: Abzocke und der Schweizer Preisüberwacher ist nun auch dran:


Und weiter: “Die neue Premium-Mitgliedschaft bietet einen stark optimierten Nutzen: In einem völlig neuen Produkterlebnis profitieren Premium-Mitglieder seit mehreren Monaten von neuen und verbesserten Funktionen sowie von speziellen Angeboten, die ihren Berufsalltag in verschiedenster Hinsicht verbessern. [...] So profitieren die Premium-Kunden beispielsweise von bis zu 30%-Rabatt auf Hotelbuchungen und bis zu 15%-Rabatt bei Autovermietungen weltweit. Über unsere Angebote aus dem Vorteilsprogramm erhalten Sie des Weiteren die Möglichkeit umfangreiche Online-Kurse kostenfrei zu nutzen. XING wird das Vorteilsprogramm für Premium-Mitglieder zudem laufend ausweiten.”

FB1Nun, einen echten Mehrwert konnte MR. WOM bisher leider nicht erkennen. Das sehen auch andere so: So sorgen die jüngst eingeführten Änderungen bei den “Neuen Gruppen” wohl für erheblichen Unmut bei der Xing Gruppe bei Facebook.

Auch der “tolle” Rabatt bei Hotelbuchungen ist scheinbar nicht so toll. MR. WOM hat das übrigens heute selber ausprobiert: Eine Hotelbuchung (als Hot Deal) via den Xing Partner HRS war über die Xing Schnittstelle mit 80 € teurer als die gleiche Buchung (auch als Hot Deal) für den privaten Nutzer für 70 € ohne Xing (+14%).

Alles Zufall? Die netten Damen bei HRS wie auch bei Xing kamen jedenfalls auf telefonische Nachfrage etwas in´s Schleudern bei dem Versuch der Erklärung, was ja auch schön der Xing Kommentar auf Facebook belegt.

#XINGfail und der NO WOM

xingfail_avatarSo überschlugen sich heute ab mittag dann die Ereignisse und es kam, wie es kommen musste. Die XINGfail Initiative startete (hier schön von Malte Polzin dokumentiert) und erzeugte erste digitale negative Mundpropaganda.

Und die ersten Ergebnisse können sich auch sehen lassen: Unter den Hashtags #XINGfail und #XINGgate lief der Schweizer Twitter voll und zog – wenn man den Tweets glauben darf – eine kleine Kündigungswelle der besonders treuen und eifrigen Premium Xing Nutzer nach sich.

Darum gibt´s dafür heute auch den #NOWOM des Monats für XING.

Nicht nur, weil man bei XING scheinbar entgegen aller Mails (MR. WOM war sicher nicht der einzige Mailversender) und sonstigem Kundenfeedback den Kundenwunsch nicht gehört hat.

Sondern vor allem auch, da XING es geschafft, seine besten Weitererzähler und aktivsten Content Lieferanten in XING selbst – die wichtigen 1% hoch engagierter Nutzer – zu vergraulen, ohne die ein soziales Netzwerk “sozial tot” ist. Und das in einem ganzen Land, das zudem mit “starken Investitionen” mühevoll aufgebaut wurde. (Und wer MR. WOM das nicht glaubt, der schaue sich nur mal an, wer da alles an digitalen Multiplikatoren gerade in der Schweiz bei XING austritt.)


Und einen dritten Grund gibt es auch noch: MR. WOM bekommt bei XING (das zum Burda Verlag gehört) so langsam den Eindruck, als versuchen werbeaffine Medienmanager ein  Netzwerk, das auf sozialer Interaktion basiert (die Vertrauen als Grundlage zwingend braucht), in einen Werbe-Kunden-Club umzubauen.

Doch genau das will MR. WOM – wie viele andere Nutzer auch – nicht: Wir “Premiums” wollen werbefrei und vollumfänglich netzwerken, dafür zahlen wir.

Was wir nicht wollen, sind pseudo mässig aufgepeppte “unechte” Premiumvorteile wie etwa vergünstigte Hotelzimmer oder Mietwagen oder kostenlose Webinare, die dann als Rechtfertigung für einen angeblich höheren Preis dienen. Der Werbesprech hierfür ist übrigens: “Sie profitieren von Leistungen im Wert von 1000enden von Franken” (Originalzitat einer Xing Customer Care Mitarbeiterin auf Facebook).

Das wiederum klingt dann aber eher nach Kundenclub mit Dauerabo von X-Produkten for free, als nach echtem Business Social Network – und MR. WOM weiss wovon er da spricht: er hat bei dem Verlag gelernt, der den Buchclub im Abo erfunden hat. Sicher ist das spannend für Medienmanager, aber leider nicht für die Nutzer bei XING. Und die sollten zählen, denn ohne uns kein XING.

Der NOWOM ist also auch dafür, dass XING versucht einen vormals tollen WOM Gesprächsort zum Werbeort zu machen.

Und die WOM-Mär von der Geschicht?

Einige WOM Lehren kann man daraus ziehen:

Je kleiner und ausgewogener das Dreieck aus Marken-Handlung, Markenkommunikation und Markenwahrnehmung ist, desto grösser die Reputation und Word of Mouth Wirkung

Je kleiner und ausgewogener das Dreieck aus Marken-Handlung, Markenkommunikation und Markenwahrnehmung ist, desto grösser die Reputation und Word of Mouth Wirkung

Die erste ist sicher, dass man erst mal seinen Nutzern zuhören sollte, gerade als soziales Netzwerk  ist das Pflicht.

Die zweite Lehre ist, dass man die wichtigen Weitererzähler aktiv einbinden sollte. Deren Anfragen wurden aber wohl nicht beantwortet.

Der dritte ist, dass man an einem guten WOM Gesprächsort Werbeangebote möglichst draussen lassen sollte. Oder zumindest nicht so plump versuchen sollte zu kaschieren, wie es XING gerade macht.

Und die vierte und wichtigste ist, dass man authentisch und glaubwürdig bleiben sollte. Gerade letzteres hat XING schlichtweg “versemmelt”.

Auf Marketing-Luftblasen wie “auf vielfachen Wunsch” “stark investiert” oder “völlig neues Produkterlebnis” fallen gerade Business Social Networker – Leute vom Fach – nicht mehr rein. Das Gegenteil ist der Fall, man kommt sich “veräppelt” vor.

Dafür gibt es ein schönes Wort aus dem vormals mittelhochdeutschen, das evt. nicht jeder kennt: Man kommt sich “gelinkt” vor (für lahm, fragwürdig).

Die Frage, die sich nun allen XING Nutzern (in der Schweiz) stellt: Linkt uns XING bewusst oder ist sich XING nicht bewusst, dass es uns mit einem anderen Netzwerk ver-”linked”?

Nachtrag am 25.03.2014: MR. WOM hat heute seine XING Premium Mitgliedschaft auf das Ende der Laufzeit gekündigt und neu einen Linkedin Button auf seine Seite gepackt.

Word of Mouth Marketing planbar machen – WoM Seminar am 25.03.2014 in Frankfurt

Der TOPWOM der letzten Woche zu Edeka zeigte wieder einmal, dass es viele Optionen zur Generierung von Word of Mouth gibt.

Mittlerweile setzen immer mehr Marketingverantwortliche nebst ihren Agenturen auf das Thema  Mundpropaganda, auf WoM ähnliche Elemente wie Viral oder Buzz im Marketing oder beauftragen für ihre Marken Word of Mouth Marketing Kampagnen bei WoM Plattform Anbietern wie beispielsweise Kjero.com. Die Zahl von mehr als 200 deutschen Word of Mouth Marketing Kampagnen in letzten Jahr bestätigt dies recht anschaulich.

Das Beispiel Edeka (wie auch viele andere Beispiele) zeigte aber auch, dass vielen Firmen und Marken immer noch eine vollständige und integrierte Word of Mouth Marketing Strategie fehlt bzw., dass diese noch nach einer adäquaten Strategie suchen (wie MR. WOM hinter vorgehaltener Hand von dem einen oder anderen Insider aus der Touchpoint-Analyse Szene berichtet wurde).

Allzu oft wird WoM nur kampagnenspezifisch – stand alone und singulär – ein- und umgesetzt, jedoch nicht weiter über den Marketing-Tellerand dabei geschaut. Dabei bietet Word of Mouth strategisch gesehen noch weitere Möglichkeiten: Marketing Touchpoints können zu WoM Talking Points entwickelt werden, Word of Mouth kann in die Marke und die 7 Marketing-P´s integriert werden und aus treuen Kunden kann man Markenfürsprecher machen.

WOM-Strategy Options

Am Freitag letzter Woche war MR. WOM daher in Frankfurt bei der AGOF Akademie zur Vorstellung und für ein Probetraining seines neuen Praxis-Seminars “Word of Mouth Marketing planbar machen”. Die AGOF Akademie ist die praxisnahe Bildungseinrichtung der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (AGOF) – einer der wichtigsten Institutionen im deutschen Online Werbemarkt.

Das vorgestellte Einführungs-Seminar behandelt – als wohl erstes Seminar in Deutschland überhaupt – das Thema Word of Mouth Marketing Strategie & Planung. Es führt in die Grundlagen des Word of Mouth Marketings (WoM) ein und vermittelt an Hand von praktischen Beispielen und Workshop-Übungen einen Einstieg, wie Word of Mouth Marketing für eine Marke und ein Produkt strategisch entwickelt und geplant werden kann.

Das neue Ganztages-Seminar zu Word of Mouth Strategie und Planung findet erstmals am 25. März 2014 in der AGOF Akademie in Frankfurt statt. Weitere Infos zum Seminar und die Anmeldung finden sich hier.

Leser von MR. WOM profitieren noch bis 11.03.2014 von einem speziellen Frühbucher-Rabatt – also am besten jetzt gleich mit Gutscheincode agofakadWoM01 anmelden und 20% sparen.

MR. WOM und die AGOF Akademie freuen sich auf Ihre/Eure Teilnahme und natürlich über die Weiterempfehlung dieses für den deutschprachigen Raum einzigartigen Seminars.

Ganz nebenbei bemerkt: Mit der Aufnahme des Seminars in das Programm ist MR. WOM nun neu auch freier Trainer der AGOF Akademie geworden und freut sich sehr auf die Zusammenarbeit mit dem “wommigen” Akademie-Team.

 

Fondue, D-Prominenz, Politik und ein bisschen Mundpropaganda

Gestern durfte MR. WOM einen wunderbaren Abend beim Twitterer- (und Blogger-) Fondue (#twFondue) im Baracca Zermatt am Zürcher Flughafen verbringen. Das Baracca bringt das alpine Fonduefeeling des Wallis in die Stadt und ist als mobile Saisoninstallation immer im Winter von November bis März in Zürich und Basel anzutreffen.

Organisiert wurde das Treffen von @Swissky (Kevin Kyburz) – Danke und Merci vielmals an dieser Stelle dafür.

Bild via Sonja Keller (@dialogine)

Bei feinem Käse- und Fleischfondue und prasselndem Kaminfeuer konnten sich knapp 20 Twitterer und Blogger in gemütlicher Atmosphäre austauschen und den digitalen Kontakt als persönlichen Kontakt vertiefen.

Was hat das nun mit Word of Mouth zu tun?

Nun wissen die geneigten Leser von MR. WOM, dass er eigentlich bei allem, was er erlebt, immer auch einen Bezug zur Mundpropaganda und zum Word of Mouth (WoM) Marketing sucht. Wo war der WoM und welcher WoM ? – dazu bot das Fondue ein paar spannende neue Erkentnisse:

Erkenntnis 1: Der Fondueplausch = ritualisiertes WoM

Wo Menschen zusammentreffen, um gemeinsam am Feuer aus einem Topf zu essen, tauscht man sich aus und es entsteht zwangsläufig Mundpropaganda.

In grauer Vorzeit teilte man seine Erlebnisse und Geschichten gemeinsam am Lagerfeuer. Später im Mittelalter (bis weit in´s 19 Jahrhundert hinein) ass man gemeinsam am Tisch aus nur einer Schüssel, manchmal gab´s sogar nur einen Löffel für die ganze Familie.

In heutiger Zeit ist davon u.a. der Kaffeeklatsch, Weihnachten (um den “brennenden” Baum herum) oder das Dinnieren und Grill(ier)en mit Freunden übrig geblieben.

In der Schweiz wurde dabei eine besondere Form des gemeinsamen Essens entwickelt: Das Fondue – üblicherweise in der Art, dass alle um einen Topf herum sitzen, unter dem ein (kleines) Feuer brennt. Ein perfekter Ort / Anlass für ritualisiertes Word of Mouth – made in Switzerland.

Erkenntnis 2: Fondue als Kamingespräch mit der D-Prominenz = Weitererzähler für Mundpropaganda

Marketingleute wissen, wenn sich Twitterer, Blogger und sonstige Digitale treffen, dann treffen sich “Influencer”, digitale Multiplikatoren.

Einige davon sind zudem die “Influencer der Influencer”, da sie eine grössere Gemeinde an Lesern, Followern & Fans haben, zu denen oft auch Medienvertreter gehören, die dann die digitalen Stories der Multiplikatoren aufgreifen und in den Massenmedien verbreiten.Am twFondue wurde dafür von einigen der Begriff der “D-Prominenz” – der digitalen Prominenz – verwendet.

Die Frage ist nur, wie kann ich die digitalen Meinungsführer als Weitererzähler für mein Unternehmen, meine Marke, meine Produkte gewinnen – wie kann ich sie zur Mundpropaganda anregen? Darüber konnte man einiges lernen am Fondue.

Leider denken einige Marketingleute ja immer noch, dass  Twitterer und Blogger ein ganz sonderbarer Typ Mensch sind (z.B. Nerds, Geeks usw.) oder, dass Blogger leicht käuflich seien. Das führt dann zu seltsamen Auswüchsen, wie viele Beispiele des Umgangs von Marken mit Bloggern zeigen, aktuell schön dargestellt beim Chefblogger.

Wer es richtig(er) machen möchte, sollte authentisch auftreten.

Denn Twitterer, Blogger und “D-Prominente” sind (i.d.R.) ganz normale Menschen, die offen und neugierig sind, gerne unabhängig ihre Meinung kundtun und erwarten, dass man sie authentisch wie normale Menschen behandelt (so wie im Cluetrain Manifest gut beschrieben).

Marken & Marketingverantwortliche sind daher gut beraten, Twitterer, Blogger und Co. als wichtige Weitererzählergruppe für “Earned Media” ähnlich wie Journalisten mit Respekt zu behandeln. Entscheidend ist dabei, dass man Blogger in ihrer Berichterstattung frei und unabhängig belässt und ihnen nichts vorschreibt oder Bedingungen stellt.

Im PR Bereich gibt es ein gutes Instrument, das für die Beziehungspflege mit Journalisten (leider viel zu wenig) genutzt wird und das auch für den Dialog mit digitalen Meinungsführern sehr gut passt: Das Kamingespräch. Und ein Fondue ist dazu eigentlich ein idealer Anlass.

Erkenntnis 3: Über Politik darf (auch) gesprochen werden

Eine der Small Talk Regeln lautet eigentlich ja: Meide politische Themen. Doch die Politik bietet andererseits auch ein grosses Feld für Gesprächsstoff. So auch am twFondue, was im Prinzip mit der Kandidatur von @bloggingtom als 8. Bundesrat zusammenhängt.

Zur Erläuterung für die nicht-schweizer Leser: Die Schweiz hat 7 Bundesräte, sie sind sozusagen die Regierung. Die Boulevard Zeitung “Blick” hat nach der Abstimmung für den Stopp der Masseneinwanderung eine Aktion gestartet, die lautet: Das Volk muss besser vertreten sein – kandidiert für den 8. Bundesrat (den es so eigentlich lt. Gesetz nicht gibt, es gibt eben nur 7 Bundesräte). Diese Aktion schlägt natürlich auch entsprechende Mundpropaganda-Wellen in der Schweiz – wie man z.B. via Twitter unter #blick8BR verfolgen kann).


Auch wenn am Abend selbst eine offizielle Bewerbungsrede vom Bloggingtom ausblieb, so konnte MR. WOM sich vom Kandidaten ein gutes Bild im persönlichen Gespräch machen – meine Stimme hat er jedenfalls.

Natürlich war auch die Abstimmung ein Thema am Abend. Interessant war dabei das Beispiel der Schweizer Aktion “OhneDich” für Fremdenfreundlichkeit (Danke @andreajerger für den WoM-Tipp), das schön zeigt, wie man Storytelling und Mundpropaganda für eine politisch-gesellschaftliche Aktion nutzen kann. Bei “OhneDich” können Schweizer Fotos von sich und Ihren ausländischen Freunden hochladen und beschreiben, wie die Welt “ohne sie” wäre. Die Fotos werden dann via Facebook und Twitter geteilt.

OhneDich

Erkenntnis 4: Blogger und Twitterer sprechen auch (gerne) über Marken und teilen diese auch offline

Natürlich stand beim twFondue Persönliches im Vordergrund. Man tauschte sich über seine Beweggründe aus und über Twitterer- und Blogger-Tipps. Aber auch über den Job und über Unternehmen und Marken wurde sich unterhalten.

Der eine oder die Andere zeigte interessante Webseiten, man sprach über diverse aktuelle Markenaktionen und erzählte von seinen Erlebnissen mit verschiedenen Dienstleistern und Serviceunternehmen. Einige hatten auch was Feines oder Lustiges zum probieren mitgebracht, was sie gerne mit den anderen teilten. (Wie z.B. @princessCH – Danke für den ultimativen “Ovo-Choc-Test”)


MR. WOM´s Fazit

Das twFondue hat sehr viel Spass gemacht – Danke für die tollen Gespräche und Inspirationen.

Als ganz persönliche Erkenntnis hat der Abend MR. WOM gezeigt, dass jede Menge Word of Mouth passiert, wenn sich Twitterer und Blogger treffen – und dass ein Fondue ein ideales Format für ein solches Treffen ist.

MR. WOM freut sich, wenn Ihr ebenso gute und hilfreiche Erkenntnisse für Euch vom twFondue mitgenommen habt.

PS: Am 14./15.03. findet in Konstanz das grenzüberschreitende Twitterertreffen #tweetupTGKN statt und von 04.07. – 06.07. findet das Barcamp Bodensee in Friedrichshafen statt. Wer mit dabei sein will, ist herzlich eingeladen.

 

TOPWOM der Woche: SuperWOM – SuperGeil

Seit genau 7 Tagen tönt es immer lauter aus dem Web: “SuperGeil”. Edeka hat es mit seinem “Supergeil” Video zu seinen Edeka-Eigenmarken zum viralen Superstar geschafft: Innert einer Woche wurde das Video mehr als 3 Mio. mal angeschaut.

Der Online Hype sorgte schnell auch in der realen Welt für jede Menge Gesprächsstoff. Nicht nur die Marketing-Fachmedien (z.B. persönlich, u.a.), sondern insbesondere auch die Publikumspresse (wie die w&v hier schön darstellt) haben das Thema – ein paar Tage vor der “jecken” Karnevals-/Fasnachtszeit – dankbar aufgegriffen und brav weitererzählt. Der Hype schaffte es in kurzer Zeit sogar in´s Ausland und wurde selbst in den USA von namhaften Medien- und Blogformaten wie Buzzfeed oder Slate aufgenommen.

Zwar haben die Medien ihren Anteil an dem viralen WoM Erfolg, doch hat sicher auch die auf der Edeka “Supergeil” Seite eingerichtete Möglichkeit, spezielle “Supergeil” Grussvideos an Freunde zu versenden mit zum schnellen Erfolg beigetragen.

Ist das nun WOM, Buzz oder einfach nur Viral?

MR. WOM hat sich das Video natürlich mal unter dem WoM Aspekt angeschaut und untersucht, welche Word of Mouth Elemente verwendet wurden. Und natürlich auch überlegt, welches Ziel dahinter stecken könnte.

WoM Elemente:

Der Song selbst, das Wording “Supergeil” und auch die schräge, humorvolle Überzeichnung der Aktionen (z.B. der Tanz – analog zum Gangnam Style) in dem Video tragen natürlich zu Wow- und Weiterzähl-Erlebnissen bei.

Dabei wird sicher die Verbindung von “Supergeil” mit der Marke Edeka in den Köpfen hängen bleiben, ähnlich wie es mit dem Claim “Wir lieben Lebensmittel” schon geschehen ist. Andere Marken wie Ricola (Wer hat´s erfunden?) haben bereits bewiesen, dass diese Slogans ähnlich wie “Meme” adaptiert werden und damit langfristig zu dauerhaften WoM Markennennungen in der Alltagskommunikationen werden können.

Doch steckte hinter der von Jung v. Matt entwickelten Kampagne wirklich eine echte WoM Strategie von Edeka?

MR. WoM denkt, Jung v. Matt und Edeka zielen lediglich auf kurzfristigen viralen Erfolg in Verbindung mit Medien-Buzz (zum Vergleich von WoM, Buzz und Viral siehe hier) ab, denn wie es meedia darstellt sind sie in Sachen provokanter “Virals” Wiederholungstäter.

Wie auch die ganze Supergeil Story eigentlich eine Wiederholung, alte Sache, nicht das Original, Kopie oder wie auch immer man es nennen mag, ist – wie Watson rausfand.

Trotzdem ist es SuperGutGemacht.

TOPWOM verdächtig?

Natürlich! Und darum gibt´s dafür auch den SuperTOPWOM der Woche dafür. Warum?

Nun, nicht für die kreative Adaptionsleistung von JvM. Die Vorarbeit hat hat eigentlich ja der Künstler “Liechtenstein” gemacht, JvM hat lediglich “Liechtenstein” entdeckt und an Edeka verkauft.

Schon eher für die Idee der Freundes-Gruss-Videos und die PR Arbeit (oder ggf. das bezahlte Seeding im Web vor Start). Und klar: 3 Mio. Views in einer Woche ist echt “wombastisch”.

Den TOPWOM gibt´s aber vor allem für das WoM Potential dahinter und die Kontinuität in der Weitererzählbarkeit der Marke Edeka.

Kontinuität:

Edeka macht bereits seit Jahren von sich Reden, ob mit echten WoM Stories wie dem Slogan “Wir lieben Lebensmittel” oder ständig neuen viralen Gesprächsstartern wie “Supergeil”.

WoM Potential:

Ein Weiterziehen der “Supergeil” Story würde echtes WoM Potential für Edeka erschliessen. So könnten die im Spot dargestellten Edeka Eigenmarken statt wenig weitererzählbar “Gut & Günstig” zu heissen eigentlich ab jetzt “Super” heissen. Damit würde die “wommige” Story zum echten WoM Produkt werden.

Zum anderen könnte Edeka die nun ab heute massiv tätigen “Karnevalisten” als Weitererzähler aktiv stimulieren, in dem es in den Edeka-Filialen “Supergeil” Kostüme mit den Edeka-Eigenmarken-Verpackungen anbietet – oder zumindest Verkleidungen als “Liechtenstein” Look-a-like.

Last but not least könnte Edeka smarter im Sinne des Zero Moment of Truth Cusrtomer Journey handeln und tatsächlich ein wenig mehr über SEO und Google nachdenken.

Fazit

Edeka macht gerade einiges richtig in Sachen kurzfristiges Word of Mouth (WoM) Marketing, eine echte WoM Strategie steckt leider (noch) nicht dahinter.

Wer sich näher mit dem Thema “Word of Mouth Strategie” beschäftigen möchte, dem sei – Achtung Eigenwerbung ;-) -  das AGOF Praxis-Seminar “Word of Mouth Marketing planbar machen” am 25.03.2014 in Frankfurt a. M. empfohlen.

 

WOM und Mehr am Better Business Camp

Vergangenen Donnerstag und Freitag (13. + 14.02.2014) fand das erste Better Business Camp im Lilienberg Unternehmerforum in Ermatingen am Bodensee statt.

BBC

Anders als bei einem klassischen Barcamp war dieser Event eingrenzt auf den reinen Wissensaustausch von klein(st)en und mittleren Unternehmen und hatte damit einen eindeutigen “Business” Fokus. Aber auch hier gab es wieder viel “WOMMiges” in den Sessions zu entdecken und zu erfahren. Abgerundet wurde das “#BeBuC” durch die Top Location auf dem Lilienberg, der die Teilnehmer mit modernster Technik und erlesenen Speisen verwöhnte.

Eines muss vorab dabei gesagt werden: Alle Sessions waren wirklich sehr hochwertig und man konnte aus jeder Session wertvolle Inhalte, Tipps, Gedanken und Inspirationen für sein eigenes Business mitnehmen.  In Bezug auf Word of Mouth und für das eigene Geschäft hat MR. WOM folgende Inputs mitgenommen:

Whiteboard Videos

Die Session zu den sogenannten Whiteboard (Erklär) Videos entstand spontan eigentlich eher aus einer Nachfrage von Robin Seidelmann bei der Sessionvorstellung – er erklärte sich dann bereit, eine Session zum Erfahrungsaustausch zur Sammlung von Beispielen, Anbietern und Tools zu moderieren, die ein Fülle von neuem Wissen generierte:

Auf Videohive findet man für kleines Geld einige Vorlagen für Whiteboard Videos, die anpassbar sind.

Der freie Medienkünstler Manniac ist jemand, der u.a. solche Whiteboards machen kann (allerdings ist er wg. eines guten Whiteboard Videos schon etwas berühmt, dürfte also evt. nicht mehr ein günstiger Anbieter sein).

Weitere Anbieter hat Kai Jesse auf einer Messe zusammengetragen und uns nach dem Camp freundlicherweise folgende Liste zugemailt – Danke Kai!

Hallo BeBuC-Teilnehmer!

Hier die Liste der Whiteboardinganbieter, die ich auf der Learntec eingesammelt hatte:

http://simpleshow.com/

http://how-to-video.tv/

http://explain-now.de/

http://dialogbild.de/

Wer weitere Anbieter suchen will, muss lediglich nach “Erklärvideo” googeln. Da findest sich beispielsweise folgender Link mit 22 weiteren Adressen: http://www.deutsche-startups.de/2013/06/18/22-gute-adressen-erklarvideos/

Viel Spaß – Kai

Ingress Session

Jens Spaniel stellte in seiner Session das Google Spin off “Ingress” vor, ein Augmented Reality Spiel, das breite Wellen vor allem in der Welt der digitalen Fach- und Bloggerwelt schlägt und aktuell schätzungsweise mehr als eine Millionen Spieler weltweit hat.

Die Meinungen, was hinter Ingress steckt und wozu Google es strategisch nutzt, gehen auseinander: Vom schlichten “Datensammeln“, über eine “Skinner Box” für die Welt  (S. Lobo), als Pushinstrument für Google Dienste wie Google + bis hin zum Erforschen und dem Austesten der Zukunft des mobilen Marketings, da es bereits Versuche etwa mit “gesponsorten Spielelementen” gab.

Einig sind sich alle darin, dass Ingress für Google ein riesiger Proof of Concept und eine Live-Testlabor zur Simulation ist. Jens brachte dabei noch weitere Aspekte ein, etwa das Austesten der Google eigenen Technik, Usability Tests (da sich Ingress permanent anpasst und verändert).

Aber was nun auch genau dahinter stecken mag, Ingress nutzt in hohem Maße WoM Techniken für sich – sei beim Start, der nur ausgewählten Teilnehmern auf Einladung vorbehalten war (Exklusivität und Limitierung), einem eigenen Storytelling, Crowdsourcing durch die Spieler oder der Spielregel, dass man bestimmte Aktionen nur im Team durchführen kann (Tribalism).

Weitere Infos zu Ingress finden sich auch im deutschen und englischen Wikipedia.

Renaissance der QR Codes?

QR Codes gibt es nun schon eine ganze Weile, aber so richtig durchgesetzt haben sie sich bislang eher nicht (ausser beim Fliegen). Grund genug für Cecilia Zachmann, eine Session zu neuen Anwendungsideen für QR Codes zu machen.

In der Session stellte sie die Möglichkeit einer Verwendung in postalischen Angebotsmailings vor, bei der Kunden mit dem QR Code direkt druch “Abschiessen” des QR Codes Produkte bestellen können (ähnlich wie in Südkorea bei den Tesco Plakaten). Danach diskutierten wir dann weitere Anwendungen – u.a. dieses Beispiel, das auch für Gesprächsstoff (WoM) sorgt, von emart:

Weitere Sessions

Es gab natürlich noch weitere spannende Sessions. Hierbei zeigte sich, dass vor allem die Wissensteilen-und Crowdsourcing Sessions am hilfreichsten für alle waren. Ob nun die miteinander verzahnten Marketing und Akquise Sessions, in den jeder seine jeweils besten Tipps mit den anderen teilte, oder die Session von Robert, der als CEO einer neuen Technologiefirma die Teilnehmer um praktischen Rat zur Unternehmensführung bat.

Word of Mouth Marketing Session(s)

MR. WOM durfte auch sein Wissen über Word of Mouth (WoM) Marketing teilen. Daraus wurden dann zwei Sessions – verteilt auf beide Tage.

Die erste Session war eher eine Einführung in das Thema mit ein paar Beispielen, die insbesondere beim Thema positive v.s negative Mundpropaganda zu einigen Diskussionen führte. Hier einige Erkenntnisse:

  • Die Sessiongruppe tendierte dazu, dass negative Mundpropaganda stärker weitererzählt wird als positive (getreu dem Motto: bad news are good “more interesting” news). Hier nannte Urs Gattiker auch noch einige Zahlen – evt. teilt er hier im Kommentar noch den Link zu seinen Quellen.
  • Generell wird jedoch mehr positiv weitererzählt als negativ – wie die Zahlen von KellerFay aus den USA schön zeigen.
  • Zudem zeigen Untersuchungen der Universität Oviedo, dass positives Word of Mouth eine höhere Wirkung auf Kaufentscheidungen hat, als negative – d.h. selbst wenn Mundpropaganda negativ sein sollte, führt sie nicht im gleichen Maße zu “Nichtkäufen” wie positive Empfehlungen zu Käufen führen.

Die zweite WoM Session war dann offen zum Austausch von Erfahrungen und dem Sammeln und Diskutieren von WoM Ideen für das eigene Business gestaltet. Leider hat MR. WOM keine Fotos von den Flipchart Notizen gemacht (Shame on me – habt ihr welche? Dann bitte zusenden – Danke), daher gibt es zur 2. Session nur ein paar Erkenntnisse aus der Erinnerung:

  • Wichtig ist, durch Kundenbefragungen genau zu ermitteln, warum genau man eigentlich weiterempfohlen wird und dies genau zu analysieren. Denn es ist nicht nur einfach, die “gute Arbeit, die man macht”, sondern es steckt oft mehr dahinter (z.B. ein besonderes Verhalten beim Kunden).
  • Ein treffender, einprägsamer und besonderer Firmenname hilft besonders Selbständigen und inhaber-repräsentierten KMU. Beispiele hier: Urs Gattiker als Dr. KPI. Gleiches gilt für einen etwas anderen, auffallenderen Tätigkeitsbeschrieb – etwa “Mompreneur”. Klingt alles besser als Abkürzungsnamen wie etwa “CoComCon – Business Consulting” und es sind optimale Gesprächsstarter, die auch leicht weitererzählt werden können.
  • Überraschende kleine Geschenke erzeugen Wow Erlebnisse, Stories und WoM. Wie z.B. die Salami in den Danzas Containern (die es wohl wirklich gab bzw. noch gibt – auch wenn die Umsetzung aufgrund internationaler Zollvorschriften problematisch sein kann)
  • Wer ein Business frisch startet sollte zum Start immer sein gesamtes persönliches Umfeld informieren – denn diese sind die ersten Weitererzähler.
  • Als Dienstleister kann man seinen ganz persönlichen USP als Handlung ggü. den Kunden ritualisieren. Mompreneure können Grusskarten von ihren Kindern gestalten lassen, man kann spezielle Geschäftstipps im Sinne von Content Marketing als Postkarte oder per Newsletter versenden oder sein Angebot exklusiv gestalten oder limitieren (z.B. Vorträge für max. 30 Leute).

Wer nochmal die WoM Sessions gedanklich rekapitulieren möchte – hier sind die kurz vorgestellten Folien zur ersten WOM Session:  

MR. WOM hat sich sehr über das rege Interesse an seinen Sessions gefreut – und natürlich über das reale und digitale Feedback hinterher:

Fazit

Geschäftsleute und Branchen tauschen sich schon immer aus. In der Schweiz beliebt sind hier die sogenannten Erfa-Gruppen, üblich sind aber meist Kongresse und Messen, die einem festen Ablauf folgen.

Barcamp-Formate wie das Better Business Camp bieten hier einen zukunftsweisenden, innovativen, effektiven und vor allem persönlicheren und lockeren neuen Weg des geschäftlichen Austausches, der jedem geschäftlich Interessierten nur wärmsten empfohlen werden kann.

Der WOM zum Schluss

Ein grosser Dank geht an Oliver Gassner als Initiator und Hauptorganisator des #bebuc. Entsprechend erhielt er von den Teilnehmern noch ein kleines kulinarisches Geschenk als Dankeschön. Scheinbar ist es auch gut angekommen und hat auch schon WOM erzeugt:

Weitere Berichte zum Better Business Camp:

Ihr habt noch was zu ergänzen? Feedback, Inhalte, Notizen oder Links zu Sessions oder eigene BeBuC Blogberichte sind herzlich als Kommentare willkommen.

Vom loyalen Kunden zum Markenbotschafter – Der WOM Lesetipp

Wer sich intensiv mit Word of Mouth beschäftigt, kommt nicht umhin, sich hin und wieder mit Fachliteratur und Studien up to date zu halten. Der Grossteil der Infos kommt dabei immer noch aus dem “Erfinderland” der Marketingdisziplin Mundpropaganda – den USA. Aber andere Nationen holen auf.

Da freut es MR. WOM besonders, dass man mittlerweile auch immer mehr Literatur und Studien aus dem deutschsprachigen Raum findet.

Zwar ist die Anzahl immer noch überschaubar und nicht in allem, auf dem WoM, Buzz, Mundpropaganda oder Empfehlungsmarketing draufsteht, ist auch echtes Word of Mouth Wissen drin. Aber die Zahl fachlich fundierter, mit aktuellen Studien unterfütterter Literatur in deutscher Sprache steigt stetig an.

Buchtitel

Ein gutes Beispiel ist das Ende 2013 erschienene Buch “Word-of-Mouth Marketing – Vom markenloyalen Konsumenten zum überzeugenden Markenbotschafter” von Thomas Musiolik. Thomas Musiolik ist Marketingexperte und Blogger und beschäftigt sich schwerpunktmässig mit den Themen Word of Mouth, Neuomarketing, Touchpoint Management und Markenführung.

Der Fokus seines Buches ist, aufzuzeigen inwiefern Word-of-Mouth Marketing erfolgreich für die Markenführung eingesetzt werden kann, und welche Rolle dabei die Markenloyalität einnimmt.

Interessant bei dem Buch ist inbesondere die wissenschaftlichen Untersuchung, auf der das Buch basiert. Der Aspekt der Verknüpfung von Markenführung, speziell der Markenloyalität zur Weiterempfehlungsbereitschaft, macht das Buch besonders lesens- und weiterempfehlenswert.

Markenführung durch die Mundpropaganda des Kunden

Uwe Lübbermann von Premium Cola sagt es immer wieder gerne auf seinen (Marketing)Fach-Vorträgen: Premium Cola ist eine Marke, die durch und mit allen Beteiligten (auch den Kunden) ausschliesslich durch Word of Mouth geführt wird – das ist die Zukunft im Marketing.

Der Erfolg von Premium scheint diese auf der Hand liegende These zu bestätigen, doch der Forscher fragt: Ist diese These auch wissenschaftlich bestätigt?

Thomas Musiolik gibt darauf eine Antwort in seinem Buch. Er hat folgende Hypothesen hinsichtlich ihrer Wirkung auf Markenloyalität und Weiterempfehlungsbereitschaft wissenschaftlich untersucht:

  1. Die Markenloyalität hat eine positive Wirkung auf die Wiederkaufsbereitschaft.
  2. Die Markenloyalität übt einen positiven Einfluss auf die Bereitschaft der Konsumenten aus, einen höheren Preis zu zahlen.
  3. Die Markenloyalität hat eine positive Wirkung auf die Weiterempfehlungsbereitschaft.
  4. Je älter die Konsumenten sind, desto markenloyaler sind sie.
  5. Meinungsführer haben einen positiven Einfluss auf das Kaufverhalten Dritter.
  6. Die Meinungsführerschaft hat eine positive Wirkung auf die Markenloyalität.

Insbesondere die Ergebnisse zu den Thesen 3. und 5. haben MR. WOM dabei besonders interessiert. Denn sie hängen auch eng mit der Word of Mouth Decision Journey vom Weitererzähler zum treuen Markenbotschafter zusammen.

Thomas Musioliks Untersuchung der These Nr. 3 wurde dabei bestätigt: Konsumenten mit mittlerer und hoher Markenloyalität generieren zum überwiegenden Teil positive Mundpropaganda.Empfehlungsbereitschaft

Gleiches gilt für die 5. These: Empfehlungen von Meinungsführern (Influencern) innerhalb von Peer Groups führen häufig zum Kauf. Meinungsführerempfehlung

Der informierte Leser wird nun denken: “Schön, aber das habe ich schon immer vermutet und Zahlen aus den USA belegen dies ja schon”. Das mag stimmen, aber vermuten heisst bekanntlich ja nicht wissen. Daher ist diese Untersuchung wichtig und richtig: Sie bestätigt die Erkenntnisse aus den USA auch für den deutschen Markt und ergänzt das Bauchgefühl von Marketingfachleuten wie Uwe Lübbermann nun auch rational.

Fazit: Lesenswert

“Word-of-Mouth Marketing – Vom markenloyalen Konsumenten zum überzeugenden Barkenbotschafter“ ist ein lohnenswertes Buch für alle, die sich schnell einen Überblick über die Thematik verschaffen wollen. Vor allem für Studenten, die sich mit der Thematik auseinandersetzen möchten, ist dieses Buch ein guter und günstiger fachlicher Einstieg. Es bietet ein hohes wissenschaftlichen Niveau und weit über 200 ergänzende Fach-Quellen.

Angesichts des Umfangs der WoM Thematik können die von Thomas Musiolik erwähnten WoM Systematiken, Faktoren oder Definitionen zwar nicht abschliessend sein (wie etwa bei der Abgrenzung von WoM, Buzz und Viral Marketing).

Sie laden aber sicherlich zu einer tieferen Diskussion und Gedankenaustausch ein, die der Autor dadurch fördert, dass er in seinem Blog jedem die Möglichkeit bietet, die Themen noch einmal aufzugreifen und verschiedene Ansichten zu diskutieren. Auch stellt er jedem ein passendes PDF zum Buch als Download zur Verfügung.

 

Süsse Mundpropaganda an der ISM Köln

Heute (Sonntag) hat die Internationale Süßwaren Messe ISM in Köln begonnen. MR. WOM ist dazu extra vom schönen Bodensee den Rhein hochgereist – immer auf der Suche nach ein paar weitererzählbaren Produktneuheiten.

Nach wenig “wommiger” Zugfahrt in einem Abteil ohne Heizung, kam MR. WOM um 15 Uhr in Köln an und tauchte sofort in die Messe ein für einen ersten Rundgang – Morgen folgt dann noch ein Intensivtag für die Detailsuche nach dem “Wommigsten süßen Stück von Kölle”.

Der erste Eindruck: WOMbastisch! Über 1.500 Aussteller und Tonnen von Süßigkeiten erwarten einen hier. Keine Wunder, dass MR. WOM in seinem Hotel nur ISM Messegäste traf, die noch abendliche Joggingrunden drehten…

Sweets-ISM

Praktischerweise traf MR. WOM direkt bei Ankunft ein paar Medienvertreter, von denen zumindest einer einen guten WOM Tipp hatte (der aber noch nicht verraten wird).

Danach ging es dann zum Bereich der Produkt-Showcases – eine ganz praktische Übersicht neuer Produkte aus dem Süßwarenbereich – schön ausgstellt in kleinen Glasboxen. Doch anschauen ist eines, ausprobieren und darüber sprechen ist der wahre WOM – darum wird am Montag dann alles getestet.

Etwas besonders Weitererzählbares haben sich die Studierenden der Köln International School of Design einfallen lassen mit ihrem Sweet Surprise – einer Sonderschau mit süßen Designüberraschungen – wie etwa dem “Don´t trust a Hare” Horrorhasen.

DonttrustBunny

Danach erfolgte der Tweet in die Blogger- und Twitterer-Runde – welcher vom Sweetup-Mitmacher Christian vom

Durch Danksagung und Wertschätzung zur Mundpropaganda

Letzte Woche sorgte ein Gastbeitrag von Anneli Botz beim Blog “Amy & Pink” über die “unterbezahlte Hölle der Berliner Medienbranche” reichlich für  digitalen Gesprächsstoff. Sie schildert darin ihre Erlebnisse als Praktikantin und später Redakteurin bei einer Berliner Produktionsfirma, von der sie sich ungerecht behandelt und ausgebeutet fühlte.

Um eines vorweg zu schicken – MR. WOM geht es in diesem Artikel nicht um die persönliche Problematik von Frau Botz, sondern um die Mechanismen, die zur Weiterverbreitung und Mundpropaganda über Firmen durch deren Mitarbeiter führen. Im Negativem – durch geringe Wertschätzung – wie auch im Positivem – wobei oft ein Danke schon ausreicht.

Danke_Tanke

Foto: Danke an Immanuel Giel via Wikimedia Commons

Der Titel der Story von Frau Botz war reisserisch aufgemacht, der Tenor mehrheitlich negativ – wie das meist so ist bei einer Story “David gegen Goliath”. Und die digital-soziale Mundpropaganda dazu liess – meist positiv im Sinne für Frau Botz, meist negativ über den Arbeitgeber bzw. (da dieser nicht genannt wurde) über die Branche an sich – liess nicht lange auf sich warten. Sogar die Fachpresse – namentlich die deutsche w&v – griff den viralen Provokations-Buzz auf. Und in der w&v steht auch, dass sich die Mundpropaganda durch das “provokative Aufbegehren” zumindest für Frau Botz wohl gelohnt hat.

Das Muster der Selbstvermarktung öffentlich gemachter Kündigungen unzufriedener Mitarbeiter ist nicht neu. Frau Botz schrieb an passendem Weitererzählort (Amy & Pink) einen Artikel. Andere – wie Marina Shifrin – posten gleich ein Video auf Youtube, dass dann – von Medien befeuert – per digitalem Word of Mouth um die Welt geht.

Doch ist das der richige Weg zu mehr WoM? Wie stark ist die Wirkung von Negativem und Provokativem auf die Mundpropaganda – und ist es vor allem nachhaltig?

Im ersten Moment ist die Wirkung gross – Provokatives bewegt mehr Gemüter, wird stärker weitererzählt. Und von den Medien wissen wir zudem: Only bad news are good news – sprich bringen viele Zuschauer und Leser.

MR. WOM ist aber der Meinung: Die Wirkung verpufft in der heute so schnelllebigen Zeit rasant. Kein Hahn kräht mehr danach am Ende des Jahres. Und ändern wird sich (man) auch nichts. Denn der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Oder haben Sie Ihre Konsumgewohnheiten angesichts der “Shitstorms” (Beispiele: hier, hier, hier und hier) einiger Marken geändert, wenn es sich “nur” um ethische oder kommunikative Verfehlungen und nicht um tatsächlich erhebliche Produkt- und Servicemängel handelte?

Negatives vs. positives Word of Mouth

Eigentlich lieben Menschen auf Dauer eher Positives – und so verhalten Sie sich auch beim Weitererzählen. Studien der US Marktforschers KellerFay zeigen, dass lediglich 8 % aller Mundpropaganda mehrheitlich negativ ist, hingegen 66% positives Word of Mouth ist.

Nachhaltiger wäre es also, mit Positivem von sich Reden zu machen. Und um Frau Botz zumindest ein klein wenig Zuspruch zu geben: Positives Word of Mouth fängt beim Umgang mit den eigenen Mitarbeitern und ihrer Wertschätzung an. Denn Sie sind sozusagen die ersten “Markenbotschafter” eines Unternehmens.

Wie man mit einem Danke positives Word of Mouth erzeugt

Unternehmen, die positiv von sich Reden machen, wissen, dass erfolgreiche Mundpropaganda bei der Wertschätzung ihrer Kunden anfängt. Wer sich “Wert geschätzt fühlt”, hat positive Emotionen und berichtet gerne anderen darüber. Eine Wertschätzung auszudrücken ist einfach, es reicht ein Wort: DANKE.

Und nun denken Sie bitte selber mal darüber nach: Wieviel Wertschätzung bringen Sie Ihren Kunden entgegen?

Viel? Das ist gut – und macht Sie weitererzählbar. Und wieviel Wertschätzung geben Sie Ihren Mitarbeitern?

MR. WOM´s sehr geschätzte Expertenkollegin in Sachen Word of Mouth und Empehlungsmarketing – Frau Anne Schüller – hat gestern in einem lesenswerten Gastbeitrag der Karrierebibel.de genau dazu Stellung bezogen.

In 10 Beispielen stellt Sie treffend Lob, Wertschätzung und vor allem das “Dankesagen” als mögliche Treiber von Word of Mouth durch Mitarbeiter, Lieferanten und Kunden dar.

Danke dafür!

Wer noch mehr dazu wissen will, findet sicher weitere spannende Inspirationen in dem Mitte März neu erscheinendem Buch von Anne Schüller: “Das Touchpoint Unternehmen. Mitarbeiterführung in unserer neuen Businesswelt.”

Fazit

Es zeigt sich ein mal mehr, dass Word of Mouth nicht nur eine reine Marketingtechnik, sondern vielmehr auch ein grundlegendes Konzept, ein Management-Philosophie darstellt.

Oder um eine leicht abgenutzte Redewendung zu erweitern  “Glückliche Kühe geben nicht nur mehr Milch, sondern erzählen das auch noch positiv weiter.”

In diesem Sinne dankt MR. WOM allen Lesern, Kunden, Lieferanten, Mithelfern und natürlich allen Weitererzählern und -empfehlern für den WOM und versucht sich das “Öfters mal Dankesagen” als guten Vorsatz für das Jahr 2014 fest vorzunehmen.